
Der Adobe-Aktienkurs steht diese Woche im Fokus, da der Technologieriese seine Quartalszahlen veröffentlicht.
ADBE ist in den letzten sechs Tagen gestiegen und erreichte sein höchstes Zwischenhoch seit dem 3. Februar.
Er ist seit seinem Jahrestief um 15 % gestiegen und spiegelt damit die Entwicklung anderer Software-Aktien wie Intuit und ServiceNow wider.
Adobe-Ergebnisse sollen Aufschluss über KI-Auswirkungen geben
Der ADBE-Aktienkurs hat sich in den letzten Tagen erholt und stieg vom Jahrestief von $245 auf aktuell $283.
Diese Erholung erfolgte, als Investoren wieder in Softwareunternehmen zurückkehrten, die Anfang des Jahres eingebrochen waren, weil Befürchtungen bestanden, dass KI‑Tools wie Anthropic und OpenAI ihr Geschäft stören könnten.
Die bevorstehenden Ergebnisse werden mehr darüber aussagen, wie sich das Geschäft entwickelt, da einige wichtige Geschäftsbereiche von Disruption bedroht sind.
Analysten erwarten, dass die bevorstehenden Zahlen zeigen, dass das Geschäft im letzten Quartal moderat gut lief. Der Umsatz stieg um 9,85 % auf $6,28 Mrd., während der Gewinn um 15 % auf $5,87 zulegte.
Analysten erwarten außerdem, dass der Jahresumsatz $26 Mrd. betragen wird, ein Anstieg um 9,54 %, gefolgt von $28 Mrd. im folgenden Jahr.
Die jüngsten Zahlen zeigten, dass Adobes Geschäft gut lief, mit einem Umsatzanstieg von 10 % auf $6,19 Mrd., während das operative Ergebnis auf $2,26 Mrd. kletterte.
Der Großteil des Umsatzes stammte aus dem Segment Digital Media, das $5,96 Mrd. erzielte. Das Segment Digital Experience brachte $1,5 Mrd., während der jährlich wiederkehrende Umsatz auf $25 Mrd. anstieg.
Adobe ist stark unterbewertet. Von Seeking Alpha zusammengetragene Daten zeigen, dass das erwartete Kurs‑Gewinn‑Verhältnis (Forward‑PE) auf 12 gefallen ist, deutlich unter dem Sektormedian von 21. Das Multiple liegt weit unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 30.
Im Gegensatz dazu hat Intuit ein erwartetes KGV von 20, ServiceNow ein Multiple von 30. Weitere bekannte Softwareunternehmen wie Atlassian, Microsoft und Okta weisen höhere Multiples auf.
Ähnlich verhält es sich beim beliebten Rule‑of‑40‑Maß, das Wachstum und Margen eines Unternehmens betrachtet. Bei Adobe liegt die Gewinnmarge bei 30 % und das Umsatzwachstum bei 10 %, was eine Rule‑of‑40‑Zahl von 40 % ergibt.
Technische Analyse des Adobe-Aktienkurses

Der Wochenchart zeigt, dass der Adobe-Aktienkurs von $635 im Januar 2023 auf ein Tief von $245 abgestürzt ist. Er bildete einen absteigenden Kanal und hat sich von dessen unterer Begrenzung erholt. Diese Erholung begann, nachdem die untere Begrenzung erreicht wurde und ein Morning‑Star‑Muster ausgebildet wurde.
Die Aktie ist über die wichtige Widerstandsmarke bei $273 gestiegen, dem Swing‑Tief aus dem September 2022. Dennoch liegt sie weiterhin unter allen gleitenden Durchschnitten.
Sie hat ein invertiertes Cup‑and‑Handle‑Muster ausgebildet, ein häufiges bärisches Fortsetzungssignal in der technischen Analyse.
Daher ist das wahrscheinlichste Szenario, dass die Aktie erneut ansteigt und die obere Begrenzung des Kanals bei $300 erreicht. Anschließend würde die Aktie wegen des invertierten Cup‑and‑Handle‑Musters zurückfallen.
The post Adobe-Aktienanalyse und Gewinnvorschau: Kaufen oder Verkaufen? appeared first on Invezz