Wer an der Börse nach den nächsten Verzehnfachern oder sogar 10.000-%-Aktien sucht, muss sie entdecken, bevor sie zum Mainstream werden. Genau das macht erfolgreiches Investieren so anspruchsvoll – und zugleich so spannend.
Die größten Börsengewinner wirken dabei anfangs immer teuer, produzieren Verluste oder werden aufgrund ihres langweiligen Geschäfts schlicht unterschätzt. Ein Unternehmen, das viele Eigenschaften eines langfristigen Outperformers mitbringt, ist meiner Meinung nach Datadog (WKN: A2PSFR).
Mit 93 Mrd. US-Dollar Marktkapitalisierung wird hier schon einiges vorweggenommen. Die Aktie hat sich seit dem IPO fast verzehnfacht.
Eine nochmalige Verzehnfachung sehe ich dennoch unter gewissen Umständen als möglich an. Warum, das möchte ich nachfolgend einmal näher aufzeigen.
Warum Datadog einen echten Burggraben aufgebaut hat
Die Digitalisierung der Wirtschaft nimmt weiter Fahrt auf. Unternehmen verlagern Anwendungen in die Cloud, entwickeln Software immer schneller und setzen zunehmend auf Künstliche Intelligenz. Gleichzeitig wächst die technische Komplexität rasant. Genau an dieser Stelle setzt Datadog an.
Die eigene Plattform überwacht Anwendungen, Server, Datenbanken, Netzwerke und Cloud-Dienste in Echtzeit. Fehler lassen sich schneller erkennen, Ausfälle vermeiden und die Leistung von Software kontinuierlich verbessern. Für viele Unternehmen ist Datadog deshalb längst keine nette Zusatzlösung mehr, sondern ein zentraler Bestandteil ihrer IT-Infrastruktur.
Genau daraus entsteht die eigentliche Equity Story. Je mehr Anwendungen und Systeme Kunden über Datadog verwalten, desto größer wird der Nutzen der Plattform.
Gleichzeitig gibt es Wechselkosten. Ein Umstieg auf einen Wettbewerber wäre zeitaufwendig, teuer und mit operativen Risiken verbunden. Es ist genau dieser hohe Lock-in-Effekt, der einen wirtschaftlichen Burggraben bildet und sich in einer außergewöhnlich hohen Kundenbindung widerspiegelt.
Hinzu kommt das starke Land-and-Expand-Modell. Viele Kunden starten mit einer einzelnen Lösung und erweitern ihre Nutzung im Laufe der Zeit um zusätzliche Produkte.
Mit dem eigenen Ökosystem wächst so der Umsatz mit und zwar deutlich schneller als die reine Kundenzahl. Dieser Mechanismus hat Datadog über Jahre hinweg hohe Wachstumsraten ermöglicht.
Positiv ist, dass sich das Umsatzwachstum zuletzt auf hohem Niveau stabilisiert hat. Die Sorgen bezüglich KI-Disruptionen scheinen aktuell übertrieben.
Gleichzeitig zeigt sich, dass der Free Cashflow durch die Decke geht. Fast eine Milliarde US-Dollar wurde über die letzten zwölf Monate an freien Mittelzuflüssen generiert.
Auch die langfristigen Wachstumstreiber sprechen für das Unternehmen. So befindet sich die Cloud-Migration immer noch in einem frühen Stadium.
Gleichzeitig sorgen Cybersecurity, Observability und vor allem Künstliche Intelligenz für immer größere Datenmengen und komplexere IT-Landschaften. Genau diese Entwicklung erhöht den Bedarf an intelligenter Überwachungssoftware – und hier spielt Datadog eine wichtige Rolle.
Steht der Plattformbetreiber erst am Anfang einer Erfolgsgeschichte?
Ob Datadog tatsächlich einmal zu den ganz großen Börsengewinnern gehören wird, kann heute niemand seriös vorhersagen. Fest steht jedoch, dass das Unternehmen einen riesigen Zukunftsmarkt adressiert, über einen starken Burggraben verfügt, profitabel wächst und gleich von mehreren Megatrends profitiert. Dabei waren es genau solche Unternehmen, die in der Vergangenheit über viele Jahre hinweg überdurchschnittliche Renditen erzielten.
Der Artikel 10.000 %-Aktien muss man früh erkennen: Diese Aktie könnte dazugehören! ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.