Nichts ist so schwer wie eine Prognose des Goldpreises. Zu viele Einflussfaktoren und eine Handvoll Gründe, warum das Edelmetall in jedem Depot seinen Platz findet. Denn Gold rückt heute von der klassischen Diversifikations-Eigenschaft zur zentralen Währung einer neuen Ära von geopolitischen Konflikten, Spannungen im Geldsystem und überbordenden Spekulationen. Befragt man Investmentbanken, dann sagen bullishe Abteilungen: „6.000 USD/Unze ist nicht das Ende, sondern der Startpunkt“. So sitzen Deutsche Bank, Société Générale und J.P. Morgan ausnahmsweise in einem Boot und prognostizieren bis Ende 2026 mit 6.000 bis 6.300 USD/Unze. Ein klares Signal, denn die Rallye ist nach der Seitwärtskonsolidierung seit Januar wieder weit vom Verlaufshoch bei rund 5.400 USD abgeprallt. Weiterhin erzeugt die US-Fiskalpolitik Druck auf den Dollar und die geopolitischen Risiken werden immer weniger als „vorübergehend“ interpretiert. In der zweiten Reihe stehen Goldman Sachs, Morgan Stanley und Citi mit 5.400 bis 5.700 USD/Unze. Aus heutiger Sicht immerhin wieder 30 bis 40 % höher. Produzenten, Vermögensverwalter und Privatanleger stellen sich sukzessive auf ein neues Preisniveau um, denn sie sind von einer aktiven Rendite überzeugt. Gold ist daher nicht nur ein Rohstoff, sondern ein geopolitischer Lagerplatz für Liquidität und Vertrauen. Wie geht es weiter?
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