Der Kurs der Micron-Aktie sprang über $400, den höchsten Stand seit dem 24. März, und liegt deutlich über dem Jahres­tief von $315.

Diese Erholung könnte kurzfristig anhalten, unterstützt von einer großen Megaphon-Formation, während die Bewertungsmultiplikatoren fallen.

Der Kurs der Micron-Aktie hat eine große Megaphon-Formation ausgebildet 

Das Tages-Chart zeigt, dass die MU-Aktie in den letzten Tagen eine Erholung verzeichnete und sich von einem Tief von $314 am 31. März auf aktuell $406 bewegte.

Sie ist über das obere Ende der Trading Range des Murrey-Math-Lines-Tools bei $406 ausgebrochen.

Sie notierte außerdem weiterhin über den 50‑Tage- und 100‑Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitten (EMA), ein Zeichen dafür, dass die Bullen die Kontrolle behalten.

Am wichtigsten ist, dass die Aktie eine große Megaphon-Formation gebildet hat, ein in der technischen Analyse häufiges bullishes Fortsetzungssignal.

Diese Formation besteht aus einem aufsteigenden Dreieck, das in diesem Fall die seit Januar dieses Jahres registrierten Höchstswing verbindet. Die untere Begrenzung verbindet die Tiefststände seit dem 22. Januar.

Daher ist das wahrscheinlichste Szenario, dass die Aktie weiter steigt, wobei die Bullen das Allzeithoch von $468 – den höchsten Stand im März dieses Jahres – anvisieren.

Ein Anstieg über dieses Niveau würde auf weitere Gewinne hindeuten, möglicherweise bis zum extremen Überschießlevel von $562, knapp 40% über dem aktuellen Niveau.

Das bullishe Szenario für den Micron-Kurs wäre ungültig, falls er unter den 100‑Tage-Gleitenden Durchschnitt bei $343 fällt.

MU‑Kurschart | Quelle: TradingView 

Micron wird als Value-Aktie gehandelt 

Ein genauerer Blick auf die Fundamentaldaten zeigt, dass Micron, eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen in den USA, nun als Value-Aktie gehandelt wird.

Daten zeigen, dass das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (Forward-KGV) auf 6,52 gefallen ist, was unter dem Sektormedian von 21 liegt. Sein Multiple liegt deutlich unter dem 5‑Jahres-Durchschnitt von 74.

Das Forward-GAAP-KGV ist auf 6,55 gesunken, ebenfalls unter dem 5‑Jahres-Durchschnitt von 28.

Das Forward-PEG-Verhältnis, eine modifizierte Form des KGV, die das Wachstum berücksichtigt, brach auf 0,05 ein und liegt damit ebenfalls unter dem Sektormedian von 1,32.

Unterdessen weist die Rule-of-40-Kennzahl, die hauptsächlich zur Bewertung von Softwareunternehmen genutzt wird, darauf hin, dass das Unternehmen zu den größten Schnäppchen in den USA zählt.

Das erwartete Umsatzwachstum liegt bei 87%, während die Nettomarge bei 41% liegt, was eine Kennzahl von 128% ergibt. 

Diese Kennzahlen entstehen trotz der Tatsache, dass Micron eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen der Welt ist, da die Nachfrage nach Speicherchips weiter anhält.

Die jüngsten Ergebnisse zeigten, dass Microns Umsatz im Jahresvergleich (YoY) um 198% auf über $23.9 billion stieg, während die DRAM-Umsätze auf $18.8 billion anstiegen. Die NAND-Umsätze stiegen im Quartal auf über $5 billion.

Gleichzeitig erwarten Analysten, dass die kommenden Daten einen Umsatz von $33.38 billion ausweisen werden, ein Anstieg von 258% im Jahresvergleich.

Auch wird für das Jahr ein Jahresumsatz von $108 billion erwartet, gefolgt von $165 billion im Folgejahr.

Daher besteht das Haupt­risiko des Unternehmens darin, dass Analysten sich über fallende DRAM‑Speicherchippreise sorgen, ein Zeichen dafür, dass die Lieferknappheit nachlässt. 

Einige Analysten glauben jedoch, dass die Preise angesichts des anhaltenden Ausbaus von Rechenzentren weiter steigen werden.

So zeigte beispielsweise ein Bericht, dass die DRAM‑Preise im zweiten Quartal um 63% steigen werden, während NAND um 75% in die Höhe schießen dürfte.

Das bedeutet, dass Microns Geschäft in den kommenden Monaten weiterhin gut laufen dürfte, da Nachfrage und Speicherchippreise weiter steigen.

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