FTX founder Sam Bankman-Fried’s retrial bid rejected

Die Bemühungen des ehemaligen FTX-Chefs Sam Bankman-Fried, seine Betrugsverurteilung aufzuheben oder das Verfahren wieder zu eröffnen, haben einen weiteren Rückschlag erlitten, nachdem ein US-Bundesgericht seinen Antrag auf ein neues Verfahren abgelehnt hat.

Die Entscheidung bestärkt seine frühere Verurteilung im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch von FTX, die weiterhin zu den größten Finanzbetrugsfällen der Digital-Asset-Branche zählt.

Bankman-Fried, einst als zentrale Figur im Kryptosektor angesehen, verbüßt derzeit eine 25-jährige Haftstrafe nach seiner Verurteilung wegen mehrerer betrugsbezogener Anklagen.

Mit seinem jüngsten Antrag wollte er dieses Urteil anfechten, doch das Gericht sah keine ausreichende Grundlage, den Fall erneut zu prüfen.

Gericht weist Antrag auf Neuprozess zurück

Die Entscheidung wurde von US-Distriktrichter Lewis Kaplan erlassen, der auch den ursprünglichen Prozess leitete.

Bankman-Fried hatte geltend gemacht, ein Neuprozess sei aufgrund dessen erforderlich, was er als neue Beweismittel und Zeugenaussagen darstellte, die die Entscheidung der Jury hätten beeinflussen können.

Das Gericht wies dieses Argument jedoch zurück.

Richter Kaplan befand, dass die von der Verteidigung vorgelegten Informationen nicht als neu entdeckte Beweismittel galten.

Nach den Feststellungen des Gerichts waren die von Bankman-Fried genannten Zeugen und Unterlagen bereits während des ursprünglichen Verfahrens bei ihm bekannt.

Das Urteil betonte, dass die Verteidigung ausreichend Gelegenheit gehabt habe, diese Informationen während des Erstverfahrens zu beschaffen oder vorzulegen, dies jedoch versäumte.

Auf dieser Grundlage kam das Gericht zu dem Schluss, dass es keine rechtliche Rechtfertigung gebe, das Urteil aufzuheben oder einen Neuprozess anzuordnen.

Das Gericht lehnte auch den Versuch von Bankman-Frieds Verteidigungsteam ab, den Antrag vor einer endgültigen Entscheidung zurückzuziehen.

Trotz dieses Antrags fuhr der Richter mit der Entscheidung fort und wies den Neuprozessantrag formell zurück.

Begründung des Richters und rechtliche Bewertung

Ein zentraler Punkt in der Gerichtsentscheidung war die Einstufung der sogenannten „neuen Beweismittel“.

Der Richter stellte fest, dass das Material nicht die rechtliche Schwelle für einen Neuprozess erfülle.

In US-Bundesstrafverfahren müssen neue Beweismittel typischerweise sowohl zuvor nicht verfügbar gewesen sein als auch geeignet sein, bei Vorlage vor einer Jury ein anderes Urteil herbeizuführen.

In diesem Fall stellte das Gericht fest, dass keine der beiden Voraussetzungen erfüllt war.

Der Richter stellte fest, dass Bankman-Fried zuvor Kenntnis von den Zeugen und Informationen gehabt habe, auf die er sich in seinem Antrag später stützte, was die Behauptung untergrabe, die Beweise seien tatsächlich neu oder hätten nicht früher vorgebracht werden können.

Das Urteil spiegelte zudem Skepsis gegenüber der weitergehenden Absicht des Antrags wider.

Das Gericht wies darauf hin, dass die vorgebrachten Argumente kein prozessuales Unrecht oder einen rechtlichen Fehler in einem solchen Ausmaß belegten, dass ein Neuprozess gerechtfertigt wäre.

Folglich bleibt die ursprüngliche Verurteilung bestehen.

Die Verurteilung von Bankman-Fried geht auf den Zusammenbruch von FTX im Jahr 2022 zurück, als die Börse eine plötzliche Liquiditätskrise erlitt, die erhebliche finanzielle Misswirtschaft und den Missbrauch von Kundengeldern offenlegte.

Die Folgen führten zu Verlusten in Milliardenhöhe für Anleger und Kunden.

Der Berufungsweg bleibt der letzte Ausweg

Obwohl der Neuprozessversuch abgelehnt wurde, ist das rechtliche Verfahren nicht vollständig abgeschlossen.

Bankman-Fried hat weiterhin eine Berufung beim US Court of Appeals for the Second Circuit anhängig.

Diese Berufung stellt seinen primären verbliebenen Rechtsweg dar, sowohl die Verurteilung als auch das Strafmaß anzufechten.

Sein Verteidigungsteam dürfte weiterhin vorbringen, dass Verfahrensfehler im ursprünglichen Prozess das Ergebnis beeinflusst hätten. Die Zurückweisung des Neuprozessantrags durch das Bezirksgericht verengt jedoch den Umfang der vorbringbaren Argumente.

Für den Moment bleibt die Verurteilung von Bankman-Fried bestehen, seine 25-jährige Haftstrafe bleibt in Kraft, und das Gericht hat klargestellt, dass die Schwelle für die Wiedereröffnung des Falls nicht erreicht wurde.

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