
Die Aktie von Supermicro (SMCI) steigt leicht an vor den Q4-Zahlen des KI-Serverunternehmens, die nach Börsenschluss am 11. August veröffentlicht werden.
Der Konsens erwartet, dass das Unternehmen 11 Milliarden USD (ca. 9,6 Milliarden €) an Umsatz meldet – ein kräftiges Plus von 91 % im Jahresvergleich – bei $0.68 Gewinn je Aktie (EPS), was einen deutlichen Anstieg gegenüber $0.41 je Aktie im Vorjahr darstellen würde.
Trotz des jüngsten Anstiegs liegt die Supermicro-Aktie rund 35 % unter ihrem Jahreshoch Anfang Juni.
Was könnte die Supermicro-Aktie nach den Zahlen höher treiben?
Für eine nachhaltige Rallye der SMCI-Aktie nach den Ergebnissen müssten institutionelle Investoren deutlich mehr als nur ein Umsatzübertreffen sehen; der entscheidende Katalysator liegt in der Margenwiederherstellung und der Umsetzung in der Lieferkette.
Nachdem das Unternehmen aufgrund der initial kostenintensiven Einführung von Direct Liquid Cooling (DLC)-Infrastruktur Margendruck erfahren hat, benötigt der Markt konkrete Belege dafür, dass die bereinigten Bruttomargen sauber in Richtung 15–17 % tendieren.
Experten konzentrieren sich insbesondere darauf, wie effektiv Super Micro seinen bedeutenden, in Milliardenhöhe bemessenen Auftragsbestand – gestützt durch Data Center Building Block Solutions (DCBBS) – in anerkannten Umsatz umwandelt.
Die Demonstration von Working‑Capital‑Disziplin, die Entspannung bei Bauteilengpässen für GPU‑Racks der nächsten Generation und der Nachweis, dass wettbewerbsbedingte Preisdiskonte sich stabilisiert haben, werden der eigentliche Prüfstein für eine Multiple-Ausweitung sein.
Optionsdaten sind vor den Q2-Zahlen bullisch für SMCI
Anleger sollten außerdem beachten, dass der Derivatemarkt gegenüber Supermicro-Aktien vor der Quartalsmeldung überwiegend positiv eingestellt ist.
Laut Barchart liegt das Put‑Call‑Verhältnis bei Optionskontrakten mit Ablauf am 14. August zum Zeitpunkt der Abfassung bei 0,26 und weist damit eine deutliche bullische Schieflage auf.
Der obere Preis dieser Kontrakte liegt derzeit bei $36.63, was auf ein Potenzial für eine knapp 12%ige Rallye bis zum Ende dieser Woche hindeutet.
Entscheidend ist, dass sich dieser Optimismus auch im technischen Bild widerspiegelt. SMCI notiert derzeit deutlich über seinen wichtigen gleitenden Durchschnitten (MAs), und ein RSI im hohen 50er-Bereich signalisiert starken Kaufdruck vor der Ergebnisveröffentlichung.
So positioniert man sich bei Super Micro Computer für das zweite Halbjahr 2026
Wenn Super Micro Computer ins Geschäftsjahr 2027 startet, nimmt es eine zentrale Mittlerrolle zwischen Chip-Designern und Hyperscale‑Rechenzentrumsbetreibern ein.
Mit einem attraktiven vorausschauenden Kurs‑Umsatz‑Verhältnis von etwa 0,61x – ein erheblicher Abschlag gegenüber AI‑Hardware‑Peers – spiegelt seine Bewertung anhaltende Vorsicht in Bezug auf die Working‑Capital‑Intensität und den Wettbewerb unter OEMs wider, nicht aber eine grundlegende Nachfrageschwäche.
Eine starke Jahresprognose zusammen mit einer sauberen Bilanzführung könnte diese Ausführungszweifel rasch zerstreuen.
Gibt das Management beruhigende Prognosen zur rack‑skaligen Produktionskapazität und zur Einsatzbereitschaft bei Unternehmenskunden, könnte die SMCI‑Aktie ihren Status als wichtiges Hardware‑Pure‑Play zurückerobern, das die säkulare Welle des globalen KI‑Infrastrukturausbaus reitet.
Hinweis: Wall Street stuft Supermicro im Mittel mit Hold ein, mit einem durchschnittlichen Kursziel von $36.19 vor der Ergebnisveröffentlichung.
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