
Die europäischen Märkte eröffneten am Montag kaum verändert und spiegelten damit den vorsichtigen Tenor wider, den die globalen Aktienmärkte über Nacht zeigten.
Der paneuropäische STOXX 600 stand in den frühen Handelszeiten unverändert bei 574.98 Punkten, während der britische FTSE 100 um 0.2% zulegte.
In der Region blieb die Stimmung verhalten, da Anleger weiterhin die Folgen steigender Ölpreise und geopolitischer Risiken abwägen.
Der verhaltene Beginn folgte Rückgängen an den Asien-Pazifik-Märkten, wo Händler auf die erhöhte geopolitische Unsicherheit und den erneuten Anstieg der Rohölpreise reagierten.
Da der Konflikt mit dem Iran in die fünfte Woche geht, starteten europäische Anleger die neue Woche in einer defensiven Stimmung und wogen externe Risiken gegen wichtige regionale Datenveröffentlichungen ab, die später am Tag anstehen.
Märkte eröffnen mit vorsichtigem Auftakt
Die erste Kassasitzung deutet darauf hin, dass die Stimmung zu Wochenbeginn eher fragil war und nicht eindeutig risikofreudig.
Der STOXX 600 blieb unverändert, während London mit einem Plus von 0.2% leicht outperformte, unterstützt durch Stärke bei Rio Tinto.
Andernorts in Europa verlief der Handel verhalten, während Anleger das breitere globale Risikoumfeld verarbeiteten.
Der vorsichtige Ton folgte auf Verluste an den Asien-Pazifik-Märkten über Nacht und verstärkte die global anhaltende Risk-off-Stimmung, die in die europäischen Handelszeiten hineinwirkte.
Anleger schienen zu Wochenbeginn zurückhaltend darin, ihr Engagement auszuweiten, da die Unsicherheit über geopolitische Entwicklungen weiterhin die Marktpositionierung dominierte.
Anleger beobachten globale Risikosignale
Die Entwicklungen am Wochenende im Nahen Osten hielten die Risikobereitschaft an den globalen Märkten gedämpft.
US-Präsident Donald Trump sagte am Wochenende, die USA könnten den Öl-Exporthafen des Iran auf Kharg Island übernehmen, eine Aussage, die die Befürchtungen über die Auswirkungen des Konflikts auf die Energiemärkte und die regionale Stabilität verstärkte.
Gleichzeitig startete die Huthi-Bewegung im Jemen weitere Angriffe auf Israel, wodurch sich der Umfang der Auseinandersetzung ausweitete und die Sorge um eine breitere regionale Instabilität sowie die Sicherheit wichtiger Energie-Transitwege zunahm.
Die Ölpreise zogen in den frühen Handelsstunden an, wobei US-Rohöl über $102 pro Barrel stieg und Brent die Marke von $115 überschritt.
Für die europäischen Märkte bleibt der Anstieg bei Rohöl ein wichtiger externer Faktor, insbesondere für inflationsanfällige Sektoren wie Transport, Industrie und Konsumgüter.
Fokus richtet sich auf europäische Daten
Trotz des fragilen globalen Hintergrunds sollte der regionale Makro-Kalender die Intraday-Bewegungen prägen.
Anleger würden die neuesten Inflationsdaten Deutschlands beobachten, einschließlich CPI- und HICP-Werten, um Hinweise darauf zu erhalten, wie sich der Energieschock auf den Preisdruck in Europas größter Volkswirtschaft auswirkt.
Eine stärker als erwartete Inflationszahl aus Deutschland könnte die Vorsicht bezüglich Zinserwartungen verstärken, während Anzeichen eines anhaltenden Preisdrucks die Sorgen über den Zielkonflikt zwischen Wachstum und Inflation in der Region verschärfen könnten.
G7-Treffen rückt in den Fokus der Märkte
Ebenfalls auf der Agenda der Anleger stand ein außerordentliches virtuelles Treffen der G7-Finanzminister, Energieminister und Zentralbankgouverneure.
Die Gespräche unterstrichen die anhaltenden Sorgen um Energiesicherheit, Störungen in den Lieferketten und steigende Kosten, da der Konflikt in eine neue Phase eintrat.
Für Europa könnten koordinierte Botschaften zur Energiesicherheit oder Inflationsbekämpfung die Sektorperformance im Verlauf der Sitzung beeinflussen.
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