
Der Dow Jones Index nähert sich einer Korrektur, nachdem er seit dem Jahreshoch um 9 % gefallen ist.
Er stürzte am Mittwoch um 768 Punkte ab, und seine Futures fielen um mehr als 120 Punkte.
Dieser Rückzug könnte sich in den kommenden Wochen fortsetzen, möglicherweise bis auf $45.000, da die Risiken zunehmen.
Technische Analyse des Dow Jones deutet auf weiteres Abwärtspotenzial hin
Das Tageschart zeigt, dass der Dow Jones Index in den letzten Wochen eingebrochen ist und vom Jahreshoch von $50.530 auf aktuell $46.040 gefallen ist.
Das Chart zeigt, dass der Index unter die 50‑Tage- und 200‑Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitte (EMA) gefallen ist. Ein Unterschreiten dieses Niveaus ist ein Zeichen dafür, dass die Bären gesiegt haben.
Der Index ist zudem unter die Ichimoku-Cloud gefallen, während der Supertrend-Indikator von Grün auf Rot umgeschlagen ist.
Gleichzeitig ist der Index unter das 23,6%‑Fibonacci‑Retracement‑Niveau gefallen.
Dieser Rückzug erfolgte, nachdem der Index ein aufsteigendes Keilmuster ausgebildet hatte, das aus zwei aufsteigenden und konvergierenden Trendlinien besteht.
Unterdessen ist der Average Directional Index (ADX) auf 31 gesprungen, den höchsten Wert seit Oktober letzten Jahres.
Ein Anstieg des ADX gilt als Zeichen dafür, dass der Abwärtstrend an Dynamik gewinnt.
Daher dürfte der Index voraussichtlich weiter fallen, mit dem nächsten wichtigen Ziel beim 50%‑Fibonacci‑Retracement‑Level bei $43.615, was einem Rückgang von 5,60% gegenüber dem aktuellen Niveau entspricht.

Chart des Dow Jones Index | Quelle: TradingView
US-Aktien stehen vor erheblichen Risiken
Der Dow Jones Index ist in den letzten Wochen eingebrochen, da Anleger eine risikoscheue Stimmung angenommen haben.
Ein gutes Beispiel dafür ist der Angst-und-Gier-Index, der in die Zone „Extreme Angst“ bei 17 gefallen ist.

Die meisten Subindices des Angst-und-Gier-Index sind in die Zone „Extreme Angst“ gerückt; nur die Marktvolatilität bzw. der VIX befindet sich noch im neutralen Bereich.
Diese Risiken nahmen weiter zu, als der Krieg zwischen den USA und Iran den Energiemarkt erreichte: Brent, der wichtigste globale Referenzwert, sprang auf $116, und das West Texas Intermediate (WTI) stieg auf $96. Die Erdgaspreise sind förmlich explodiert.
Daher besteht das Risiko, dass die USA länger mit erhöhter Inflation zu kämpfen haben werden.
Die jüngsten Zahlen zeigten, dass sowohl der Headline‑ als auch der Kern‑Producer‑Price‑Index (PPI) im Februar anstiegen, ein Trend, der sich voraussichtlich in absehbarer Zukunft fortsetzen könnte.
Die Verbraucherpreise werden wahrscheinlich weiter steigen, was zu einer restriktiveren Federal Reserve führen dürfte.
Das erklärt, warum die US‑Anleiherenditen weiter stiegen, wobei die zehnjährige und die 30‑jährige Rendite auf 4,277 % bzw. 4,90 % kletterten.
Einige Analysten glauben nun, dass die Federal Reserve in diesem Jahr zwei Zinserhöhungen durchführen wird.
Die Mehrheit der im Dow Jones Index vertretenen Unternehmen ist in den letzten 30 Tagen eingebrochen, da der Krieg sich beschleunigt hat.
Beispielsweise zeigen von TradingView zusammengestellte Daten, dass die Dow‑Aktie in den letzten 30 Tagen um 17 % gefallen ist.
Die Aktie von Sherwin‑Williams fiel um 16,5 %, während Unternehmen wie Home Depot, Boeing, American Express, Nike, Goldman Sachs und Caterpillar im gleichen Zeitraum um mehr als 9,5 % eingebrochen sind.
Andererseits haben nur wenige Unternehmen in den letzten 30 Tagen zugelegt.
Die Aktien von Chevron, Amazon, Cisco und Salesforce sind um über 1 % gestiegen.
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