Die Aktie von monday.com ist dieses Jahr eingebrochen und spiegelt die Entwicklung anderer Softwareunternehmen wider. Sie ist in diesem Jahr um 51 % gefallen und in den letzten sechs Monaten um 44 %. Dieser Rückgang setzte sich heute, am 22. Juli, fort, als das Unternehmen ankündigte, 20 % seiner Belegschaft zu entlassen, da es KI stärker in seine Abläufe integriert.

Monday.com-Aktie fällt angesichts von Befürchtungen einer SaaS‑Pokalypse

Monday ist ein führendes Softwareunternehmen, das täglich von Tausenden genutzt wird. Mehr als 60 % der Unternehmen im Fortune 500 verwenden es, darunter bekannte Namen wie Coca‑Cola, Vistra, Universal Music Group und Lionsgate.

Es bietet Lösungen im CRM‑ und IT‑Support‑Bereich sowie Entwicklerwerkzeuge im Software‑as‑a‑Service‑(SaaS‑)Modell. Zuletzt brachte das Unternehmen eine Vibe‑Coding‑Lösung auf den Markt, mit der Entwickler Anwendungen erstellen können.

Der MNDY‑Kurs ist in diesem Jahr eingebrochen, da Befürchtungen bestehen, dass Softwareunternehmen durch Werkzeuge der künstlichen Intelligenz (KI) ersetzt werden könnten. Das erklärt, warum andere bekannte SaaS‑Firmen wie Adobe, Figma, ServiceNow und Workday in diesem Jahr stark gefallen sind.

Diese Befürchtungen verstärkten sich in diesem Monat, nachdem IBM seine Finanzergebnisse veröffentlicht hatte, die zeigten, dass Kunden Hardwarekäufe gegenüber Software priorisieren. Dieser Trend setzte sich heute fort, nachdem Berichte aufkamen, dass IBM 20 % seiner Mitarbeiter entlässt.

Entlassungen können ein Anzeichen dafür sein, dass das Management eine Verschlechterung erwartet. In einigen Fällen können sie jedoch auch darauf hinweisen, dass das Management einen Weg gefunden hat, die Profitabilität zu steigern.

Das Geschäft von Monday läuft gut

Positiv ist, dass die jüngsten Zahlen zeigten, dass das Geschäft des Unternehmens solide läuft. Der Umsatz stieg um 24 % auf 351 Mio. USD, während die Kunden, die über 50.000 USD pro Jahr zahlen, um 32 % zunahmen. Die Kunden, die 100.000 USD pro Jahr zahlen, stiegen auf 1.844 von 1.328 im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Das Management rechnet damit, dass der Übergang zu einem verbrauchsabhängigen Preismodell das Umsatzwachstum weiter unterstützen wird. Für Neukunden wurde die neue Seats‑plus‑Credits‑Preisstruktur eingeführt. Das Ziel ist, künftig alle Bestandskunden auf dieses System umzustellen.

Auch die Gewinne von Monday stiegen weiter, das operative Ergebnis erreichte im Quartal 49 Mio. USD. Analysten erwarten, dass das Wachstum im zweistelligen Bereich anhalten wird. 

Der Durchschnittsschätzwert geht davon aus, dass der Umsatz im zweiten Quartal um 18,9 % auf 355 Mio. USD gestiegen ist. Für das dritte Quartal wird ein Anstieg um 17 % auf 370 Mio. USD erwartet, während der Jahresumsatz um 19 % auf 1,47 Mrd. USD klettern soll.

Monday hat sich wie andere Softwareunternehmen ebenfalls stark unterbewertet; das voraussichtliche Kurs‑Gewinn‑Verhältnis (Forward P/E) liegt bei 16. Der S&P‑500 weist ein Multiple von 20 auf. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Aktie zurückspringt, wenn Investoren den Rückgang zum Kauf nutzen.

Technische Analyse des MNDY-Aktienkurses

MNDY-Aktie

Chart der Monday‑Aktie | Quelle: TradingView

Der Wochenchart zeigt, dass der MNDY‑Kurs in diesem Jahr kräftig zurückgegangen ist. Nach dem Hoch von 342 USD im Februar des Vorjahres fiel er im April auf ein Tief von 58 USD. 

Ein genauerer Blick zeigt, dass die Aktie nach Quartalszahlen regelmäßig mit Kurslücken nach unten reagiert. Jetzt ist sie an einem entscheidenden Unterstützungsniveau angekommen, das mit dem Tief von 2022 zusammenfällt. 

Positiv ist, dass die Aktie eine Island‑Reversal‑Formation ausgebildet hat, ein Zeichen dafür, dass kurzfristig eine Erholung möglich ist. Sollte dies eintreten, ist die nächste wichtige Marke bei 100 USD zu beobachten. Ein Fall unter das Jahres‑Tief von 58 USD würde auf weiteres Abwärtspotenzial hindeuten.

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