US stocks slip as Walmart’s cautious outlook and rising US-Iran tensions lift oil and rattle investor sentiment.

Der US–Iran‑Krieg zwingt Anleger dazu, ihre Kapitalallokation zu überdenken, da geopolitisches Risiko künstliche Intelligenz und Zölle als dominierendes Marktnarrativ ablöst.

Angriffe der USA und Israels auf den Iran, gefolgt von Raketen‑Vergeltungsmaßnahmen und Störungen rund um die Straße von Hormuz, haben Öl auf den höchsten Stand seit fast sieben Monaten getrieben, die Aktien-Futures belastet und eine Flucht in sichere Häfen ausgelöst.

Analysten sagen, die Hauptachsen wartungsbedingter Positionierungen laufen derzeit durch vier Bereiche: Energieproduzenten, Verteidigungsauftragnehmer, Gold und andere Zufluchtswerte sowie qualitativ hochwertige Ertragswerte, die eine Phase höherer Inflation und Volatilität aushalten können.

Energie: Vom Öl‑Risikoaufschlag profitieren

Der Iran liegt an wichtigen Schifffahrtsrouten, durch die etwa 20–25 % des weltweit per Schiff transportierten Rohöls durch die Straße von Hormuz fließen.

Da Tanker ihre Durchfahrten aussetzen und Versicherer ihre Deckungen neu bewerten, sind sowohl Brent als auch West Texas Intermediate stärker gestiegen; einige Analysten warnen, dass eine anhaltende Störung die Preise in Richtung oder sogar über $100 pro Barrel treiben könnte.

Ein solches Umfeld begünstigt typischerweise:

  • integrierte Großkonzerne mit diversifizierten Förder-, Raffinerie‑ und Chemiegeschäften, die von höheren Rohölpreisen und breiteren Produktmargen profitieren.
  • regional diversifizierte Produzenten, die in Märkte verkaufen können, die weniger von physischen Engpässen betroffen sind.

Forschungen von Investing.com und anderen weisen wiederholt auf große, cashgenerierende Ölgesellschaften als potenzielle Nutznießer eines Iran‑Risikoaufschlags hin und stellen fest, dass deren Fair‑Value‑Schätzungen von niedrigeren Benchmark‑Preisen ausgingen als jenen, die derzeit diskutiert werden.

UBS und andere Vermögensverwalter nennen Energie ebenfalls als wichtiges Overweight, solange Versorgungsbedenken dominieren und die globale Nachfrage resilient bleibt.

Verteidigung: Langzyklische Profiteure durch höhere Militärausgaben

Auf der Aktienseite ist Verteidigung der andere offensichtliche Gewinner in Kriegszeiten.

Ein voll ausgefochtener Konflikt zwischen den USA, dem Iran und Israel „würde Wellen durch die Finanzmärkte senden und erhebliche Volatilität einführen“, doch die Geschichte zeigt, dass Verteidigungs‑ und Luftfahrtaktien oft überdurchschnittlich performen, wenn Bestellungen für Raketen, Flugzeuge und Radarsysteme zunehmen, so eine sektorübergreifende Analyse.

In Forschungsnotizen wiederholt genannte Namen sind unter anderem:

  • US‑Hauptauftragnehmer mit Engagement in Raketenabwehr, Marschflugkörpern und fortschrittlichen Kampfflugzeugen, die von den USA und Israel eingesetzt werden.
  • Unternehmen, die Luftabwehr‑ und Radarsysteme wie die Patriot‑ und Iron‑Dome‑Familien liefern und direkt an der Abwehr iranischer und proxygeführter Angriffe beteiligt sind.

Zacks, Investing.com und sektorfokussierte Kommentatoren heben hervor, dass frühere Aufflammen im Nahen Osten mit einem erneuten Interesse an diesen Auftragnehmern einhergingen, da Anleger sowohl kurzfristige Wiederauffüllungsorders als auch strukturell höhere Verteidigungsbudgets erwarten, falls die Konfrontation andauert.

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Gold und Zufluchtswerte: Versicherung gegen Eskalation

Über sektorale Wetten hinaus hat der US–Iran‑Konflikt klassische „Risk‑Off“-Trades wiederbelebt. Der Ölpreis‑Sprung und die Angst vor einem Inflationsschock haben Anleger in Gold, den US‑Dollar und hochwertige Staatsanleihen getrieben.

Gold hat Rekordstände erreicht, und Analysten bei Capital Economics und anderen warnen, dass weitere Angriffe auf iranische Infrastruktur sowohl Energie als auch Gold hoch halten könnten, was die Bemühungen der Zentralbanken, die Zinsen zu senken, erschwert.

Eine detaillierte cross‑asset‑Analyse stellt fest, dass in einem Szenario, in dem die Straße von Hormuz gestört bleibt oder militärische Reaktionen andauern, „Öl und Edelmetalle weiter steigen werden, während globale Aktien erneuten Verkaufsdruck spüren“, wobei Anleger Sicherheit im Schweizer Franken, im japanischen Yen und in US‑Staatsanleihen suchen.

US‑Strategen beschreiben den aktuellen Ansatz an der Wall Street als „zuerst Zuflucht, später Fragen stellen“, wobei kurzfristige Renditen von US‑Staatsanleihen wieder in Richtung der Tiefststände von 2022 fallen, da Händler gegen weitere Schocks absichern.

Portfoliomanager heben außerdem qualitativ hochwertige, defensive Aktiensektoren wie Versorger und Immobilien als potenzielle relative Nutznießer hervor, falls das Wachstum nachlässt und die Volatilität hoch bleibt.

Qualität und Diversifikation bleiben wichtig

Selbst Sektoren, die für Kriegszeiten gut positioniert erscheinen, bergen Vorbehalte. Einige Marktstrategen argumentieren, dass eine Deeskalation schneller eintreten könnte als befürchtet, insbesondere angesichts der geschwächten Position Irans und des breiten globalen Interesses, einen langanhaltenden Ölschock zu vermeiden.

Das würde voraussichtlich dazu führen, dass Öl und Gold einige Gewinne wieder abgeben und die Führungsrolle zurück zu breiteren zyklischen Werten wechselt.

Andere betonen, dass Energie und Verteidigung zwar führen könnten, „zyklische Konsumaktien jedoch Schwierigkeiten haben dürften, da höhere Ölpreise Fluggesellschaften und Einzelhändler belasten“, und verweisen auf jüngste Verluste in Reise‑ und Freizeitwerten, da Flugrouten gestört werden und Treibstoffkosten steigen.

Ölimportierende Schwellenländer gelten ebenfalls als verwundbar, da steigende Importrechnungen die Defizite ausweiten und Zentralbanken vor harte Zinsentscheidungen stellen.

Der Konsens unter den großen Instituten lautet, dass Portfolios, die zugunsten von Energie, Verteidigung, Gold und qualitativ hochwertigen Ertragswerten ausgerichtet sind — dabei aber breit diversifiziert und liquide bleiben — am besten positioniert sind, um einige Wochen erhöhter geopolitischer Risiken zu überstehen, ohne zu sehr auf ein einzelnes Ergebnis zu setzen.

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