
US-Softwareaktien haben einen brutalen Start ins Jahr 2026 erlebt, wobei der iShares Expanded Tech-Software Sector exchange traded fund (ETF) um über 25% eingebrochen ist, während Investoren mit dem “AI paradox” kämpfen.
Die Befürchtung, dass generative künstliche Intelligenz das sitzplatzbasierte Preismodell traditioneller SaaS (Software-as-a-Service) zerschlagen könnte, hat die Branche in diesem Monat in einen Bärenmarkt gedrängt.
Allerdings löste Anthropics Integration seines Tools Claude Cowork in Legacy‑Plattformen am Dienstag eine Erholung aus, was signalisiert, dass die Panik vielleicht doch etwas “overdone” war.
Analysten heben nun spezifische “KI‑resistente” Giganten hervor – allen voran Intuit (INTU) und Salesforce (CRM) – als generationenübergreifende Kaufgelegenheiten, die zwischen den Trümmern verborgen liegen.
Warum Analysten Intuit‑Aktien jetzt als KI‑Gewinner sehen?
Trotz eines erschütternden Rückgangs von 45% in diesem Jahr bleibt die Intuit‑Aktie für Jefferies‑Analyst Brent Thill ein Top‑Conviction‑Pick.
Die Skepsis gegenüber INTU rührt von der Angst her, dass KI die Steuererstellung und Buchführung so weit automatisieren könnte, dass Software überflüssig wird.
Thill argumentiert jedoch, dass dies den massiven proprietären Vorteil des Unternehmens ignoriert – 40 Jahre Finanzdaten von rund 100 Millionen Kunden.
Intuit reagiert nicht nur auf künstliche Intelligenz; das Unternehmen macht sie zur Waffe. Der Konzern hat bereits 80 verschiedene KI‑Modellvarianten eingesetzt, um Finanz‑Workflows zu personalisieren.
In einer Landschaft, in der “data is the new oil”, macht INTUs tiefer Vorrat an historischen Nutzerverhalten seine Plattform enorm kundenbindend.
Thill bezeichnet Intuit als einen “dauerhafteren Anbieter” und merkt an, dass es für ein durchschnittliches Unternehmen oder einen Kleinbetrieb nach wie vor deutlich “kosteneffektiver” ist, auf Intuit Inc.s ausgereiftes Ökosystem zu setzen, als eigene KI‑Buchhaltungstools von Grund auf zu entwickeln.
Für Anleger stellt die aktuelle Bewertung einen seltenen Einstiegspunkt in ein Geschäft dar, dessen “interne KI‑Adoption das Wachstum zu stützen scheint.”
Warum Analysten Salesforce‑Aktien jetzt als KI‑Gewinner sehen?
Salesforce blieb im Tech‑Abverkauf 2026 nicht verschont, die Aktien sind um mehr als 29% gefallen.
Die Hauptsorge des Marktes ist, dass KI‑Agenten die Notwendigkeit für menschliche Benutzerplätze ersetzen und damit die CRM‑Umsätze schmälern könnten.
Dennoch ist Salesforce laut Jefferies tatsächlich „best‑positioned among apps vendors to deliver on AI agents“ – also besser aufgestellt, um KI‑Agenten bereitzustellen, statt von ihnen ersetzt zu werden.
Der Strategiewechsel des Softwareunternehmens hin zu autonomen Agenten – KI‑Entitäten, die Aufgaben innerhalb von “Slack” und seiner CRM‑Suite ausführen können – gilt als Meisterleistung der Selbst‑Disruption.
Das jüngste Anthropic‑Update, das “Claude Cowork” direkt in das zu CRM gehörende Slack integriert, bestätigt den “incumbent advantage”.
Statt an den Rand gedrängt zu werden, wird Salesforce Inc. zum “essential host” für die weltweit fortschrittlichsten KI‑Tools, wobei Pioniere wie Anthropic weiterhin die CRM‑Infrastruktur nutzen, um ihre Geschäfte zu betreiben.
Indem die Erzählung von “Software, die Sie nutzen” zu “KI‑Agenten, die für Sie arbeiten” verschoben wird, scheint Salesforce Inc. gut positioniert, um “seine hohen operativen Margen zu verteidigen” und zu beweisen, dass seine Plattform die unverzichtbare Grundlage des modernen Unternehmens ist.
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