
Der Workday-Aktienkurs setzt seinen starken Kurssturz in diesem Jahr fort und notiert nun auf dem niedrigsten Stand seit April 2020. Er ist in den letzten vier Monaten in Folge gefallen und liegt 61.95% unter seinem Allzeithoch.
Workday-Aktie ist angesichts der SaaSpocalypse-Bedenken zu einem Schnäppchen geworden
Der WDAY-Aktienkurs befindet sich in den vergangenen Monaten im starken Kurssturz vor dem Hintergrund anhaltender SaaSpocalypse-Bedenken. Analysten und Anleger gehen davon aus, dass SaaS-Unternehmen unter Druck geraten könnten, sobald neue KI-Tools auf den Markt kommen.
Der Ausverkauf hat das Unternehmen nach den meisten Kennzahlen stark unterbewertet gemacht. Beispielsweise ist das voraussichtliche Non-GAAP-Kurs-Gewinn-Verhältnis auf 12 gefallen, deutlich unter dem Median des Sektors von 21. Sein Fünfjahresdurchschnitt liegt bei 44, was bedeutet, dass die Aktie mit einem Abschlag von 72% gehandelt wird.
Ähnliches gilt für das voraussichtliche EV/EBITDA-Multiple von 8.83, das ebenfalls unter dem Sektormedian von 12.8 liegt. Diese Kennzahlen deuten darauf hin, dass das Unternehmen seit Jahren nicht mehr so günstig bewertet war.
In großem Umfang lassen sich diese Bewertungen nicht rechtfertigen, da das Geschäft des Unternehmens weiterhin solide läuft und seine Dienste durch KI nicht leicht zu ersetzen sind. Zum einen sind die Anwendungsbereiche sehr schwer zu entwickeln. In der letzten Ergebnismitteilung sagte der Gründer und CEO :
„Dies sind echte Aufzeichnungssysteme, die Transaktionen mit absoluter Genauigkeit und Geschwindigkeit verarbeiten, komplexe Sicherheitsmodelle durchsetzen und weltweit gesetzliche sowie regulatorische Anforderungen erfüllen müssen.“
Die Zahlen zeigten, dass der Umsatz im vierten Quartal um 14.5% auf über $2.52 billion stieg, während die operative Marge auf 6.9% zunahm. Auch der freie Cashflow stieg um 18.8% auf $1.21 billion.
Für das Jahr erhöhte sich der Umsatz des Unternehmens um 13.1% auf $9.52 billion, während der freie Cashflow um 26.7% auf $2.77 billion anstieg.
Am bemerkenswertesten ist, dass Analysten davon ausgehen, dass der zweistellige Wachstumstrend des Unternehmens anhalten wird. Die durchschnittliche Schätzung lautet, dass der Jahresumsatz in diesem Jahr um 11% auf $10.6 billion steigen wird, gefolgt von weiteren 11% auf $11.6 billion.
Gleichzeitig nutzt das Management den günstigen Aktienkurs, um weitere Aktien zurückzukaufen. Im vierten Quartal wurden $1.5 billion für Rückkäufe ausgegeben und $2.9 billion für das Gesamtjahr. Diese Rückkäufe dürften auch künftig fortgesetzt werden und das Ergebnis je Aktie stützen.
Technische Analyse des Workday-Aktienkurses

WDAY-Aktienchart | Quelle: TradingView
Obwohl die Workday-Aktie ein Schnäppchen ist, deuten die technischen Indikatoren darauf hin, dass sie kurzfristig weiter fallen dürfte. Der Monatschart zeigt, dass sich ein großes Doppeltop gebildet hat, ein häufiges bearishes Umkehrsignal in der technischen Analyse. Der Kurs ist nun leicht unter die Nackenlinie bei $128.33 gefallen, was die negative Perspektive bestätigt
Die Aktie hat außerdem ein invertiertes Tassen‑und‑Henkel‑Muster ausgebildet, ein weiteres häufiges bearishes Fortsetzungssignal in der technischen Analyse.
Daher ist die wahrscheinlichste Prognose bärisch, wobei das nächste wichtige Ziel die psychologische Marke bei $100 ist, die mit dem 78.6% Fibonacci-Retracement-Level zusammenfällt.
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