
US-Softwareaktien haben Anfang 2026 eine heftige Bewertungsbereinigung erlitten.
Anhaltende Inflationsdaten und verschobene Zinserwartungen, insbesondere vor dem Hintergrund des Iran-Konflikts, haben die erwarteten Multiplikatoren stark zusammengepresst und Anleger dazu veranlasst, sich aus hochvolatilen Cloud-Titeln zu drehen.
Trotzdem hat Ritholtz-CEO Josh Brown nicht bei allen aufgegeben. Es gibt noch ein verstecktes Juwel, auf das er weiterhin positiv gestimmt ist – Zoom Communications Inc (NASDAQ: ZM).
Hier sind Browns drei Hauptgründe, konstruktiv gegenüber den Aktien von ZM zu bleiben, die bereits auf einem 52-Wochen-Hoch notieren.
Anthropic-Investment: wichtiger Positivfaktor für Zoom-Aktien
Josh Browns Einschätzung der Zoom-Aktie stützt sich teilweise auf den bislang unterschätzten Wert der strategischen Beteiligung des Unternehmens am KI-Forschungslabor Anthropic.
Im Jahr 2023 investierte der Corporate-Venture-Arm des Unternehmens rund 51 Millionen USD (ca. 44,5 Millionen €) in Anthropic, eine Beteiligung, die Wall-Street-Analysten heute auf bis zu 4 Milliarden USD (ca. 3,5 Milliarden €) schätzen könnten.
Und das dürfte vermutlich noch nicht das Ende sein. Aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass Anthropic die Voraussetzungen für einen Börsengang (IPO) mit einer Bewertung von mehr als 900 Mrd. $ schafft, möglicherweise bereits im Oktober 2026.
Damit könnte es OpenAI als wertvollstes privates KI-Unternehmen überholen – was Zoom Communications als wachstumsstarkes, von KI gehebtes Investment deutlich attraktiver machen würde.
Bilanzstärke macht ZM-Aktien attraktiv
In einem restriktiven makroökonomischen Umfeld, in dem steigende Zinskosten die Profitabilität verlustreicher Softwarewerte weiter schmälern, erscheint die ZM-Aktie aufgrund des robusten Liquiditätsprofils des Unternehmens attraktiv.
Zoom beendete sein Geschäftsjahr 2026 mit beeindruckenden 7,8 Milliarden USD (ca. 6,8 Milliarden €) an Barmitteln und handelbaren Wertpapieren – bei keinerlei langfristigen Schuldenverpflichtungen.
Das half dem an der Nasdaq notierten Unternehmen, beeindruckende 1,9 Milliarden USD (ca. 1,7 Milliarden €) an Free Cash Flow für das Gesamtjahr zu erwirtschaften, was einem Anstieg von 6,4% gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Das Management von ZM setzt dieses Kapital aggressiv zur Steigerung des Shareholder Value ein – das Unternehmen erweiterte im November 2025 sein Rückkaufprogramm um satte 1 Milliarden USD (ca. 872,3 Millionen €).
Das ist Browns zweiter Grund, gegenüber Zoom Communications weiterhin positiv eingestellt zu bleiben.
Technische Indikatoren sprechen für eine Investition in Zoom Communications
Schließlich hat sich das technische Profil der ZM-Aktie dramatisch gewandelt, von einem „unordentlichen“ Nachzügler, der vom SAASmageddon-Ausverkauf getroffen wurde, hin zu einem Momentum-Leader.
Nachdem sie im Februar ihre 200-Tage-Durchschnittslinie (MA) durchbrochen hatte, fiel die Aktie zunächst nahe $74 auf ein Tief, bevor sie eine starke Erholung startete, die in einem Ausbruch über die „psychologisch bedeutsame“ Marke von $100 gipfelte.
Diese Bewegung, getragen von signifikantem Volumen, hat den Relative Strength Index (RSI) von Zoom auf 77 getrieben und signalisiert damit kräftigen Kaufdruck.
Entscheidend ist, dass sich die 50- und 200-Tage-MAs um etwa $83 angenähert haben und so eine dichte Unterstützungszone bilden.
Laut Josh Brown stellt diese Zone den entscheidenden Wendepunkt dar, um das Risiko in dem neu bestätigten Aufwärtstrend des in San Jose ansässigen Zoom Communications Inc. zu definieren.
The post Josh Brown hat nur noch einen Software-Titel in seiner 'Top-Aktien'-Liste appeared first on Invezz