
Amazons Unternehmen für autonome Fahrzeuge, Zoox, bereitet sich darauf vor, seine selbstfahrenden Fahrzeuge diesen Sommer in der Uber-App in Las Vegas anzubieten.
Die Partnerschaft ermöglicht es Fahrgästen, Zoox-Fahrzeuge direkt über Uber zu bestellen, während das Unternehmen weiterhin seine eigene App betreibt.
Die Zusammenarbeit spiegelt die zunehmende Dynamik im Bereich autonome Mobilität wider, da Technologieunternehmen und Transportplattformen darum konkurrieren, fahrerlose Fahrdienste zu skalieren.
Zoox hat Jahre in die Entwicklung seiner Fahrzeuge und in Tests fahrerloser Einsätze investiert, und die Integration mit Uber signalisiert einen Vorstoß, mehr Fahrgäste zu erreichen, während der Wettlauf um Robotaxis intensiver wird.
Uber-Integration
Im Rahmen einer am Mittwoch angekündigten mehrjährigen Partnerschaft werden Zoox-Robotaxis ab diesem Sommer über die Uber-App in Las Vegas verfügbar sein.
Die Unternehmen planen außerdem, Zoox-Fahrten im nächsten Jahr über Uber in Los Angeles einzuführen.
Zoox wird in beiden Städten weiterhin Fahrten über seine eigene Anwendung anbieten.
Die Vereinbarung stellt die erste Partnerschaft von Zoox mit einem Drittanbieter im Bereich Fahrdienstvermittlung dar.
Amazon übernahm Zoox im Jahr 2020 und hat stark in die Entwicklung autonomer Fahrzeuge für den innerstädtischen Verkehr investiert.
Die Zusammenarbeit mit Uber ist ein Schritt hin zu einer breiteren Distribution, da das Unternehmen versucht, seinen fahrerlosen Dienst zu skalieren.
Wettbewerb im Robotaxi-Markt
Zoox tritt in einen wettbewerbsintensiven Robotaxi-Markt ein, in dem mehrere Unternehmen ihre autonomen Fahrdienste ausweiten.
Waymo, eine Tochtergesellschaft von Alphabet, bleibt der führende Robotaxi-Betreiber in den USA.
Waymo erklärte im Februar, dass es mehr als 400.000 wöchentliche Fahrten in sechs US-Metroregionen überschritten habe.
Das Unternehmen ist kommerziell in 10 Städten tätig und plant eine Expansion nach London und Tokio im Jahr 2026.
Der Wettbewerb nimmt auch in Asien zu. Baidu berichtete, dass sein Apollo-Go-Robotaxi-Dienst im vierten Quartal Spitzenwerte von über 300.000 wöchentlichen Fahrten verzeichnete.
Chinesische Entwickler, darunter WeRide und Pony.AI, weiten ebenfalls ihre autonomen Fahrzeugdienste aus.
Tesla hat einen unter dem Markennamen „Robotaxi“ geführten Fahrdienst und eine mobile Anwendung gestartet und begonnen, fahrerlose Fahrzeuge in Austin zu testen.
Plattformstrategie
Uber positioniert seine Plattform als Marktplatz für autonome Fahrzeuge, die von verschiedenen Technologieunternehmen entwickelt werden.
Während der Ergebnisbesprechung für das vierte Quartal im Februar sagte Chief Executive Dara Khosrowshahi, dass autonome Fahrzeuge, die über Uber verfügbar sind, eine höhere Auslastung erzielen als Robotaxis, die über eigenständige Apps zugänglich sind.
Laut von dem Unternehmen genannten Daten liegen die Fahrten pro autonomem Fahrzeug und Tag auf Uber etwa 30 % über denen auf unabhängigen Plattformen.
Uber bietet bereits fahrerlose Fahroptionen in Atlanta, Austin, Dallas und Phoenix in den USA sowie in mehreren Städten im Nahen Osten durch Partnerschaften mit Technologieunternehmen an.
Bis Ende 2026 strebt Uber an, in 15 Städten weltweit fahrerlose Fahrten anzubieten.
Tests und Regulierung
Zoox begann im vergangenen Jahr damit, rund um den Las Vegas Strip und in bestimmten Stadtvierteln von San Francisco kostenlose fahrerlose Fahrten anzubieten.
Das Unternehmen gab an, mehr als 300.000 Fahrgäste bedient zu haben, hat jedoch noch keine kostenpflichtigen Fahrten eingeführt.
Anfang dieser Woche kündigte Zoox eine Ausweitung seiner Testaktivitäten in mehreren Städten im Süden der Vereinigten Staaten an.
Die Fahrzeuge können eine Höchstgeschwindigkeit von 75 mph erreichen, fahren jedoch typischerweise bei innerstädtischen Fahrten mit höchstens 45 mph.
Zoox strebt eine Ausnahmegenehmigung von US-Regulierungsbehörden an, um seine Robotaxis kommerziell einzusetzen.
Die National Highway Traffic Safety Administration eröffnete am Dienstag öffentliche Stellungnahmen zu Zoox‘ Antrag, bis zu 2.500 Fahrzeuge auf US-Straßen betreiben zu dürfen.
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