
Rolls-Royce steht heute, am 2. März, unter Spannung, da Anleger den andauernden Krieg im Nahen Osten und dessen Auswirkungen auf das Geschäft bewerten. RR-Aktie notierte am Montag bei 1,335p, leicht unter dem Jahreshoch von 1,420p.
Geschäft von Rolls-Royce Holdings wird vom Krieg beeinflusst
Der Aktienkurs von Rolls-Royce stand am Montag im Fokus, da Anleger den jüngsten Rückgang im Zuge des andauernden Kriegs im Nahen Osten nutzten, um zuzukaufen.
Dieser Krieg wird das Unternehmen auf zwei Wegen erheblich beeinflussen. Erstens könnte das Verteidigungsgeschäft von erhöhten Rüstungsausgaben in Europa, dem Nahen Osten und den Vereinigten Staaten profitieren.
Gleichzeitig könnte die wichtige zivile Luftfahrt durch die bestehenden Reisebeschränkungen im Nahen Osten beeinträchtigt werden, die die meisten seiner Großkunden wie Turkish Airlines, Delta, Air India und British Airways getroffen haben.
Rolls-Royce berechnet diese Unternehmen nach dem Flugstundenmodell, was bedeutet, dass das Unternehmen wenig verdient, wenn die Triebwerke nicht im Einsatz sind.
Es ist unklar, wann sich der Flugverkehr im Nahen Osten wieder normalisiert, da Iran Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten abgelehnt hat, trotz Trumps Behauptung, deren Führung rufe das Weiße Haus an.
Analysten sind der Ansicht, dass Verhandlungen und ein rasches Ende dieses Kriegs Iran in eine nachteilige Position bringen würden, da sie den Vereinigten Staaten und Israel erlauben würden, ihre Waffenbestände aufzufüllen und zu einem späteren Zeitpunkt einen weiteren Angriff zu starten.
Geschäft von Rolls-Royce floriert
Die neue Krise tritt eine Woche nach Veröffentlichung starker Finanzergebnisse durch Rolls-Royce Holdings ein, die besser als erwartet ausfielen.
Rolls-Royce Holdings teilte mit, dass sein bereinigtes Ergebnis stieg auf £3,5 Milliarden von £2,5 Milliarden im Jahr 2024. Dieses Wachstum wurde vom Bereich zivile Luftfahrt getrieben, der weiterhin die LTSA-Margen und den Umsatz steigerte.
Darüber hinaus hob das Management die mittelfristigen Ziele erneut an. Es erwartet nun, dass das operative Ergebnis 2028 zwischen £4,5 Milliarden und £5,2 Milliarden liegen wird, deutlich höher als die für dieses Jahr erwarteten £4,0 Milliarden bis £4,2 Milliarden.
Das Unternehmen rechnet außerdem damit, dass die operative Marge auf zwischen 18% und 20% steigen wird, während der Free Cashflow auf zwischen £5 Milliarden und £5,3 Milliarden anziehen soll. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die Turnaround-Maßnahmen greifen.
Das zivile Luftfahrtgeschäft erzielte einen Umsatz von £10,2 Milliarden, ein Plus von 15% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die operative Marge stieg von zuvor 16,6% auf 20,5%.
Das Verteidigungsgeschäft, das vom andauernden Krieg im Iran profitieren dürfte, erzielte £4,77 Milliarden, ein Plus von 8% gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Die operative Marge stieg von 14,2% auf 14,4%.
Rolls-Royce profitiert zudem vom anhaltenden KI-Ausbau: Der Umsatz im Power-Segment stieg um 19% auf über £4,9 Milliarden. Das Management arbeitet an einem neuen Power-Produkt mit Fokus auf das Rechenzentrums-Geschäft.
Am wichtigsten für Anleger: Das Unternehmen kündigte einen Aktienrückkauf in Höhe von £2,5 Milliarden für dieses Jahr sowie Rückkäufe zwischen £7 Milliarden und £9 Milliarden für die Geschäftsjahre 2026 und 2028 an.
Technische Analyse des Rolls-Royce-Aktienkurses

Das Tageschart zeigt, dass der RR-Aktienkurs vom Allzeithoch von 1,420p auf das aktuelle Niveau von 1,330 zurückgegangen ist. Dieser Rückzug erfolgte, da Anleger Gewinne mitnahmen, nachdem die starken Finanzergebnisse bereits eingepreist waren.
Er liegt weiterhin über den 50- und 100-Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitten (EMA). Er bleibt auch über dem wichtigen Unterstützungsniveau bei 1,307p, dem Höchststand im Januar.
Daher ist das wahrscheinlichste Szenario ein weiteres Ansteigen, wobei die Bullen das nächste Ziel bei 1,410p anvisieren, dem Höchststand der Vorwoche.
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