three large cap ai stocks still bargain for long term investors

Der US-Aktienmarkt hat in den letzten Jahren eine massive Kapitalumverteilung hin zu Aktien der Infrastruktur für künstliche Intelligenz (KI) erlebt.

Dabei ist ein Paradoxon entstanden – mehrere der unentbehrlichsten Marktführer der Branche werden weiterhin zu Bewertungen gehandelt, die offenbar ihre mehrjährigen Wachstumsperspektiven nicht angemessen berücksichtigen.

Für disziplinierte Investoren finden sich Schnäppchen nicht mehr in angeschlagenen Assets, sondern bei großkapitalisierten Unternehmen, deren Marktpreis außergewöhnliche Auftragsbestände und Angebotsengpässe nicht ausreichend widerspiegelt.

Drei solcher Picks sind Microsoft, Micron und Nvidia – ein Dreiklang fundamentaler Investments, der die Cloud-, Speicher- und Compute‑Ebenen abdeckt und derzeit seltene Einstiegsgelegenheiten bietet.

Eine einfache Analyse ihres voraussichtlichen KGV im Verhältnis zu den projizierten CapEx‑Zyklen bis Ende dieses Jahrzehnts liefert ein durchaus überzeugendes Argument für langfristiges Aufstocken.

Microsoft (MSFT): Nutzung eines $625 billion großen Auftragsbestands

Microsoft-Aktie bleibt ein Eckpfeiler der generativen KI‑Wirtschaft, vor allem durch Azures Rolle als die notwendige Rechenleistung für unternehmensreife Modelle.

Trotz seiner Marktdominanz weist MSFT derzeit eine attraktive Bewertungsanomalie auf – gemessen am operativen KGV, das die Kernprofitabilität von volatilen Anlagegewinnen isoliert – und handelt auf Niveaus, die an den Tiefpunkt von 2023 erinnern.

Und das, obwohl der Gigant einen bemerkenswerten 625 Milliarden USD (ca. 545,2 Milliarden €) kommerziellen Auftragsbestand vorweisen kann, der ein Maß an Umsatzsichtbarkeit bietet, das nur wenige Konkurrenten erreichen.

Während Unternehmen von KI‑Experimenten zur flächendeckenden Implementierung übergehen, positioniert MSFT seine Fähigkeit, zusätzliche Margen über die Partnerschaft mit OpenAI zu erzielen, als ein defensives Wachstumsinvestment, das offen erkennbar ist.

Micron (MU): profitiert von einem HBM‑Angebotsdefizit

Micron befindet sich in einem grundlegenden Wandel von einem zyklischen Commodity‑Hersteller zu einem margenstarken Anbieter kritischer KI‑Infrastruktur.

Laut dem Konzern ist die gesamte Versorgung mit High‑Bandwidth‑Memory (HBM) für 2026 komplett ausverkauft, wobei die Preise bereits durch langfristige Verträge festgeschrieben sind.

Außerdem erwartet das Management, dass sich der addressierbare Gesamtmarkt (TAM) für HBM von etwa 35 Milliarden USD (ca. 30,5 Milliarden €) im letzten Jahr auf über 100 Milliarden USD (ca. 87,2 Milliarden €) innerhalb der nächsten drei Jahre explosionsartig ausdehnt.

Trotz dieser strukturellen Rückenwinde und der beeindruckenden Wachstumsrate im Jahresvergleich werden MU‑Aktien nur mit einem voraussichtlichen KGV von 8,4 gehandelt.

Das spiegelt ein „zyklisches Stigma“ wider, das die ungewöhnliche Beständigkeit der KI‑getriebenen Speichernachfrage außer Acht lässt und einen Deep‑Value‑Einstieg in die Hardware‑Schicht bietet.

Nvidia (NVDA): ein bemerkenswerter $1 trillion Auftragsbestand

Nvidias Status als wertvollstes Unternehmen der Welt verdeckt oft seine grundsätzliche Erschwinglichkeit.

Während Kritiker seinen kometenhaften Aufstieg anführen, preist der Markt derzeit ein Erfolgssplateau nach 2026 ein — eine Projektion, die im Widerspruch zu einem massiven 1 Billionen USD (ca. 872,3 Milliarden €) Auftragsbestand für seine Blackwell‑ und Rubin‑Architekturen bis 2027 steht.

Mit 216 Milliarden USD (ca. 188,4 Milliarden €) Umsatz in den letzten zwölf Monaten geht NVDA in eine Ära beispiellosen Umfangs über.

Bemerkenswerterweise wird die KI‑Aktie mit etwa 26x voraussichtlichem KGV gehandelt, was nur einen kleinen Aufschlag gegenüber dem Benchmark‑Index S&P 500 darstellt.

Da Nvidia die Compute‑Ebene der digitalen Infrastruktur des nächsten Jahrzehnts monopolisiert, deutet diese Bewertung darauf hin, dass es sich tatsächlich um eine Chance für „Wachstum zu einem vernünftigen Preis“ handelt.

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