
Der bekannte Investor Jim Cramer sagt, es sei schwer, Campbells (NASDAQ: CPB) Q2-Ergebnis zu lesen und daran zu glauben, dass es noch das großartige amerikanische Unternehmen sei, das es einst war.
Am Mittwoch meldete der Dosenlebensmittelspezialist ein Ergebnis von 51 Cent pro Aktie bei einem Umsatzrückgang von 5% auf $2.56 billion – beides unter dem Konsens.
Zur Verschärfung des Problems senkte das Management die Prognose für 2026 und erwartet nun einen deutlichen Rückgang des bereinigten EPS auf etwa $2.2.
Nach dem Kursrückgang nach den Zahlen liegt die Campbell-Aktie 22% unter ihrem Jahreshoch, doch Cramer argumentiert, dass selbst zum aktuellen Kurs die Hand, die CPB hält, zu schwach zum Spielen sein könnte.
Warum Cramer bei Campbell-Aktien bärisch ist
Der Kern von Campbells Identität – die namensgebende Suppe – zeigt Anzeichen einer „strukturellen Erosion“, die Cramer beunruhigt.
Im zweiten Quartal verzeichnete das Unternehmen den stärksten Rückgang in der US-Suppen-Kategorie, einem Segment, das der Mad Money-Moderator als sein „Kerngeschäft“ bezeichnete.
Seiner Meinung nach offenbart die Veröffentlichung eine ernüchternde Realität: Verbraucher wenden sich zunehmend von traditionellen Konserven ab, was Druck auf das organische Nettoumsatzwachstum ausübt.
Das ist nicht nur ein vorübergehender Einbruch; es stellt ein Versagen gerade jener Produktlinie dar, die die Marke aufgebaut hat.
Cramer beklagte, dass die ruhmreiche Geschichte des Unternehmens in Philadelphia nun wie ein Relikt erscheine – und meinte, das „Museum für Suppenterrinen könnte zu diesem Zeitpunkt mehr wert sein als CPB-Aktien“.
Warum eine rasche Erholung der CPB-Aktien unwahrscheinlich ist
Während Suppe der Kernanker war, sollte Campbells aggressive Abwendung hin zum Snackmarkt dessen Wachstumsmotor sein. Stattdessen ist sie zur Hauptursache für Anlegerkopfschmerzen geworden.
Trotz der prominenten Übernahme von Snyder’s-Lance sei die Unterperformance im Snackbereich wirklich „schrecklich“, merkte Cramer an.
Nicht einmal die Integration von Premiummarken wie Rao’s und Cape Cod reichte aus, um den breiteren Niedergang auszugleichen.
„Sie kauften teuer“, fügte der ehemalige Hedgefonds-Manager hinzu und wies darauf hin, dass das Management gezwungen war, sein Aktienrückkaufprogramm auszusetzen, um sich auf die Schuldenreduzierung zu konzentrieren.
Diese Aussetzung ist ein massives Warnsignal für Campbell-Aktien – besonders, da Wettbewerber wie PepsiCo es schaffen, sich im gleichen schwierigen Snack-Umfeld viel geschickter zurechtzufinden.
Wie man Campbell nach den Q2-Zahlen angeht
Der vernichtendste Teil der Analyse nach den Zahlen war Cramers Einschätzung von Campbells Stellung als amerikanische Institution.
„Es ist sehr schwer, das zu lesen, ohne zu denken, dass es kein großartiges amerikanisches Unternehmen mehr ist; das ist schade.“
Die Kritik erstreckt sich auf die Führung des Unternehmens und ihre Unfähigkeit, frühere Chancen zu nutzen; er bemerkte, die „Amtsdauer sei schwer anzusehen“ und die Gründerfamilie habe ihre Chance verpasst, zu einem viel höheren Bewertungsniveau zu verkaufen.
Zwischen katastrophalen Zahlen und der Aussetzung der Rückkäufe hat sich die Erzählung von einem defensiven Standardwert zu einer Value-Falle gewandelt.
Für Cramer ist die Schlussfolgerung klar: CPB-Aktien sind nicht länger die Kraftpakete, die sie einst waren, und die „schlechte Hand“, die sie halten, macht eine Wende zunehmend unwahrscheinlich.
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