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Palantir Technologies (NASDAQ: PLTR) sank am 9. April um 6 %, als der Markt mit einer neuen Welle des Skeptizismus des „Big Short“-Investors Michael Burry rang.

Investoren scheinen ihre Exponierung gegenüber PLTR nach Burrys jüngster Kritik zu reduzieren, die speziell die Marktdominanz des Unternehmens infrage stellte.

Weiteren Druck auf die Aktie übte ein von Pakistan vermittelte Waffenstillstandsabkommen zwischen den USA und Iran aus, das die geopolitischen Spannungen dämpfte und damit die historisch den Verteidigungsaktien stützende „Kriegsprämie“ schwinden ließ.

Die Palantir-Aktie ist 2026 eine große Enttäuschung für Anleger gewesen und liegt derzeit rund 22 % unter dem Stand zu Jahresbeginn.

Palantir-Aktie fällt, als Burry seinen Burggraben ins Visier nimmt

Während Burry PLTR-Anteile zuvor mit technischen Head-and-Shoulders-Formationen und buchhalterischen Einwänden attackierte, stellt diese jüngste Warnung einen grundsätzlicheren Richtungswechsel in seiner bärischen Einschätzung dar.

Statt sich auf Mathematik oder Charts zu konzentrieren, zielt Burry nun auf Palantirs Wettbewerbsvorteil ab und behauptet, die KI-Firma Anthropic „frisst ihm effektiv das Geschäft weg“.

Indem er argumentiert, dass Anthropic für den Unternehmensbereich eine intuitivere, kostengünstigere und funktionalere Alternative bietet, demontiert Burry die langjährige Erzählung, wonach PLTR die „einzige“ brauchbare Wahl für komplexe Datenintegration sei.

Dieser Strategiewechsel deutet darauf hin, dass die größte Bedrohung für Palantir möglicherweise nicht der hohe Preis ist, sondern eine agilere Generation spezialisierter KI-Konkurrenten.

Drei strukturelle Risiken für PLTR-Aktien in 2026

Abgesehen von Burrys Skepsis beginnen drei unterschiedliche strukturelle Risiken, die Palantir-Aktie zu belasten.

Erstens sieht sich das Unternehmen einer erheblichen Bündelungsbedrohung durch Hyperscaler wie Microsoft, AWS und Google ausgesetzt. Diese Giganten integrieren zunehmend KI-Workflow-Tools direkt in ihre bestehenden Cloud-Verträge, oft zu marginalen Kosten, die Palantirs maßgeschneidertes, serviceintensives Modell teuer erscheinen lassen.

Zweitens schaffen geopolitische Spannungen im Ausland eine „Wachstumsgrenze“. Während die Inlandsnachfrage nach wie vor sehr hoch ist, ist das internationale kommerzielle Wachstum ins Stocken geraten, da europäische und britische Regulierer „souveräne KI“-Rahmenwerke und lokale Anbieter gegenüber westlich ausgerichteten Plattformen bevorzugen.

Schließlich könnte eine Verlagerung der Staatsausgaben hin zu physischer Militärhardware und industrieller Kapazität, getrieben von der Notwendigkeit, Lagerbestände aufzufüllen, Mittel von den margenstarken Softwareverträgen abziehen, auf die Palantir für sein föderales Standbein angewiesen ist.

Palantir Technologies: eine Wette auf fehlerfreie Umsetzung

Die genannten Risiken sind für die PLTR-Aktie besonders relevant, da sie laut Marktbewertung „auf Perfektion eingepreist“ ist — mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 147x, das keinen Fehlerraum zulässt.

Dieses extremes Multiple ist in einem „höher-für-länger“-Zinsumfeld besonders verwundbar.

Mit der Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe nahe 4,3 % ist die Opportunitätskosten, teure Wachstumswerte zu halten, hoch; Anleger können garantierte Erträge anderswo sichern und gleichzeitig Aktienvolatilität vermeiden.

Darüber hinaus deutet anhaltende energiegetriebene Inflation — verbunden mit nachwirkender Instabilität im Nahen Osten — darauf hin, dass die Federal Reserve wohl nicht zeitnah zu Zinssenkungen übergehen wird. Solange die Zinsen erhöht bleiben, wird der Barwert von Palantirs zukünftigen Cashflows stark abdiskontiert.

Alles in allem: Wenn das Unternehmen in den kommenden Quartalen nicht eindeutig die Erwartungen übertrifft und seine Prognosen anhebt, könnte der Markt seine astronomische Bewertung nicht länger rechtfertigen und es zu einer schnellen und schmerzhaften Neubewertung kommen.

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