Am Donnerstag legte Gold leicht zu, da Unsicherheit über die US-Zollpolitik, erneute geopolitische Spannungen und neue US-Arbeitsmarktdaten die Nachfrage nach sicheren Anlagen stützten.

Ein schwächerer Dollar trug zu den Gewinnen bei, während Investoren die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe verdauten und die Entwicklungen der US-Iran-Atomgespräche in Genf verfolgten.

Die Spotpreise hielten sich nach einer starken Rally in diesem Jahr in der Nähe der jüngsten Höchststände, obwohl die Futures leicht nachgaben.

Zollpolitik und Dollarbewegungen

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung stieg Spotgold um 0.1% auf $5,174.07 pro Unze.

Anfang der Woche erreichte das Edelmetall ein Drei-Wochen-Hoch. US-Gold-Futures für die Lieferung im April fielen um 0.7% auf $5,190.30.

Der US-Dollar schwächte sich, wodurch in Dollar denominierten Rohstoffe für Inhaber anderer Währungen günstiger wurden.

Diese Währungsschwäche unterstützte die Edelmetallpreise zusätzlich und half, den Druck durch leicht niedrigere Futures-Notierungen auszugleichen.

Anleger beobachten genau, ob Klarheit zu Umsetzungszeiträumen und -umfang entsteht, da Änderungen der Zollpolitik die Inflationserwartungen und globale Lieferketten in den großen Volkswirtschaften beeinflussen können.

Arbeitslosenmeldungen steigen moderat

Die wöchentlichen US-Arbeitslosenanträge stiegen in der zuletzt von Feiertagen beeinflussten Woche auf 212,000, nach 208,000 zuvor.

Der Anstieg war moderat, und die Anträge bleiben im historischen Vergleich relativ niedrig.

Die Daten boten aktualisierte Einblicke in die Lage am Arbeitsmarkt, zu einer Zeit, in der Anleger Zeichen wirtschaftlicher Widerstandsfähigkeit oder nachlassender Dynamik genau beobachten.

Arbeitsmarktindikatoren bleiben zentral für die Erwartungen hinsichtlich Wachstum und Politikrichtung, insbesondere da die Märkte bewerten, wie Beschäftigungstrends die breiteren finanziellen Bedingungen und das Verbrauchervertrauen beeinflussen könnten.

US‑Iran-Gespräche im Fokus

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, sollen sich in Genf mit einer iranischen Delegation zu einer dritten Runde von Atomgesprächen treffen.

In seiner State-of-the-Union-Rede am Dienstag skizzierte Trump die Möglichkeit militärischer Maßnahmen und sagte, er werde nicht zulassen, dass Iran eine Atomwaffe erlangt.

Die erneute diplomatische Annäherung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen zwischen den beiden Ländern und verstärkter Aufmerksamkeit für die regionale Stabilität.

Geopolitische Unsicherheit in Zusammenhang mit den Gesprächen stützt weiterhin die Nachfrage nach Gold, das weithin als Wertspeicher in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Instabilität gilt.

Rekordstände und andere Metalle

Die Goldpreise erreichten am 29. Januar mit $5,594.82 ein Rekordhoch und liegen in diesem Jahr bisher rund 20% im Plus.

Marktteilnehmer wiesen auf starke Käufe aus Asien und von Zentralbanken als einen Faktor hin, der die Rally stützt und langfristige Nachfragetrends neben kurzfristiger Volatilität verstärkt.

Bei anderen Edelmetallen fiel Spot-Silber um 2.1% auf $87.52 pro Unze.

Spot-Platin fiel um 0.5% auf $2,275.65 pro Unze, während Palladium ebenfalls um 0.5% auf $1,785.79 nachgab.

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