Trump Xi Jinping

Der Hang Seng und der Shanghai Composite bewegten sich am Donnerstag in einer engen Spanne, während Anleger auf den Gipfel zwischen Donald Trump und Xi Jinping in Peking warteten. Sie notierten bei H$26,388 bzw. CNY 4,242.

Chinesische Aktien schwanken vor Trump‑Xi‑Gipfel 

Der Shanghai Composite und der Hang Seng bewegten sich seitwärts, während Anleger auf den ersten Gipfel zwischen Trump und Jinping warteten. 

Die beiden Staats- und Regierungschefs haben viel zu besprechen, darunter Handel und der anhaltende US‑Iran‑Konflikt, der die Energiepreise deutlich nach oben getrieben hat. Brent und West Texas Intermediate (WTI) haben sich beide über dem wichtigen Widerstand bei $100 eingependelt.

Daten, die diese Woche veröffentlicht wurden, zeigten, dass die US‑Inflation angezogen hat: Der Verbraucherpreisindex (CPI) kletterte auf 3,8% und der Erzeugerpreisindex (PPI) erreichte 6%.

Trump sagte, er werde mit Xi lange über Iran sprechen, in der Hoffnung, dass der chinesische Präsident den Iranern helfen könne, eine Einigung zu erzielen. In der Realität dürfte das allerdings schwierig werden, da China ein längeres Fortbestehen des Konflikts tolerieren könnte, was den wichtigsten Wettbewerber weiterhin schwächen würde.

Die beiden Seiten werden auch Handelsfragen erörtern, mit dem Ziel, ihre Volkswirtschaften weiter zu öffnen. Trump, der von mehreren Milliardären begleitet wird, hat erklärt, er wolle, dass China seine Wirtschaft für die USA öffnet. Peking hat stets betont, offen für Geschäfte zu sein, wie der Erfolg von Tesla und Apple dort zeigt.

Trump deutete an, er sei offen dafür, die US‑Wirtschaft für mehr chinesische Fertigungsunternehmen zu öffnen – ein Schritt mit beidseitigen Vorteilen. China würde so mehr Fuß in den USA fassen, während die USA von zusätzlicher Fertigungsaktivität profitieren könnten.

Am wichtigsten ist, dass Trump versuchen wird, die entscheidende Versorgung mit chinesischen Seltenen Erden zu sichern, die für die Fertigungsindustrie unerlässlich sind.

Die beiden zentralen Unternehmen, die es beim Gipfel zu beobachten gilt, sind Boeing und NVIDIA. Von China wird eine große Boeing‑Bestellung erwartet, während NVIDIA wahrscheinlich profitieren würde, falls eine Einigung über Lieferungen erzielt wird.

Ergebnisse von Tencent, JD und Alibaba

Die Indizes Hang Seng und Shanghai Composite reagieren zudem auf die wichtigsten Quartalszahlen der größten chinesischen Unternehmen.

Die Tencent‑Aktie verbleibt in einem Bärenmarkt, nachdem sie von ihrem diesjährigen Höchststand um über 32% gefallen ist, trotz starker Zahlen und erhöhter Aktienrückkäufe. Der Umsatz stieg um 9%, der Nettogewinn um 11% vor dem Hintergrund starker Fortschritte bei der KI.

Alibaba hingegen legte deutlich zu, da das Unternehmen wegen seiner KI‑Investitionen eine positive Perspektive beibehielt. Die Aktie stieg, obwohl das Management einen deutlichen Gewinnrückgang meldete: Das EBITDA fiel um 84% im Jahresvergleich. Der Cloud‑Umsatz stieg um 38% YoY.

Unterdessen sprang die JD.com‑Aktie in Hongkong und in den USA, nachdem das Unternehmen sein Wachstum fortgesetzt hatte. Der Umsatz stieg im Quartal um 12%.

Weitere chinesische Unternehmen wie Baidu, NetEase, Lenovo und Meituan werden später in diesem Monat ihre Finanzzahlen veröffentlichen.

Chinesische Aktien hinken in diesem Jahr weiterhin ihren US‑Konkurrenten hinterher: Der Hang Seng Index stieg um 4% und der Shanghai Composite um über 8%. Im Gegensatz dazu kletterten führende US‑Indizes wie der Nasdaq 100 und S&P 500 auf Rekordhöhen.

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