Ripple verstärkt seine Präsenz in Brasilien, erweitert seine Dienstleistungen für digitale Assets und bereitet den Eintritt in das formale Krypto-Regulierungssystem des Landes vor.

Das auf Zahlungsverkehr fokussierte Blockchain-Unternehmen teilte am Dienstag mit, es führe ein erweitertes Angebot ein, das für Banken und FinTechs konzipiert ist, und beabsichtige zugleich, eine Lizenz als Virtual Asset Service Provider bei der Zentralbank von Brasilien zu beantragen.

Dieser Schritt stellt Ripple ins Zentrum des sich entwickelnden Krypto-Rahmens in Brasilien, in dem die Aufsichtsbehörden eine strukturierte Aufsicht für Unternehmen im Bereich digitaler Assets aufbauen.

Indem Zahlungen, Verwahrung und Handelsinstrumente in einem System kombiniert werden, positioniert sich das Unternehmen als Full-Service-Infrastrukturanbieter für Finanzinstitute, die grenzüberschreitend tätig sind, insbesondere in schnell wachsenden Schwellenmärkten.

Fokus auf Brasilianischen Krypto-Rahmen

Ripple bestätigte, dass es eine Lizenz als Virtual Asset Service Provider bei der Zentralbank von Brasilien anstreben werde, um seine Aktivitäten an die neuen Krypto-Vorschriften des Landes anzupassen.

Es wird erwartet, dass der Rahmen klarere Regeln für Verwahrung, Handel und grenzüberschreitende Flüsse digitaler Assets schafft.

Brasilien hat sich zu einem der am weitesten entwickelten Finanzmärkte Lateinamerikas entwickelt, mit hoher FinTech-Nutzung und aktivem regulatorischem Engagement.

Die Expansion von Ripple spiegelt einen breiteren Branchentrend wider, wonach Unternehmen verstärkt in regulierte Umfelder wechseln, während Regierungen die Krypto-Aufsicht formalisieren und Compliance-Anforderungen verschärfen.

Kombinierte Zahlungs- und Verwahrungs-Tools

Das neue Angebot des Unternehmens vereint grenzüberschreitende Zahlungen, Verwahrung digitaler Assets, Brokerage-Dienste und Treasury-Management in einer einzigen Plattform.

Dieses integrierte System richtet sich an Institutionen, die Gelder international bewegen müssen, gleichzeitig Liquidität managen und digitale Assets halten.

Ripple erklärte, der Ansatz reduziere die operative Komplexität, indem Banken und FinTechs den Zugriff auf mehrere Dienste innerhalb einer Infrastruktur-Ebene ermöglicht werde.

So entfällt die Notwendigkeit, sich für Zahlungen, Handel und Verwahrung auf separate Anbieter zu verlassen, was Effizienz und Abwicklungsgeschwindigkeit verbessert.

Brasilianische Partner und Stablecoin-Flüsse

Mehrere brasilianische Finanzunternehmen nutzen bereits Ripples Netzwerk, darunter Banco Genial, das US-Dollar-Überweisungen am selben Tag über das System abwickelt.

Die Braza Bank nutzt es für Devisenflüsse und hat einen an den Real gebundenen Stablecoin auf dem XRP Ledger ausgegeben.

FinTech Nomad und andere Firmen transferieren ebenfalls Gelder zwischen Brasilien und den USA und begleichen Transaktionen mit Stablecoins.

Gleichzeitig erweitert Ripple seine Verwahrungslösung; Partner wie CRX und Justoken emittieren tokenisierte Vermögenswerte, darunter Rohstoffe und andere tokenisierte Vermögenswerte aus der Realwirtschaft, was die wachsende institutionelle Nachfrage widerspiegelt.

Globale Expansion und Übernahmen

Der Vorstoß in Brasilien erfolgt parallel zu Ripples umfassender globaler Expansionsstrategie.

Das Unternehmen hat seine Handels- und Infrastrukturkapazitäten durch Übernahmen ausgebaut, darunter der Kauf der Prime-Brokerage Hidden Road für $1.25 billion sowie ein $1 billion-Deal für das Corporate-Treasury-Unternehmen GTreasury.

Ripple gibt außerdem einen US-Dollar-Stablecoin, RLUSD, aus, der einen Marktwert von etwa $1.5 billion erreicht hat und über die Verwahrungsabteilung verwaltet wird.

Über sein Zahlungsnetzwerk habe das Unternehmen mehr als $100 billion an Transaktionen abgewickelt.

Kürzlich startete Ripple ein Aktienrückkaufprogramm, das das Unternehmen mit $50 billion bewertete, was dessen Größe unterstreicht, während es Dienstleistungen in regulierten Märkten ausweitet und seine institutionelle Kundenbasis vertieft.

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