
Der Schwab US Dividend Equity ETF (SCHD) ist auf den niedrigsten Stand seit dem 4. Februar dieses Jahres gefallen. SCHD ist gegenüber seinem Jahreshoch um 4.40% gefallen, und dieser Trend könnte weiter sinken, bevor eine Erholung einsetzt.
SCHD-ETF fällt, da US-Aktien abverkauft werden
Der Schwab US Dividend Equity ETF verzeichnete in den vergangenen Wochen einen starken Rückgang und spiegelt damit die Entwicklung anderer US-Aktienindizes wider.
Die meisten seiner Bestandteile sind seit Beginn des US‑Iran-Kriegs gefallen. Im Unterschied zu den Indizes S&P 500 und Nasdaq 100 ist er jedoch besser positioniert, um die anhaltende Krise zu bewältigen.
Das liegt daran, dass der Energiesektor mit einem Anteil von 20% den größten Teil des Fonds ausmacht. Dazu gehören Unternehmen wie ConocoPhillips, Chevron und EOG Resources. Die meisten dieser Aktien haben sich gut entwickelt, da die Preise für Rohöl und Erdgas stark gestiegen sind.
Andere große Unternehmen im Index sind vom andauernden Iran‑Krieg nicht stark betroffen. Der Gesundheitssektor macht mit rund 16.3% einen weiteren großen Teil aus. Dazu gehören Unternehmen wie Bristol Myers Squibb, Merck, Amgen und AbbVie. Wie im Energiesektor ist auch der Gesundheitsbereich nicht stark exponiert gegenüber dem anhaltenden Krieg.
Dasselbe gilt für weitere große Unternehmen wie Texas Instruments, Verizon, Altria und PepsiCo.
Der Fonds besitzt dagegen nur eine minimale Beteiligung im Technologiesektor, der unter Druck geraten ist, da Analysten beginnen, die Möglichkeit einer KI-Blase zu hinterfragen.
Restriktivere Haltung der US-Notenbank
Der SCHD-ETF hat nachgegeben vor dem Hintergrund der anhaltenden Befürchtung, die Federal Reserve könnte angesichts des andauernden Iran‑Kriegs eine restriktivere Linie einschlagen. In einer Erklärung am Mittwoch beschloss die Zentralbank, den Leitzins unverändert zwischen 3.50% und 3.75% zu belassen.
Vertreter signalisierten, dass sie wegen der steigenden Inflationsdaten besorgt seien, da Energie-, Transport- und Düngemittelkosten sprunghaft gestiegen sind. Infolgedessen gehen Analysten davon aus, dass die Zentralbank in diesem Jahr mindestens zwei Zinserhöhungen vornehmen wird.
Historisch betrachtet übertrifft der SCHD-ETF tendenziell den breiteren Markt, wenn die Federal Reserve die Zinsen anhebt, da er überwiegend aus Value-Aktien besteht.
Daten zeigen, dass der Fonds im Vergleich zum Gesamtmarkt relativ unterbewertet ist. Der SCHD weist ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 19 auf, niedriger als der Durchschnitt des S&P 500 Index von 23. Sein Kurs-zu-Cashflow von 10 ist ebenfalls niedriger als beim Gesamtmarkt.
Technische Analyse der SCHD-ETF-Aktie

Chart des Schwab US Dividend Equity ETF | Quelle: TradingView
Das Tageschart zeigt, dass der Schwab US Dividend Equity ETF in den letzten Tagen gefallen ist. Er ist von einem Rekordhoch von $31.95 auf aktuell $30.60 gefallen.
Der laufende Rückgang hat den Relative Strength Index (RSI) vom überkauften Niveau von 86 auf aktuell 40 gebracht. Auch der stochastische Oszillator ist in den überverkauften Bereich gerückt.
Daher wird die Aktie wahrscheinlich noch eine Zeitlang unter Druck bleiben und anschließend eine kräftige Erholung starten. Sollte dies eintreten, könnte sie auf das 23.6% Retracement-Level bei $29.85 fallen und dann den Aufwärtstrend fortsetzen.
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