
Investoren, die auf SpaceX (SPCX)-Aktien setzen, investieren in mehr als nur wiederverwendbare Orbitalraketen und ein globales Satelliten-Internetnetz – sie sichern sich Zugang zur visionären Führung von Elon Musk.
Laut einer aktuellen Analyse von HSBC könnte dieser gefeierte „Musk-Faktor“ jedoch bereits vollständig in die Aktie eingepreist sein.
Analysten der Bank nahmen die Berichterstattung über den Luft- und Raumfahrtpionier mit einer Halteempfehlung und einem Kursziel von $115 auf, was auf kein nennenswertes Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kurs hindeutet.
Beachten Sie, dass die SpaceX-Aktie in den letzten Wochen in einem deutlichen Abwärtstrend war. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung handelt sie sogar unter ihrem IPO-Preis von $135.
HSBCs unkonventionelles Bewertungsmodell für die SpaceX-Aktie
Standardbewertungsmethoden, die für traditionelle Konglomerate, SPACs oder Biotech-Unternehmen verwendet werden, spiegeln schlicht nicht wider, wie der Markt Elitegründer bewertet, die ganze Branchen umgestalten.
Um diese Realität abzubilden, wich HSBC von klassischen Kennzahlen ab und entwickelte ein maßgeschneidertes Sum‑of‑the‑Parts-Modell mit einem 2x „Innovation‑Premium“.
Als Referenz für diesen Multiplikator diente Teslas erstes Jahrzehnt an den öffentlichen Märkten; dabei wurde Musks nachgewiesene Erfolgsbilanz in disruptiver Fertigung und kommerzieller Umsetzung zugrunde gelegt.
Die Bank merkte an, dass Analysten zwar häufig Holdingabschläge anwenden, spezielle Gründerprämien jedoch gerechtfertigt seien, wenn Führungspersonen fortlaufend ganze Sektoren umkrempeln.
Doch selbst mit diesem großzügigen Multiplikator kommt HSBC zu dem Schluss, dass die aktuellen Marktpreise nur sehr wenig Spielraum für kurzfristige Kursgewinne bei SPCX-Aktien lassen.
Was SPCX-Aktien brauchen, um vom aktuellen Niveau zu steigen
Die Kernaussage des Basisszenarios von HSBC ist, dass die heutige Marktbewertung bereits eine reibungslose Umsetzung in den wichtigsten Geschäftsbereichen von SpaceX vorwegnimmt.
Investoren haben Erwartungen vollständig eingepreist: die wachsende globale Abonnentenbasis von Starlink, eine hohe Startfrequenz der Falcon-Raketen und frühe Initiativen im Bereich räumliche künstliche Intelligenz.
Der Bericht warnt jedoch, dass SpaceX die Erwartungen übertreffen müsse, damit die Aktien deutlich ansteigen; HSBC skizzierte ein optimistisches „Blue‑Sky“-Szenario mit einer Bewertung von $293 je Aktie.
Um dies zu erreichen, sind ehrgeizige operative Meilensteine erforderlich: kommerzielle Marktreife der Next‑Generation‑Starship‑Rakete bis 2027, Verdopplung der gesamten Startkapazität gegenüber den Basisannahmen, deutlich höhere durchschnittliche Erlöse pro Nutzer (ARPU) bei Starlink und das Erzielen erstklassiger Software‑Multiples für die interne KI‑Infrastruktur.
Wie sollte man SpaceX auf dem aktuellen Niveau handeln?
Während langfristige Bullen auf das optimistische $293‑Szenario verweisen, spiegeln kurzfristige Marktbewegungen eine erhöhte Prüfungsintensität wider.
Die SPCX-Aktie sah sich Gegenwind ausgesetzt nach technischen Verzögerungen im Zusammenhang mit dem entscheidenden 13. Starship-Testflug und Marktsorgen über massive Insider‑Aktienfreigaben, die im August anstehen.
Während institutionelle Unterstützer Starship weiterhin als Schlüssel zur Freisetzung exponentieller Nutzlastkapazitäten sehen, betont HSBCs ausgewogene Haltung, dass Ausführungsrisiken nicht ignoriert werden können.
Solange SpaceX nicht konsequent die volle Orbitalwiederverwendbarkeit von Starship und die kommerzielle Monetarisierung nachweist, bleibt die Aktie offenbar an ihrer fundamentalen Entwicklung gebunden, sodass die berühmte Musk‑Prämie vorerst fest im Kurs verankert ist.
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