Why the AI funding surge is distorting the ecosystem for female founders

Der Anstieg der Investitionen in künstliche Intelligenz prägt die Venture-Capital-Märkte neu, konzentriert aber auch Kapital in einer Weise, die den Fortschritt von Gründerinnen erschweren könnte.

Obwohl von Frauen gegründete Startups in den Vereinigten Staaten 2025 einen Rekordbetrag an Wagniskapital einwarben, floss ein Großteil des Kapitals in eine Handvoll KI-Unternehmen, was die anhaltenden strukturellen Ungleichgewichte im Startup-Ökosystem verdeutlicht.

PitchBook-Daten zeigen, dass Startups mit mindestens einer Gründerin einen Rekord von $73.6 billion in 2025 einnahmen und damit nahezu doppelt so viel wie die $44.7 billion zwei Jahre zuvor.

Gleichzeitig ist die Anzahl der Deals mit von Frauen gegründeten Startups weiter zurückgegangen, sodass ein großer Teil der breiteren Pipeline unter Druck steht.

KI dominiert die Finanzierung

Der Bericht „US All In: Female Founders in the VC Ecosystem“ von PitchBook ergab, dass künstliche Intelligenz etwa zwei Drittel des in Startups mit mindestens einer Gründerin investierten Venture-Capitals im Jahr 2025 absorbierte.

Der Anstieg spiegelt einen breiteren Wandel im Venture-Capital-Bereich wider, bei dem Investoren Geld in Unternehmen konzentrieren, die KI-Modelle und Dateninfrastruktur aufbauen.

Fast die Hälfte der KI-Finanzierung, die an von Frauen gegründete Startups ging, floss nur an zwei Unternehmen: Anthropic und Scale AI.

Megadeals prägen die Summen

Anthropic, mitbegründet von Daniela Amodei, und Scale AI, mitbegründet von Lucy Guo, zählen inzwischen zu den wertvollsten venture-backed Unternehmen in den USA.

Ihre Bewertungen liegen bei $183 billion bzw. $74.1 billion.

Zusammen haben die beiden Unternehmen mehr als $30 billion an Finanzierungen eingesammelt.

Ihre Finanzierungsrunden trugen dazu bei, dass von Frauen gegründete Startups erstmals mehr als ein Viertel des gesamten US-Venture-Deal-Volumens ausmachten.

Ohne diese beiden Unternehmen würde die Rekord-Finanzierungssumme für von Frauen gegründete Startups nicht existieren.

Rekord-Seed-Runde

Große KI-Runden haben auch die Statistik für Frühphasenfinanzierungen verändert.

Im Juli 2025 sammelte die ehemalige OpenAI-Technikchefin Mira Murati für ihr Startup Thinking Machines Lab eine $2 billion Seed-Runde ein.

Der Deal wurde zur größten Seed-Finanzierungsrunde aller Zeiten und bewertete das noch vor Produktlaunch stehende Unternehmen mit $12 billion.

Diese Mega-Runden treiben die Gesamtinvestitionszahlen nach oben, während gleichzeitig weniger Startups Finanzierung erhalten.

Weniger Deals und anhaltende Hürden

Trotz steigender Kapitalvolumina sind Venture-Deals mit von Frauen gegründeten Startups seit ihrem Höhepunkt im Jahr 2021 vier Jahre in Folge zurückgegangen.

Vorlaufende Trends zeigten eine ähnliche Konzentration.

Im Jahr 2022 erzielten von Frauen gegründete Unternehmen mit gemischten Teams etwa 18,4% des US-Venture-Capitals, während rein weibliche Teams rund 2% sicherten.

Bis 2023 machten von Frauen gegründete Startups etwa 22,8% des Deal-Volumens aus, obwohl die Anzahl der Deals weiter schrumpfte.

Der Druck traf rein weibliche Gründerteams am stärksten: Sie verzeichneten stärkere Rückgänge sowohl beim Deal-Volumen als auch bei der Deal-Anzahl als gemischte Teams.

Abgesehen von KI und widerstandsfähigen Sektoren wie der Biotechnologie bleibt die Venture-Aktivität verhalten.

Frühphasenunternehmen haben die größten Schwierigkeiten, während Spätphasen- und Wachstumsrunden 2025 einen größeren Anteil der Mittel auf sich zogen.

Historisch waren von Frauen gegründete Startups kapital-effizienter und generierten mehr als das Doppelte an Umsatz pro investiertem Dollar im Vergleich zu von Männern gegründeten Unternehmen, bei gleichzeitig niedrigeren medianen Burn-Raten und schnelleren Exits.

Diese Vorteile haben sich in jüngster Zeit verringert, doch von Frauen gegründete Startups zeigen nach ihrer ersten Finanzierungsrunde weiterhin eine leicht stärkere Weiterentwicklung.

Gleichzeitig ist die Entscheidungsfindung im Venture-Capital-Bereich überwiegend männlich dominiert.

Unter US-Firmen, die mindestens $50 million an Vermögenswerten verwalten, entfallen 82% der Entscheidungsträger auf Männer, und beinahe 90% der großen Firmen sind auf Partner-Ebene mehrheitlich männlich besetzt.

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