
Europäische Märkte gaben heute, 23. Juli, nach, da Händler auf die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) warteten und auf wichtige Unternehmenszahlen aus der Region reagierten.
In Deutschland fiel der DAX um 42 basis points, während Frankreichs CAC 40 um 85 basis points nachgab. Trotz des Rückgangs liegt der DAX nur 3.3% unter seinem Jahreshoch, während der CAC 40 3% unter seinem Allzeithoch notiert.
Der gleiche Trend zeichnet sich in anderen europäischen Ländern ab: FTSE MIB, IBEX 35 und Stoxx 50 fielen um mehr als 0.50%. Dieser Trend spiegelt das Geschehen auf anderen Märkten wider, wobei US-Futures und wichtige asiatische Indizes nachgaben.
EZB dürfte eine restriktive Pause einlegen
Ein treibender Faktor für wichtige europäische Indizes wie DAX, CAC 40, FTSE MIB und IBEX 35 ist heute die bevorstehende Zinsentscheidung der EZB.
Ökonomen erwarten, dass die Bank die Zinsen unverändert bei 2.4% belässt. Allerdings dürfte sie signalisieren, dass sie bereit ist, bereits im September mit Zinserhöhungen zu beginnen.
Die Sorge der Zentralbank ist, dass die Inflation wieder anziehen könnte, now that Rohölpreisesteigen, wobei Brent und der West Texas Intermediate (WTI) auf $98 bzw. $89 anstiegen. In einer Notiz schrieb ein ING-Analyst :
“Die EZB sollte den Leitzins bei 2.25% belassen, aber wir halten eine Zinserhöhung im September für wahrscheinlich, insbesondere da die Ölpreise wieder steigen. Man könnte für eine heute vorgezogene Erhöhung argumentieren, aber in den vergangenen Jahren hat die EZB geldpolitische Maßnahmen stets im Voraus vollständig telegraphiert.”
Die gestiegenen Wahrscheinlichkeiten einer EZB-Erhöhung erklären, warum der Anleihemarkt unter Druck steht. In Deutschland sprang die Zwei-Jahres-Rendite auf 2.87%, in Frankreich stieg sie auf 3.04%, den höchsten Stand seit August 2024. In Italien kletterte die Zwei-Jahres-Rendite auf 3.09%, in Spanien auf 2.93%.
Diese Renditen bewegen sich im Aufwärtstrend, since the US and Iran have restarted their war, wobei einige Analysten prognostizieren, dass die Rohölpreise kurzfristig weiter steigen werden. In einer Notiz am Mittwoch merkte ein Goldman-Sachs-Analyst an, dass die Ölpreise $120 erreichen könnten, sollte die Eskalation andauern.
Berichtssaison geht weiter
Europäische Indizes reagieren zudem auf Quartalszahlen einiger der größten europäischen Unternehmen. Die Aktie von TotalEnergies stieg auf den höchsten Stand seit dem 12. Juni, da die Ölpreise stark anstiegen. Die Zahlen zeigten, dass der Nettogewinn um 102$ auf $5.4 billion anstieg, was das Unternehmen veranlasste, Dividenden und Rückkäufe anzuheben.
Die Unicredit-Aktie gab nach, obwohl das Unternehmen starke Ergebnisse vorlegte. Der CEO sagte gegenüber CNBC, dass man anstrebe, die vollständige Übernahme der Commerzbank noch in diesem Jahr abzuschließen. Andrea Orcell sagte:
“Was die normale regulatorische Umgebung und das Kartellrecht betrifft und was es uns erlauben würde, angebotene Aktien zu übernehmen und damit Kontrolle auszuüben, denken wir jetzt potenziell an Q4, vielleicht später, und das wäre der Moment, in dem wir zuschlagen.”
BNP Paribas berichtete hingegen von starken Ergebnissen, wobei der Nettogewinn auf 4.35 billion euros anstieg, gestützt durch das Trading-Geschäft. Der Umsatz stieg um 12% auf 14.1 billion euros. Die Aktie gab jedoch nach, da Analysten auf steigende Kosten infolge des Asset-Management-Geschäfts mit AXA hinwiesen.
Weitere große Verlierer in Europa waren Namen wie L’Oreal, LVMH, Banco Santander und Schneider Electric.
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