
Chinas Regierungsbehörden und staatseigene Unternehmen haben begonnen, Mitarbeiter davor zu warnen, den KI-Agenten OpenClaw auf Dienstgeräten zu installieren, und verweisen auf mögliche Sicherheitsbedenken.
Die Weisung, wie Reuters berichtete, unterstreicht die Vorsicht im chinesischen Staatssektor gegenüber aufkommenden autonomen KI-Tools.
OpenClaw ist ein Open-Source-System, das in der Lage ist, komplexe digitale Aufgaben mit begrenzter menschlicher Anleitung eigenständig auszuführen.
Das Tool hat im vergangenen Monat bei chinesischen Entwicklern, KI-Unternehmen und mehreren lokalen Regierungen an Bedeutung gewonnen.
Regulierungsbehörden und staatliche Medien haben gewarnt, dass die Software nach Installation und Erteilung von Systemberechtigungen sensible, auf den Geräten gespeicherte Daten offenlegen, löschen oder missbrauchen könnte.
Die Warnungen zeigen das Gleichgewicht, das Peking zu wahren versucht: Einerseits fördert es die Einführung von künstlicher Intelligenz im Rahmen der nationalen „AI plus“-Strategie, andererseits ergreift es Maßnahmen gegen Cyber- und Datenrisiken.
Sicherheitsbedenken bei KI-Agenten
Die Bedenken konzentrieren sich auf die Fähigkeit von OpenClaw, nach Erteilung von Zugriffsrechten autonom Aktionen auf einem Computer durchzuführen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen KI-Chatbots, die hauptsächlich Texte generieren oder Fragen beantworten, können KI-Agenten wie OpenClaw Aufgaben automatisch ausführen.
Dazu kann das Interagieren mit Dateien, das Starten von Programmen oder das Navigieren durch Online-Dienste ohne direkte Aufsicht gehören.
Laut dem Bericht haben chinesische Regulierungsbehörden signalisiert, dass solche Fähigkeiten Sicherheitslücken schaffen könnten, wenn sie in Regierungs- oder Unternehmenssystemen eingesetzt werden.
Beamte und staatliche Medien haben gewarnt, dass KI-Agenten mit erweiterten Berechtigungen vertrauliche Informationen offenlegen oder in empfindliche digitale Infrastrukturen eingreifen könnten.
Ihnen wurde daher geraten, die Software nicht auf Arbeitscomputern zu installieren.
Warnungen an Staatsangestellte
Laut dem Bericht wiesen Regulierungsbehörden Mitarbeiter mehrerer staatseigener Unternehmen an, OpenClaw nicht einzusetzen.
In einigen Fällen wurde Mitarbeitern außerdem davon abgeraten, die Software auf privaten Geräten zu installieren, die für die Arbeit genutzt werden.
Eine weitere im Bericht zitierte Quelle sagte, OpenClaw sei in ihrer Organisation nicht formell verboten worden.
Mitarbeiter wurden jedoch auf Sicherheitsrisiken hingewiesen und geraten, es nicht zu installieren.
Es bleibt unklar, wie weitreichend die Beschränkungen in Regierungsbehörden und staatlichen Unternehmen umgesetzt wurden.
Zunehmende Unterstützung lokaler Regierungen
Trotz der Warnungen der Regulierungsbehörden wurde OpenClaw im vergangenen Monat im gesamten chinesischen Technologie-Ökosystem gefördert.
Entwickler, KI-Firmen und mehrere lokale Regierungen haben zur Erprobung der Software ermutigt.
Einige Regionalbehörden haben Unternehmen, die Anwendungen auf Basis von OpenClaw entwickeln, Millionen-Dollar-Subventionen angeboten.
Diese Anreize werden als Teil der lokalen Umsetzung von Pekings umfassender „AI plus“-Aktionsplan dargestellt, mit dem Ziel, künstliche Intelligenz in die gesamte Wirtschaft zu integrieren.
Der Vorstoß hat auch den Gesundheitssektor erreicht. Letzte Woche veranstaltete ein Forschungszentrum unter der städtischen Gesundheitskommission von Shenzhen eine Schulungsveranstaltung mit Schwerpunkt OpenClaw.
Tausende nahmen an der Sitzung teil, als Teil der Bestrebungen der Stadt, die Einführung von KI im Gesundheitswesen zu beschleunigen.
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