Weltweite Rüstungsaktien stiegen am Montag, als der Konflikt zwischen Israel und Iran in den dritten Tag ging, die Vereinigten Staaten einbezogen wurden und Anleger mit höheren Militärausgaben in den Regionen rechneten.

Die Märkte reagierten schnell, nachdem US- und israelische Streitkräfte weiterhin Ziele im Iran angriffen, während Israel zudem Hezbollah‑Positionen im Libanon traf.

Iran nahm unterdessen Raketenschläge auf Israel wieder auf und griff Berichten zufolge Flughäfen und strategische Anlagen in benachbarten Golfstaaten an, was die Befürchtungen einer weiteren regionalen Eskalation verstärkte.

Europäische Rüstungswerte führen die Gewinne an

Europäische Rüstungshersteller setzten eine bereits starke Rallye fort, gestützt auf die Erwartung, dass Regierungen angesichts erhöhter geopolitischer Risiken die Verteidigungsausgaben beschleunigen werden.

Die Aktien von BAE Systems schossen um 7,9 % nach oben und waren damit der größte Gewinner im Sektor.

Das schwedische Saab und das französische Thales legten jeweils um 6,1 % zu.

Das deutsche Hensoldt stieg um 5,2 %, während das norwegische Kongsberg und das italienische Leonardo jeweils um 4,7 % zulegten.

Der in Großbritannien ansässige Sprengstoffhersteller Chemring gewann 4,5 %.

Weitere große europäische Namen, darunter Rheinmetall, Dassault Aviation und Indra Sistemas, standen etwa 3,5 % im Plus.

Lockheed Martin, RTX und weitere legen in den USA zu

Auch US‑Rüstungskonzerne zeigten vorbörslich deutliche Kursgewinne.

Lockheed Martin, RTX und Northrop Grumman lagen alle vor Börsenstart mehr als 5 % im Plus.

„Die US-/israelischen Angriffe auf den Iran und die anschließende Vergeltung durch Iran werden wahrscheinlich den Anlegerfokus auf Raketenabwehrsysteme lenken sowie vermutlich zu höheren US‑Verteidigungsausgaben führen“, sagte Charles Armitage, Analyst bei Citi.

In Asien zogen chinesische Rüstungsaktien bei der weltweiten Rallye nach.

Die Aktien von Avic Shenyang Aircraft Company, bekannt für die Produktion des J-35‑Tarnkappenjägers, schlossen fast 5 % höher, während Avic Chengdu Aircraft um mehr als 4 % zulegte.

Indische Rüstungsaktien geben frühe Gewinne wieder ab

In Indien eröffneten Rüstungsaktien deutlich im Plus, obwohl die breiteren Märkte schwächelten.

Hindustan Aeronautics, Bharat Dynamics, BEL und Paras Defence stiegen im frühen Handel um bis zu 13,5 %, gestützt von Erwartungen höherer Exportaufträge und verbessertem Sentiment.

Bei Handelsschluss war jedoch ein Großteil der Rallye abgeflaut.

Hindustan Aeronautics schloss knapp über 1 % im Plus, Bharat Dynamics gewann 0,4 %, BEL legte um mehr als 2 % zu und Paras Defence erhöhte sich um über 3 %.

Unsicherheit trübt den Marktausblick

Die Aussicht auf einen langwierigen Konflikt trieb zudem die Ölpreise und Energiewerte nach oben, was die Inflationssorgen verstärkte.

„Momentan ringt man vor allem mit großer Unsicherheit“, sagte Patrick O’Donnell, Chief Investment Strategist bei Omnis Investments, gegenüber CNBC.

Er warnte, dass die Märkte unsicher bleiben bezüglich der Dauer des Konflikts und seiner Auswirkungen auf Wachstum und Inflation.

Die erneute Gewalt folgt auf US‑israelische Luftangriffe im vergangenen Juni, die drei iranische Nuklearanlagen beschädigten.

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