
Der S&P 500 Index und der VOO-ETF sind in diesem Monat gefallen, da der Krieg im Iran an Fahrt gewonnen hat.
Er fiel am Freitag auf $6,500, den niedrigsten Stand seit dem 10. September des Vorjahres. Damit liegt er etwa ~7% unter dem Jahreshoch.

JPMorgan warnt vor dem S&P 500 Index
Da der S&P 500 Index gefallen ist, warnen Analysten von JPMorgan, dass er in absehbarer Zeit weiter fallen könnte.
In einer Notiz am Freitag senkten die Strategen der Bank ihr Ziel von $7,500 auf $7,200 und warnten, dass der andauernde Krieg im Iran Auswirkungen auf amerikanische Aktien haben werde. Die Analysten stellten fest:
“Geopolitische Sorgen und länger anhaltend höhere Energiepreise werden das globale Wachstum dämpfen und die Inflation anheizen. Wir empfehlen Anlegern, investiert zu bleiben und Absicherungen gegen Abwärtsrisiken im Aktienbereich zu halten. Angesichts der moderaten Korrektur seit Jahresbeginn halten wir an diesen Absicherungen fest.”
Das Hauptproblem ist, dass der Krieg zu erheblichen Störungen geführt hat, die die Energiepreise deutlich nach oben gedrückt haben.
Brent, das Anfang des Jahres noch bei $55 gehandelt wurde, ist auf über $108 gestiegen, während West Texas Intermediate (WTI) auf $97 geklettert ist.
Die stark gestiegenen Energiepreise treffen mehrere große Unternehmen, insbesondere die Fluggesellschaften.
In einer Erklärung am Freitag warnte United Airlines, dass sie 5% ihres Flugplans streichen werde, da die Kerosinpreise weiter in die Höhe schießen.
Die Energiepreise sind in den vergangenen Wochen weiter gestiegen, was zu höherer Inflation im Land geführt hat.
Infolgedessen wird die Federal Reserve wahrscheinlich die Zinsen zwischen 3.50% und 3.75% stabil halten.
Sie könnte die Zinsen in diesem Jahr zudem anheben, was erklärt, warum die US-Anleiherenditen gestiegen sind.
Gleichzeitig bestehen Sorgen über die steigende US-Staatsverschuldung, die auf ein Rekordhoch von $39 trillion gestiegen ist.
Schlimmer noch: Das Pentagon hat $200 billion angefordert, um seine Kriegsanstrengungen im Iran zu finanzieren, was die Wirtschaft weiter belastet.
Der S&P 500 Index ist auch wegen anhaltender Sorgen um die Private-Credit-Industrie gefallen. Tatsächlich haben einige der größten Aktien aus dem Bereich alternativer Assets weiter nachgegeben.
Beispielsweise ist die Aktie von Blue Owl Capital von einem Allzeithoch von $25 auf $9 gefallen. Andere Unternehmen wie Ares und Blackstone verzeichnen ebenfalls weitere Rückgänge.
All diese Faktoren haben an den Aktienmärkten erhebliche Angst ausgelöst. Der Fear and Greed Index ist auf 14 gefallen und damit in die Zone „extreme fear“ – der niedrigste Stand seit Monaten.
Erholen sich US-Aktien in diesem Jahr?
Die Frage ist daher, ob sich der S&P 500 Index und wichtige ETFs wie SPY und VOO in den kommenden Monaten erholen werden.
Historisch gesehen sind solche Abstürze meist die besten Gelegenheiten, um den Dip zu kaufen oder per Dollar-Cost-Averaging (DCA) einzusteigen.
In den meisten Fällen erholt sich der Aktienmarkt häufig, wenn der Fear and Greed Index in die Angstzone fällt.
Ein gutes Beispiel dafür war das vergangene Jahr, als Donald Trump seine Gegenzölle gegen andere Länder ankündigte.
Der Index fiel stark und erholte sich, nachdem er Verhandlungen angekündigt hatte.
Ein möglicher Katalysator, der den Aktienmarkt kräftig antreiben könnte, wären Gespräche über ein Kriegsende.
Trump deutete an, dass er kurz davor stehe, den Krieg zu beenden, was seiner Aussage nach deutlich vor dem Zeitplan liege.
Anzeichen für ein baldiges Kriegsende wären bullish für den Aktienmarkt, da sie zu niedrigeren Rohöl- und Erdgaspreisen führen würden.
Ein weiterer bullisher Katalysator für den Aktienmarkt wären Unternehmensgewinne.
Von FactSet zusammengestellte Daten zeigen, dass Analysten für das erste Quartal ein Gewinnwachstum von 12.5% erwarten, was das sechste Quartal in Folge mit Gewinnwachstum markieren würde.
Daher ist das wahrscheinlichste Szenario, dass der S&P 500 Index und führende ETFs wie SPY und VOO kurzfristig unter Druck bleiben und sich dann im Laufe dieses Jahres erholen.
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