
Palo Alto Networks (NASDAQ: PANW) rückt heute Morgen zurück, da Investoren auf die vorsichtige Guidance reagieren, die eine solide Bilanz im zweiten Quartal überschattet hat.
Während das Cybersicherheitsunternehmen im Q2 Umsatz- und Gewinnschätzungen übertraf, fiel der erwartete Jahresausblick für den Gewinn hinter den Erwartungen zurück – hauptsächlich aufgrund der hohen Anstrengungen bei der Integration mehrerer hochkarätiger Übernahmen.
PANW ist in den letzten Monaten auf Einkaufstour gegangen, hat CyberArk in einem ‚Meilenstein‘-Deal über 25 Milliarden Dollar übernommen, gefolgt von Chronosphere und zuletzt dem israelischen KI-Sicherheits-Startup ‚Koi‘.
Und da die dealbezogenen Kosten des Unternehmens weiter ansteigen, werden die Margen voraussichtlich in naher Zukunft unter Druck geraten.
Jedoch bleibt Dan Ives unbeeindruckt – er argumentiert, dass diese strategischen Investitionen die „fehlenden Stücke“ eines gigantischen KI-Puzzles sind, und der Kursrückgang von Palo Alto Networks nach den Quartalszahlen ist ein ‚double table pounder‘ für langfristige Anleger.
Warum die Palo Alto Networks-Aktie nach dem Q2-Gewinn kaufenswert ist
Eine wachsende Erzählung in der Softwarebranche deutet darauf hin, dass generative KI-Tools wie Anthropic oder OpenAI die traditionelle Cybersicherheit dezentralisieren und klassische Firewalls obsolet machen könnten.
Aber Dan Ives, Senior Analyst bei Wedbush Securities, lehnt diese Ansicht kategorisch ab.
In einem Gespräch mit CNBC diese Woche, er wies darauf hin, dass PANW’s mehrjähriger milliardenschwerer Akquisitionsstrategie, insbesondere der CyberArk-Deal, darauf abzielt, eine „vollständige End-to-End-KI-Sicherheitsplattform“ zu schaffen, die Startups einfach nicht in großem Maßstab replizieren können.
Nach seiner Auffassung, während Unternehmen zu KI-zentrierten Budgets übergehen, steigt der Anteil der Cybersicherheit an den IT-Ausgaben von bescheidenen 5-8% und könnte auf über 25% klettern, wenn KI-Agenten zu autonomen Mitarbeitern werden.
Ives bleibt optimistisch bezüglich der PANW-Aktie, da das Management kein Geld ausgibt, um sich gegen KI zu verteidigen; es investiert stattdessen darin, die Infrastruktur zu besitzen, die sie absichert, wodurch eine wahrgenommene Gegenwindreaktion effektiv zu einem massiven Wachstumskatalysator wird, den der Markt noch nicht vollständig eingepreist hat.
Wie hoch könnten PANW-Aktien im Jahr 2026 steigen?
Dan Ives sieht den Kursrückgang nach den Quartalsergebnissen in der Palo Alto Networks-Aktie als eine erstklassige Kaufgelegenheit, da die Ängste vor KI-Störung nicht mit dem zukünftigen Cashflow-Potenzial des Unternehmens vereinbar sind.
Er glaubt, dass die CyberArk-Integration beweisen wird, dass der „Deal, der PANW verändert“, indem sie ein Maß an Sichtbarkeit und Plattformisierung bietet, das die Marktkapitalisierung im Laufe der Zeit um Hunderten von Milliarden erhöhen könnte.
Nach dem Wedbush-Analysten wird der Markt dieses an der Nasdaq gelistete Unternehmen anerkennen, als den unbestrittenen Schwergewichts-Champion der Ära der KI-Sicherheit.
Um diese Überzeugung zu untermauern, bekräftigte die Investmentfirma heute ihr Outperform-Rating für Palo Alto Networks mit einem Kursziel von 225 USD, was ein potenzielles Upside von ca. 50% von hier aus signalisiert.
Der CEO von PANW, Nikesh Arora, bestätigte diese Ansicht – und sagte: „Ich verstehe immer noch nicht, warum der Markt KI als Bedrohung für die Cybersicherheit betrachtet, da Kunden herausgefunden haben, dass sie mehr Konsistenz in ihrem Sicherheits-Stack benötigen, um schneller mit KI reagieren zu können.“
Alles in allem, da das Gewinnmultiplikator etwa 8,0% über dem dreijährigen Durchschnitt liegt, wird die Bewertung von Palo Alto Networks immer attraktiver für ein Unternehmen mit 16 Milliarden Dollar an verbleibenden Leistungs-Verpflichtungen (RPO).
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