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Die Aktien von Spire Healthcare stiegen am Montag um bis zu 20 %, nachdem der private Krankenhausbetreiber bestätigt hatte, dass er vorläufige Gespräche mit mehreren Buyout-Firmen führe, was die Erwartungen auf eine mögliche Übernahme und Delisting von der Londoner Börse schürte.

Die an der FTSE 250 notierte Gruppe erklärte, dass Bridgepoint Advisers und Triton Investments Advisers “unter den Parteien” waren, die an Gesprächen zur Prüfung strategischer Optionen beteiligt waren.

Die Bestätigung folgte auf Medienberichte am Wochenende und löste eine starke Rallye der Aktie aus, die monatelang unter Druck stand.

Trotz der Marktreaktion warnte Spire, dass sich die Gespräche noch in einem frühen Stadium befinden, und betonte, dass es keine Gewissheit gebe, dass ein Angebot zustande kommen werde.

Frühphasen-Gespräche folgen auf die strategische Überprüfung

Das Unternehmen kündigte erstmals im September eine strategische Überprüfung seiner Geschäftstätigkeit an und erklärte, dass es sich in Gesprächen mit mehreren Parteien, darunter potenziellen Käufern, befinde.

Seitdem sind die Aktien von Spire fast 14 % gefallen, was die Unsicherheit der Investoren bezüglich der Aussichten und der Transaktionsaussichten widerspiegelt.

Im Rahmen der Überprüfung hat Spire Rothschild and Co. als Finanzberater ernannt.

Die Gruppe bekräftigte am Montag, dass die Gespräche vorläufig bleiben und keine Garantie für eine Einigung erfolgt.

Berichten zufolge wurden potenzielle Käufer gebeten, bis zum 20. Januar Interessenbekundungen einzureichen, was offenbar die Spekulationen um einen Verkauf an Private Equity beschleunigt hat.

Ein asset-reiches Portfolio zieht die Aufmerksamkeit der Investoren auf sich.

Spire betreibt 38 Krankenhäuser und mehr als 50 Kliniken, medizinische Zentren und Konsultationsräume in ganz England, Wales und Schottland.

Sein Nachlass umfasst Vermögenswerte wie das Claremont Hospital in Sheffield und das St Anthony’s Hospital im Süden Londons.

Die Gruppe wurde 2007 durch den Erwerb und die Umbenennung von 25 Bupa-Krankenhäusern gegründet, 2014 an die Börse gelistet und später durch weitere Übernahmen sowie den Bau neuer Krankenhäuser in Manchester und Nottingham ausgebaut.

Das Unternehmen steht unter anhaltendem Druck von Aktionären, angeführt von Harwood Capital Management, die argumentiert haben, dass der Aktienkurs von Spire nicht vollständig den Wert seines unbelasteten Krankenhausportfolios widerspiegele, das auf mehr als 1,4 Milliarden Pfund geschätzt wird, sowie seines betrieblichen Gesundheitsgeschäfts.

Als Reaktion darauf leitete der Vorstand unter dem Vorsitz des ehemaligen Kingfisher-Vorstands Sir Ian Cheshire die strategische Überprüfung ein.

Gewinnausblick und NHS-Exposition gewichten

Operativ hat Spire gemischte Signale gesendet.

Im Dezember erklärte das Unternehmen, dass der jährliche bereinigte Kerngewinn am unteren Ende seiner Prognosespanne von 270 bis 285 Millionen Pfund liegen wird.

Während die Nachfrage nach privat finanzierten Behandlungen gestiegen ist, unterstützt durch mehr Patienten, die aus eigener Tasche zahlen oder eine Krankenversicherung nutzen, hat sich die Arbeit im Auftrag des NHS verlangsamt.

NHS-bezogene Aktivitäten machen etwa 30 % der Einnahmen von Spire aus und haben historisch gesehen einen stabilen Einkommensstrom geboten.

Die Gruppe hat auf Budgetbeschränkungen bei integrierten Versorgungsbehörden, die 2022 in England die klinischen Auftraggebungsgruppen ersetzten, als einen Schlüsselfaktor für schwächere NHS-Mengen hingewiesen.

Es wurde außerdem gewarnt, dass die vorgeschlagenen NHS-Tariferhöhungen für 2026-27 deutlich unter der Inflation liegen, was Unsicherheit im gesamten Sektor schafft.

Debatte über die Rolle des Privatsektors im Gesundheitswesen

Geschäftsführer Justin Ash hat argumentiert, dass eine engere Zusammenarbeit zwischen privaten Anbietern und dem NHS dazu beitragen kann, Wartelisten zu reduzieren und das Wirtschaftswachstum zu fördern, indem mehr Menschen wieder arbeiten gehen.

Die wachsende Rolle des privaten Gesundheitswesens hat jedoch Bedenken hinsichtlich der schleichenden Privatisierung und des Entstehens eines zweistufigen Systems ausgelöst.

Gesundheitsminister Wes Streeting hat die Nutzung privater Anbieter verteidigt und darauf bestanden, dass sie NHS-Ressourcen unterstützen und nicht entziehen müssen.

Vor diesem Hintergrund werden Spires Gespräche mit Buyout-Firmen voraussichtlich sowohl politische als auch von Investoren beobachtet werden, während sie sich entfalten.

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