
Trotz eines volatilen Monatsbeginns und geopolitischer Spannungen, die die globalen Märkte belasten, sind technische Analysten von Fundstrat der Ansicht, dass das Schlimmste des Aktienausverkaufs möglicherweise endlich hinter uns liegt.
Während der Dow Jones Industrial Average am Donnerstag einen scharfen Rückgang um 700 Punkte hinnehmen musste angesichts stark steigender Energiepreise, hat die zuvor in der Woche gezeigte Widerstandskraft die Aufmerksamkeit erfahrener Marktteilnehmer auf sich gezogen.
Der technische Stratege Mark Newton deutet an, dass der jüngste Anstieg der wichtigsten Indizes auf eine strukturelle Verschiebung der Marktdynamik hindeutet und vermuten lässt, dass der „Bodenbildungsprozess“ für die aktuelle Korrektur offiziell im Gange ist.
Technische Widerstandskraft und der Mythos des Short‑Coverings
Der jüngste Rückprall bei US‑Aktienindizes war mehr als nur ein flüchtiger Erholungsrally oder ein Produkt automatisierter Short‑Eindeckungen.
Nach Mark Newtons Aussage lieferte die Intensität des zweitägigen Anstiegs Anfang der Woche – bei dem der S&P 500 seine stärkste Performance seit Mai verzeichnete – deutliche Hinweise auf eine Veränderung der Anlegerstimmung.
Obwohl Newton feststellte, dass die „Erholung keine grünen Kaufsignale an den Tiefstständen gegeben habe“, argumentierte er, dass die Kursbewegung zu bedeutsam sei, um sie zu ignorieren.
Anstatt einer verzweifelten Eindeckung verlustbringender Positionen signalisierte sie eine grundlegende Stabilisierung.
Newton ist „nicht mehr überzeugt, dass US‑Indizes einen weiteren Rückgang auf neue Tiefststände benötigen“, was darauf hindeutet, dass der Marktboden möglicherweise bereits etabliert ist.
Globale Marktkoordination und Erholung von der Korrektur
Die Erzählung eines Marktbodens beschränkt sich nicht auf Wall Street; eine synchronisierte Erholung scheint sich über nationale Grenzen hinweg abzuzeichnen.
Die Analyse von Fundstrat hebt hervor, dass Indizes in Europa und Asien überzeugende Signale senden, die das „gesamte technische Setup aufgehellt“ haben.
Die europäischen Märkte starteten mit einem kräftigen Rebound in den Monat, und Japans Nikkei hat bemerkenswerte Stärke gezeigt, die die in den USA beobachtete Erholung widerspiegelt.
Diese globale Ausrichtung bietet einen Puffer gegen inländische Volatilität und deutet darauf hin, dass der breit angelegte Ausverkauf im März – die schlimmste Phase für den S&P 500 seit 2022 – in eine Phase gesunder Konsolidierung übergeht.
Newton betrachtet diese Fortschritte in den globalen Indizes als ein wichtiges Indiz dafür, dass sich das makroökonomische Umfeld langsam von seinen jüngsten Tiefstständen erholt.
Umgang mit kurzfristiger Volatilität und April‑Zielen
Obwohl der Ausblick vorsichtig optimistisch ist, wird der Weg zu neuen Hochs kaum geradlinig verlaufen.
Newton rechnet damit, dass die kommenden Wochen „weiterhin volatil sein könnten“, insbesondere da der Markt steigende Ölpreise und die Deeskalation des US‑Iran‑Konflikts verarbeitet.
Er ist jedoch der Meinung, dass eine Konsolidierungsphase zwischen dem 5. und dem 9. April tatsächlich nützlich wäre, da sie „kurzfristig ein besseres Risiko‑/Rendite‑Verhältnis schaffen würde, statt diesem zweitägigen Anstieg hinterherzulaufen“.
Indem man dem Markt erlaubt, zu atmen und sich auf diesen Niveaus zu stabilisieren, können Anleger die Fallen emotionaler Handelsentscheidungen vermeiden.
Letztlich legt die geordnete Natur der jüngsten Korrektur nahe, dass der „Bodenbildungsprozess“ eher dem Aufbau einer Basis dient als dem Überleben eines Crashs.
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