Anthropic pushes Claude into AI agent race with computer control feature

Anthropic hat seinen KI-Assistenten Claude um neue Computersteuerungsfunktionen erweitert, die es ihm ermöglichen, Aufgaben direkt auf dem Gerät eines Nutzers auszuführen.

Das Update signalisiert eine breitere Verschiebung unter KI-Unternehmen hin zur Entwicklung autonomer Agenten, die über Chat hinaus reale Aktionen ausführen können.

Die am Montag angekündigte Funktion erlaubt es Nutzern, Aufgaben aus der Ferne zuzuweisen, etwa vom Telefon aus, wobei Claude diese auf einem verbundenen Computer ausführt.

Der Schritt erfolgt, während der Wettbewerb nach dem raschen Aufstieg von OpenClaw an Fahrt gewinnt, das wegen ähnlicher Agentenfunktionen Aufmerksamkeit in der Branche erregt hat.

Claude: Computersteuerung und Aufgabenautomatisierung

Mit dem neuesten Update kann Claude Anwendungen öffnen, im Internet surfen und mit Dateien wie Tabellenkalkulationen interagieren.

Anthropic demonstrierte die Funktion in einem am Montag geteilten Video, in dem ein Nutzer, der sich zu einer Besprechung verspätet, Claude bittet, ein Pitch-Deck als PDF zu exportieren und an eine Kalendereinladung anzuhängen.

Die KI führt die Aufgabe daraufhin ohne manuelle Eingaben aus.

Nutzer können Aufgaben starten, indem sie Anweisungen von einem Telefon senden, woraufhin Claude sie auf ihrem Computer ausführt.

Das erweitert seine Rolle vom reinen Konversationsassistenten zu einem Werkzeug, das Workflows geräteübergreifend abwickeln kann.

Anthropic erklärte, die Funktion sei darauf ausgelegt, sich in alltägliche Produktivitätsaufgaben zu integrieren und es Nutzern zu ermöglichen, Aktionen zu automatisieren, die ansonsten direkte Interaktion mit einer Computeroberfläche erfordern würden.

Wettlauf um KI-Agenten durch OpenClaws Auftrieb

Die Einführung unterstreicht den wachsenden Fokus auf sogenannte agentische KI, bei der Systeme eigenständig arbeiten, um Aufgaben zu erledigen.

Das Interesse an dieser Kategorie stieg nach der Veröffentlichung von OpenClaw stark an, das dank seiner Fähigkeit, sich mit Modellen von OpenAI und Anthropic zu verbinden, schnell an Bedeutung gewann.

OpenClaw ermöglicht es Nutzern, Anweisungen über Plattformen wie WhatsApp oder Telegram zu senden.

Es läuft lokal auf Geräten und erhält dadurch Zugriff auf Dateien und Systemfunktionen, ähnlich wie Claudes neue Fähigkeiten.

Die Entwicklung hat die Aufmerksamkeit großer Akteure auf sich gezogen.

Nvidia-CEO Jensen Huang sagte letzte Woche, OpenClaw stelle die nächste große Entwicklung nach ChatGPT dar.

Das Unternehmen stellte außerdem NemoClaw vor, eine auf Unternehmen ausgerichtete Version.

OpenAI hat ebenfalls Schritte unternommen, seine Position in diesem Bereich zu stärken.

Im vergangenen Monat stellte es den OpenClaw-Schöpfer Peter Steinberger ein, um die Arbeit an persönlichen KI-Agenten zu beschleunigen.

Schutzmaßnahmen und Einschränkungen in der Anfangsphase

Anthropic erklärte, die Computer-Nutzungsfunktion befinde sich noch in einer frühen Phase im Vergleich zu Claudes bestehenden Stärken beim Programmieren und bei textbasierten Aufgaben.

Das Unternehmen wies darauf hin, dass das System Fehler machen kann und Risiken bestehen bleiben, da sich Bedrohungen weiterentwickeln.

Um dem entgegenzuwirken, erklärte Anthropic, Schutzmaßnahmen eingeführt zu haben, die Missbrauch reduzieren sollen.

Claude muss vor dem Zugriff auf neue Anwendungen die Erlaubnis des Nutzers einholen, was eine zusätzliche Kontrolle seiner Aktionen darstellt.

Das Unternehmen betonte zudem, dass fortlaufende Verbesserungen notwendig sein werden, während sich die Technologie weiterentwickelt, insbesondere wenn komplexere Aufgaben hinzukommen.

The post Anthropic erweitert Claudes Computersteuerung, während agentische KI an Fahrt gewinnt appeared first on Invezz