GENIUS Act rollout advances as US Treasury seeks feedback on state-level frameworks.

Das US-Finanzministerium hat seine Bemühungen vorangetrieben, festzulegen, wie die Aufsicht über Stablecoins zwischen Bundes- und Landesbehörden aufgeteilt werden soll, und eine neue Runde öffentlicher Konsultationen im Rahmen des GENIUS Act eingeleitet.

Eine Bekanntmachung eines vorgeschlagenen Regelwerks, die am Mittwoch veröffentlicht wurde, enthält den ersten formellen Regulierungsentwurf im Zusammenhang mit dem Guiding and Establishing National Innovation for US Stablecoins Act, einem Gesetz, das im vergangenen Juli unterzeichnet wurde.

Beamte erklärten, dass die Regelsetzung darauf abzielt, allgemeine Grundsätze zur Bewertung festzulegen, ob landesrechtliche Regulierungsrahmen ausreichend eng mit den bundesweiten Standards übereinstimmen.

Nach dem Gesetz können kleinere Stablecoin-Emittenten mit weniger als $10 billion im Umlauf wählen, unter staatlicher Aufsicht statt unter direkter Bundesaufsicht zu operieren.

Diese Flexibilität hängt davon ab, ob das jeweilige Landesregime die Schwelle „substantially similar“ erfüllt — ein Standard, den die Regulierer nun klarer zu definieren suchen.

US-Finanzministerium skizziert verschiedene Anforderungen

Der Vorschlag des Finanzministeriums legt mehrere grundlegende Anforderungen dar, die die Staaten ohne Ausnahme einhalten müssen.

Stablecoin-Emittenten müssen eine volle 1:1-Reservedeckung durch Barmittel oder hochwertige liquide Aktiva vorhalten und gleichzeitig monatliche Offenlegungen bereitstellen.

Die Einhaltung der bundesweiten Geldwäsche- und Sanktionsvorschriften bleibt verbindlich, ebenso ein Verbot von Wiederverpfändungspraxen, die erlauben würden, dass dieselben Sicherheiten mehrere Ansprüche stützen.

Die Staaten können weiterhin eigene Aufsichtsmaßnahmen einführen, darunter strengere Liquiditätsschwellen, verschärfte Reservestandards sowie zusätzliche Risikomanagement- oder Durchsetzungsverfahren.

Ein derartiges Regelwerk muss jedoch Ergebnisse liefern, die dem Schutzniveau auf Bundesebene entsprechen oder dieses übertreffen.

Das Finanzministerium betonte, dass Landesregime Schutzvorkehrungen bieten sollten, die mindestens so streng sind wie die national angewandten.

Die Arbeit an der Umsetzung des GENIUS Act in operative Regeln läuft weiterhin.

Die Aufsichtsbehörden prüfen weiterhin, wie der Rahmen mit bestehenden Geldübertragungsgesetzen interagieren wird und wie Zuständigkeiten auf Bundesbehörden verteilt werden.

Nach der Veröffentlichung im Federal Register wurde nun eine 60-tägige Frist für öffentliche Stellungnahmen eröffnet; dies setzt eine Reihe von Konsultationen fort, die kurz nach Inkrafttreten des Gesetzes begannen.

Frühere Anfragen um Beiträge umfassten digitale forensische Werkzeuge, steuerliche Erwägungen und datenerhebungsbezogene Anforderungen im Zusammenhang mit Stablecoin-Aktivitäten.

Bedenken an Stablecoin-Gesetzgebung bleiben bestehen

Präsident Donald Trump unterzeichnete den GENIUS Act im Juli, was einen bedeutenden Schritt zur Formalisierung des regulatorischen Ansatzes für Stablecoins in den USA darstellt.

Dennoch bleiben einige Bereiche ungeklärt, insbesondere hinsichtlich renditetragender Stablecoins und der Frage, ob Emittenten erlaubt sein sollten, Zinsen an Token-Inhaber weiterzugeben.

Die Unsicherheit in diesem Bereich hat den Fortschritt gebremst beim umfassenderen CLARITY-Gesetzentwurf zur Marktstruktur im Kongress.

Die Branchenmeinungen bleiben gespalten. Unternehmen wie Coinbase vertreten die Ansicht, dass renditebringende Stablecoins Sparern eine wettbewerbsfähigere Option gegenüber traditionellen Bankkonten bieten könnten, bei denen die Renditen oft unter 1 % liegen.

Bankengruppen hingegen äußern weiterhin Bedenken, dass solche Produkte Einlagen dem traditionellen Finanzsystem entziehen und bestehende Finanzierungsmodelle schwächen könnten.

The post GENIUS Act: US-Finanzministerium holt Stellungnahmen zu Landesregeln ein appeared first on Invezz