
Der Nikkei-225-Index gab am Montag um mehr als 1,52 % nach, da Anleger auf mehrere Ereignisse reagierten, darunter die Yen-Rettung und die bevorstehenden Unternehmensberichte. Er fiel auf 63.390, ein Rückgang von 12,9 % gegenüber seinem Höchststand in diesem Jahr. Dieser Artikel beleuchtet einige der wichtigsten Katalysatoren für den Index in dieser Woche.
Nikkei-225-Index reagiert auf Yen-Rettung
Der Nikkei 225 und der Topix gaben nach, als der japanische Yen an Stärke gewann. Daten zeigen, dass der USD/JPY-Kurs auf 155,25 fiel, sein niedrigstes Niveau seit dem 6. Mai dieses Jahres, und 5,35 % unter seinem höchsten Stand in diesem Jahr.
Der Kurs ist in den letzten drei Tagen in Folge gefallen, ein Trend, der sich nach der Intervention der USA verstärkte. Laut der FT ist dies das erste Mal seit Jahrzehnten, dass die Federal Reserve interveniert hat. Sie tat dies, indem sie Milliarden Euro in japanische Yen tauschte. Die BoJ setzte letzte Woche ebenfalls mehr als 50 Milliarden US-Dollar bei Währungsinterventionen ein.
Ein stärkerer Yen wirkt sich deutlich auf japanische Unternehmen aus. Große Importeure profitieren etwa, weil es günstiger wird, Waren nach Japan zu kaufen und zu versenden. Exporteure wie Toyota und Honda hingegen leiden meist, da die stärkere Währung ihre Produkte auf ausländischen Märkten verteuert.
Die BoJ könnte später in diesem Jahr die Zinsen anheben, da aktuelle Daten zeigen, dass die Inflation auf einem erhöhten Niveau bleibt. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Oktober stieg auf 48 %. Eine solche Anhebung würde helfen, die Kluft zum US-Niveau zu schließen.
Wichtige japanische Unternehmen veröffentlichen ihre Ergebnisse
Der Nikkei-225-Index wird diese Woche auf mehrere wichtige Unternehmenszahlen reagieren. Mitsubishi UFJ Financial, eine der größten Banken des Landes, veröffentlicht am Montag seine Zahlen. Mitsubishi und Marubeni, zwei der größten sogo shoshas, legen ihre Zahlen ebenfalls heute vor.
Weitere große Unternehmen wie Toyota Motor, Mitsui, Mitsubishi Heavy Industries und Daikin veröffentlichen ihre Zahlen am Dienstag. Nintendo, Nippon Telegraph & Telephone (NTT) und Softbank legen ihre Ergebnisse am Donnerstag vor, während Recruit und Japan Post am Freitag berichten. Diese Zahlen liefern weitere Hinweise auf den Zustand der Unternehmen in Japan vor dem Hintergrund des andauernden US‑Iran-Konflikts.
Neben diesen Unternehmen werden Hunderte bedeutender US-Firmen ebenfalls ihre Zahlen veröffentlichen. Zu den bekanntesten gehören Advanced Micro Devices (AMD), Palantir Technologies, Caterpillar, SanDisk, Western Digital und Eli Lilly. Historisch haben diese US-Unternehmen in der Regel Auswirkungen auf japanische Firmen.
BoJ-Protokoll und US-Nonfarm-Payrolls
Der Nikkei-225-Index wird auch auf das bevorstehende Sitzungsprotokoll der Bank of Japan reagieren, das am Mittwoch veröffentlicht wird. Dieses Protokoll gibt weitere Einblicke in die letzte Sitzung und die dort diskutierten Themen.
Japan wird außerdem auf mehrere makroökonomische Daten reagieren, darunter Kennzahlen zur Überstundenvergütung und die Konsumausgaben der Haushalte. Gleichzeitig werden die USA die neuesten Nonfarm-Payrolls-Zahlen veröffentlichen, die zeigen, wie die Wirtschaft läuft. US-Zahlen sind wichtig wegen ihrer Auswirkungen auf die Federal Reserve.
Der Nikkei-225-Index wird auch auf die anhaltenden Entwicklungen zwischen den USA und dem Iran reagieren. Donald Trump setzte seine angeblich geplanten Angriffe am Wochenende nach Interventionen von Saudi-Arabien, Katar und anderen Ländern aus. Infolgedessen fielen Rohölpreiseam Montag, wobei Brent und der West Texas Intermediate (WTI) jeweils auf 83 USD bzw. 80 USD sanken.
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