
Vom brasilianischen Institut für Geographie und Statistik veröffentlichte Daten zeigen, dass der nationale Verbraucherpreisindex des Landes (IPCA) im Februar um 0.70% gestiegen ist, nach 0.33% im Januar.
Der Großteil der monatlichen Inflation wurde durch saisonale Preisanpassungen zum Schuljahresbeginn und höhere Transportkosten verursacht.
Im 12‑Monats‑Vergleich ist die Inflation von 4.44% auf 3.81% gesunken.
Trotz der jüngsten Beschleunigung war der IPCA im Februar 2025 um 1.31% gestiegen, was auf einen moderateren monatlichen Anstieg in diesem Jahr hindeutet.
Zwei Sektoren trugen am stärksten zum Februartergebnis bei: Verkehr und Bildung.
Neue Schuljahresanpassungen treiben Bildungskosten in die Höhe
Mit einer monatlichen Veränderung von 5.21% machte die Kategorie Bildung rund 44% der Gesamtinflation aus und steuerte 0.31 Prozentpunkte zum Februar‑Index bei.
Reguläre Kursgebühren, die um 6.20% zulegten, da Bildungseinrichtungen ihre jährlichen Gebührenanpassungen vornahmen, die üblicherweise zu Beginn des Schuljahres gelten, waren der Haupttreiber des Anstiegs.
Zu den größten Anstiegen gehörten:
• Die Kosten für den Besuch der High School stiegen um 8.19%.
• Eine Erhöhung der Grundschulgebühren um 8.11%
• Der Anstieg in der Vorschulerziehung betrug 7.48%.
Transportkosten verstärken den Druck
Mit 0.15 Prozentpunkten hatte der 0.74%‑Anstieg der Verkehrsgruppe den zweitgrößten Effekt auf den Februar‑Index.
Der Anstieg der Gruppe insgesamt wurde vor allem von einem kräftigen Anstieg der Flugpreise um 11.40% getrieben. Weitere nennenswerte Zuwächse waren:
• Ein Anstieg der freiwilligen Kfz‑Versicherung um 5.62%
• Der Anstieg der Autoreparaturen um 1.22%
• Der Anstieg der städtischen Busfahrpreise um 1.14%
Aufgrund unterschiedlicher kommunaler Regelungen variierten Änderungen im öffentlichen Verkehr stark zwischen den Städten.
Wegen kostenfreiem öffentlichen Nahverkehr an Sonntagen und Feiertagen sanken die Busfahrpreise in Brasília um 9.54%, während sie in Curitiba an denselben Tagen um 1.27% zurückgingen.
Städte wie Belém verzeichneten hingegen weiterhin leichte Anstiege.
Lokale Anpassungen spiegelten sich auch in den Preisen für Zug und Metro wider.
Nach Preisänderungen Anfang Januar stiegen die Metro‑ und Zugtarife in São Paulo um 0.94%.
Aufgrund lokaler gesetzlicher Änderungen stiegen in mehreren Städten, darunter Porto Alegre, Salvador, Fortaleza und Rio de Janeiro, auch die Taxitarife.
Trotz dieser Steigerungen sanken die Kraftstoffpreise insgesamt um 0.47% und milderten damit einen Teil des Drucks auf die Transportkosten.
Wohn‑ und Gesundheitskosten stiegen
Nach einem Rückgang um 0.11% im Januar stieg die Kategorie Wohnen im Februar um 0.30%.
Der Anstieg wurde hauptsächlich durch Wasser‑ und Abwassergebühren getrieben, die nach Anpassungen in mehreren Städten, darunter Porto Alegre, Belo Horizonte, Campo Grande und São Paulo, um 0.84% zunahmen.
Die brasilianische grüne Tarifflagge blieb in Kraft, was auf relativ stabile Bedingungen bei der Stromerzeugung hinweist, obwohl die Haushaltsstrompreise um 0.33% stiegen.
Demgegenüber sanken die Preise für leitungsgebundenes Gas um 1.60% aufgrund von Tarifsenkungen in Curitiba und Rio de Janeiro.
Innerhalb der Gruppe Gesundheit und Körperpflege trugen Krankenversicherungen (0.49%) und persönliche Hygieneprodukte (0.92%) zum Gesamtanstieg der Gruppe von 0.59% bei.
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