Die SanDisk-Aktie setzte ihren starken Rückzug fort, da Anleger weiterhin Speicheraktien verkauften. SNDK fiel im vorbörslichen Handel auf $1,204 und erreichte damit den tiefsten Stand seit dem 1. Mai. Sie ist seit ihrem Allzeithoch um 45% gefallen, und die Wyckoff-Theorie deutet darauf hin, dass weiterer Abwärtsdruck besteht.

Technische Signale der SanDisk-Aktie deuten auf einen Rückgang hin

Der Kurs von SNDK befindet sich in den vergangenen Wochen in einem starken freien Fall und sank von einem Rekordhoch von $2,355 am 23. Juni auf $1,204 heute. 

Eine Möglichkeit, die Kursentwicklung zu erklären, ist die Wyckoff-Theorie, die die vier Phasen beschreibt, die Vermögenswerte durchlaufen. Das Tageschart unten zeigt, dass die SanDisk-Aktie nach dem Börsengang durch einen Spin-off von Western Digital monatelang in einer engen Handelsspanne verharrte. 

Diese Konsolidierung war Teil der Akkumulationsphase der Wyckoff-Theorie. Sie ist durch seitliche Bewegung gekennzeichnet, während Smart‑Money‑Investoren aufbauen. 

Die nächste Phase wird als Markup bezeichnet und ist durch eine parabolische Aufwärtsbewegung gekennzeichnet, bei der ein Asset angesichts steigender Nachfrage stark ansteigt. Genau das passierte in den vergangenen Monaten, als die Aktie von nahezu unbeachteter Position zum Top-Performer an der Wall Street aufstieg.

Es gibt nun Anzeichen dafür, dass die Aktie in die Distribution- und Markdown-Phasen der Wyckoff-Theorie übergegangen ist. Diese beiden Phasen kennzeichnen sich durch intensiven Verkaufdruck, da Anleger Gewinne realisieren. 

Daher besteht weiteres Abwärtspotenzial, möglicherweise bis zur 61,8%-Fibonacci-Retracement-Marke bei $920, was etwa 27% unter dem aktuellen Kurs läge. Diese Prognose entspricht unserer früheren SNDK-Aktienprognose.

SanDisk-Aktie

Kurschart der SNDK-Aktie | Quelle: TradingView

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Warum die SNDK-Aktie im freien Fall ist

Für den Kurssturz der SanDisk-Aktie gibt es mehrere Gründe. Erstens steht der Rückgang im Einklang mit dem anhaltenden Ausverkauf im Sektor. Die meisten Titel im Speichersegment sind eingebrochen; der virale DRAM-ETF ist beispielsweise um über 40% von seinem Jahreshoch gefallen. 

Zweitens beunruhigt Anleger das zirkuläre Finanzierungsmodell der Branche, bei dem erstklassige Unternehmen wie Nvidia und AMD in Firmen investieren, die später zu ihren Kunden werden könnten. In diesem Zusammenhang wird auch über eine Absicherung für OpenAIs großes Rechenzentrum in Ohio diskutiert.

Wichtig ist auch, dass Anzeichen darauf hindeuten, dass der Markt sehr wettbewerbsintensiv werden könnte, besonders falls die USA den Kauf chinesischer Speicherprodukte zulassen. Apple treibt dies energisch voran mit dem Argument, dass dies den Inflationsdruck in den USA dämpfen würde.

Darüber hinaus besteht die Sorge, dass die Branche die Boom‑und‑Bust-Zyklen durchläuft, die ihre Performance in den vergangenen Jahren geprägt haben. Ein gutes Beispiel ist 2023, als Western Digitals Umsatz von zuvor $18 Milliarden auf $6 Milliarden einbrach. SanDisk gehörte damals zum Geschäftsbereich von Western Digital.

SanDisk hat versucht, dem entgegenzuwirken, indem langfristige Verträge mit Unternehmen wie Meta Platforms abgeschlossen wurden. Diese Vereinbarungen schaffen sowohl eine Untergrenze als auch eine Obergrenze für die Preise seiner Speicherprodukte. 

Unterdessen hat Mehdi Hosseini von Susquehanna, ein führender Analyst, sein Kursziel kürzlich von $3,250 auf $3,050 gesenkt. Andere Analysten sehen dagegen weiteres Aufwärtspotenzial, insbesondere falls die Quartalsergebnisse positiv überraschen. Wells Fargo erwartet einen Anstieg auf $1,620, während Evercore und Wedbush Kursziele von $3,100 bzw. $2,000 ausweisen.

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