
Die Aktien von Arm Holdings gerieten nach einem starken Anstieg im letzten Monat unter Druck, da die Anlegerbegeisterung über den Einstieg in die Chipproduktion durch eine vorsichtige Einschätzung von Morgan Stanley gedämpft wurde.
Die Aktie von Arm Holding’s fiel in der Handelssitzung am Dienstag um 5,4 %.
Das Brokerhaus stufte die Aktie von Overweight auf Equalweight herab, wodurch sie im frühen Handel um mehr als 7 % nachgab und eine Neubewertung der kurzfristigen Aussichten des Unternehmens auslöste.
Obwohl Morgan Stanley sein Kursziel nur moderat von 135 $ auf 150 $ anhob, signalisierte der Schritt, dass die jüngsten Gewinne den Fundamentaldaten vorausgelaufen sein könnten, zumal das Unternehmen einen komplexen und kapitalintensiven strategischen Wandel anstrebt.
Strategischer Vorstoß findet Unterstützung, birgt aber Risiken
Arms Entscheidung, eigene Chips zu entwerfen und zu verkaufen, stellt eine erhebliche Abkehr von dem langjährigen Modell dar, Halbleiter-Blueprints zu lizenzieren.
Die kommende AGI-CPU des Unternehmens, die auf KI-Arbeitslasten in Rechenzentren abzielt, wird voraussichtlich ein Marktpotenzial von mehreren Milliarden Dollar eröffnen.
„Der Vorstoß von Arm in die Chipfertigung ist strategisch sinnvoll und steht im Einklang mit dem Aufstieg agentenbasierter KI“, erklärten die von Lee Simpson geführten Analysten und wiesen darauf hin, dass KI-Systeme zunehmend auf Zentralprozessoren angewiesen sind, um komplexe Aufgaben zu koordinieren.
Die Initiative hat bereits bedeutende Branchenunterstützung angezogen.
Meta Platforms hat bei dem Chip mitgearbeitet und sich als erster Kunde verpflichtet, während OpenAI ebenfalls zu den frühen Anwendern zählt.
Das Unternehmen prognostiziert, dass seine KI-Chips innerhalb von fünf Jahren Umsätze in Höhe von MONEY value=“15000000000″ currency=“usd“ notation=“long“ replace=“false“ erzielen und einen großen Teil des Geschäfts ausmachen werden.
Analysten warnen jedoch, dass die Umsetzung einer solchen Neuausrichtung nicht einfach sein wird.
Morgan Stanley warnte, dass der Aufbau eines MONEY value=“15000000000″ currency=“usd“ notation=“long“ replace=“false“ Chip-Geschäfts nicht einfach ist, insbesondere zu einer Zeit, in der Arms kerngeschäft mit Smartphone-Verknüpfungen durch einen Versorgungsengpass bei Speicherchips unter Druck steht, was das kurzfristige Wachstum des Unternehmens belasten könnte.
Spannungen mit bestehenden Kunden
Ein weiteres zentrales Anliegen ist der potenzielle Konflikt mit ARM’s bestehenden Lizenzkunden, von denen viele eigene Prozessoren für Rechenzentren entwickeln.
Analysten warnen, dass der Schritt des Unternehmens in den direkten Wettbewerb die Beziehungen belasten könnte.
Einige Kunden könnten im Laufe der Zeit versuchen, ihre Abhängigkeit von Arms Designs zu verringern, wobei Morgan Stanley jedoch anmerkte, dass Wechselkosten und ein Mangel an praktikablen Alternativen einen Übergang wahrscheinlich schrittweise machen würden.
„Die Talentgewinnung, strategische Positionierung und frühe Bereitstellung von Designs durch Arm waren vorbildlich“, sagte Simpson.
„Die kommerzielle Hochfahrt wird jedoch Zeit brauchen, und kurzfristige Risiken dämpfen die Begeisterung.“
Das Brokerhaus erwartet, dass Arm für das Geschäftsjahr 2026 ein Ergebnis von 1,60 $ pro Aktie und für 2027 2,05 $ meldet, beides unter den Markterwartungen.
Es erwartet jedoch eine deutliche Beschleunigung auf 4,16 $ je Aktie bis 2028, wenn das Chip-Geschäft skaliert.
Morgan Stanleys Vorgehen im Gegensatz zu Mizuho
Trotz Morgan Stanleys vorsichtiger Haltung bleiben andere Brokerhäuser gegenüber Arms langfristigen Aussichten optimistisch.
Mizuho hat sein Kursziel kürzlich auf 230 $ angehoben und begründet dies mit erheblichem Aufwärtspotenzial durch KI-getriebene Nachfrage.
Das Unternehmen erwartet einen 4- bis 10-fachen Anstieg des CPU-Anteils in KI-Rechenzentren, wenn Technologien wie ChatGPT und andere agentenbasierte KI-Systeme sich verbreiten.
Es rechnet außerdem damit, dass Arm Marktanteile von traditionellen x86-Prozessoren gewinnt, dank besserer Leistung und Kosteneffizienz.
Mizuho prognostiziert, dass Arms Umsätze bis zum Geschäftsjahr 2031 MONEY value=“12000000000″ currency=“usd“ notation=“long“ replace=“false“ erreichen könnten, wobei die adressierbaren Gesamtmärkte stark ausweiten würden.
Seine Schätzungen deuten auf erhebliches Gewinnpotenzial hin, unterstützt von möglichen künftigen Ankündigungen zu KI-spezifischen Chips.
UBS hält eine Buy-Einstufung für die Aktie mit einem Kursziel von 175 $, während Needham & Company die Aktie kürzlich auf Buy mit einem Ziel von 200 $ hochgestuft hat.
Barclays bleibt ebenfalls konstruktiv und vergab eine Overweight-Einstufung mit einem Kursziel von 200 $.
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