Alibaba shrinks workforce amid AI shift and weak earnings

Der Hang-Seng-Index setzte diese Woche seinen starken Abwärtstrend fort und erreichte den niedrigsten Stand seit Juni letzten Jahres. Der HSI fiel an acht aufeinanderfolgenden Tagen und liegt fast 20 % unter seinem Höchststand in diesem Jahr. 

Der Hang-Seng-Index hat sich von anderen globalen Indizes wie dem Nikkei 225 und dem Kospi abgekoppelt, die auf Rekordstände gestiegen sind. Schlimmer noch: Er hat ein Todeskreuz ausgebildet, was auf weiteres Abwärtspotenzial hindeutet. 

Hang-Seng-Index fällt im Streit zwischen Alibaba und Anthropic

Ein wesentlicher Grund für den heutigen Einbruch des Hang-Seng-Index ist ein Streit zwischen Alibaba, einem führenden chinesischen Technologiekonzern, und Anthropic. Die Alibaba-Aktie fiel um über 4,2 % und gehörte zu den größten Verlierern im Index. 

Sie hat sich seit ihrem Höchststand im Oktober letzten Jahres um 50 % verbilligt. Der Großteil des Rückgangs begann, nachdem der Nettogewinn im ersten Quartal um über 80 % eingebrochen war. 

Nun hat Anthropic Alibaba beschuldigt, systematisch und ‚dreist‘ sowie ‚rechtswidrig‘ seine KI-Fähigkeiten zu extrahieren. Das Unternehmen erhob diese Vorwürfe in einem Schreiben an die Senatoren Tim Scott und Elizabeth Warren.

Konkret warnt Anthropic, Alibaba betreibe ‚distilling‘ — einen Prozess, bei dem aus den Ausgaben eines bestehenden Modells ein kleineres, weniger leistungsfähiges Modell aufgebaut wird. In diesem Fall habe man festgestellt, dass Alibaba-Einheiten etwa 28,8 Millionen Interaktionen mit seinen Modellen über mehr als 25.000 Konten durchgeführt haben. 

Die neuen Vorwürfe könnten dazu führen, dass Alibaba von der US-Regierung in verschiedener Weise ins Visier genommen wird. Beispielsweise könnte das Unternehmen von einer Liste von zehn chinesischen Firmen gestrichen werden, die zum Kauf von Nvidia-Chips berechtigt sind.

Xiaomi-Aktie rutscht nach Micron-Zahlen

Unterdessen zog sich der Kurs von Xiaomi um über 3,5 % zurück und gehört in diesem Jahr zu den größten Verlierern im Hang-Seng-Index. Er liegt mehr als 50 % unter seinem Höchststand im Jahr 2025. 

Die Xiaomi-Aktie fiel, nachdem die jüngsten Zahlen von Micron weitere Hinweise auf den Zustand der Speicherbranche lieferten. Diese zeigten, dass die Nachfrage nach Speicher stark gestiegen ist, was langfristig zu höheren Preisen führen dürfte.  

Die stark steigenden Speicherpreise haben Xiaomi erheblich belastet, unter anderem durch Einbußen bei Gewinn und Umsatzwachstum. Die jüngsten Ergebnisse zeigten, dass der Umsatz im ersten Quartal um 10,9 % zurückging. Ebenso sank der Gewinn für den Zeitraum um 56,5 %. 

Unterdessen stürzte der Kurs von Trip.com heute um über 10 %, als Anleger auf den Earnings-Report reagierten. Während der Umsatz um 17 % zunahm, blieben die Gewinne je Aktie hinter den Erwartungen zurück. 

Zu den weiteren größten Verlierern im Hang-Seng-Index gehörten Unternehmen wie Sunny Optical, CMOC Group, Laopu Gold, China Hongkiao und Zijin Mining. Bei Zijin Mining brachen die Aktien ein, da die Metallpreise nachgaben. 

Technische Analyse des Hang-Seng-Index

Hang Seng

HSI-Index-Chart | Quelle: TradingView

Das Tageschart zeigt, dass der Hang-Seng-Index in den vergangenen Monaten in einem starken Abwärtstrend war. Er bildete ein Todeskreuz, als sich der 50-Tage- und der 200-Tage-Durchschnitt kreuzten. Dieses Muster trat am 17. Juni auf und gilt als eines der bärischsten Signale.

Der Index bildete außerdem eine Kopf-Schulter-Formation, ein gängiges bärisches Zeichen in der technischen Analyse. Zudem ist der Average Directional Index (ADX) stark gestiegen, ein Hinweis darauf, dass sich der Crash beschleunigt.

Daher ist der Pfad des geringsten Widerstands nach unten gerichtet; das nächste wichtige Ziel, das zu beobachten ist, liegt bei $22,000. 

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