Germany India defence partnership deepens with submarine manufacturing plans

Deutschland und Indien stehen kurz davor, ein U-Boot-Produktionsabkommen abzuschließen, das die Verteidigungszusammenarbeit zwischen den beiden Ländern erheblich ausweiten und Indiens Beschaffungsstrategie für die Marine neu gestalten würde.

Das Geschäft, das laut Bloomberg mit mindestens 8 Milliarden Dollar im Wert ist, soll laut mit den Gesprächen vertraute Beamte den vollständigen Technologietransfer für die U-Boot-Produktion einführen.

Die Verhandlungen haben vor dem Besuch des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz in Indien in der nächsten Woche an Fahrt gewonnen.

Sollte das Abkommen abgeschlossen werden, würde es ermöglichen, U-Boote im Inland in Partnerschaft mit einem deutschen Hersteller zu bauen, was eine Abkehr von Indiens langjähriger Abhängigkeit von importierten Marinefahrzeugen markiert.

Fertigungs- und Technologiefokus

Im Rahmen der vorgeschlagenen Vereinbarung würde das deutsche Unternehmen Thyssenkrupp Marine Systems mit den staatlichen Mazagon Dock Shipbuilders in Indien zusammenarbeiten, um U-Boote in Indien herzustellen.

Beamte sagen, so Bloomberg, dass die Einbeziehung des Technologietransfers zentral für die Gespräche sei, da dies indischen Werften Zugang zu fortschrittlichen Design- und Produktionskapazitäten verschaffen würde.

Der Technologieaustausch war bei früheren Verteidigungskäufen oft ein Streitpunkt.

Die aktuellen Verhandlungen deuten auf ein höheres Maß an industriellem Vertrauen hin, insbesondere angesichts der Komplexität des U-Boot-Baus und der strategischen Sensibilität solcher Plattformen.

Auswirkungen auf Indiens Marinepläne

Die indische Marine betreibt derzeit etwa ein Dutzend alternde russische U-Boote sowie sechs neuere, französisch gebaute Schiffe.

Laut Bloomberg sagen Experten, dass das deutsche Geschäft Indien dazu bringen würde, Pläne zum Kauf von drei weiteren französischen U-Booten aufzugeben, was die zukünftige Flottenerweiterung auf das deutsch-indische Produktionsprogramm umlenken würde.

Die diskutierten U-Boote sollten mit luftunabhängigen Antriebssystemen ausgestattet werden.

Diese Technologie ermöglicht es Schiffen, länger unter Wasser zu bleiben als herkömmliche dieselelektrische U-Boote, was die Ausdauer und Einsatzreichweite im Indischen Ozean verbessert.

Strategischer und diplomatischer Kontext

Die vorgeschlagenen U-Boote würden Indiens Fähigkeit stärken, große Seegebiete zu patrouillieren, während China seine Marinepräsenz im Indischen Ozean ausweitet.

Obwohl das Abkommen als industrielle Partnerschaft konzipiert ist, hat es ein klares strategisches Gewicht für Neu-Delhis maritime Sicherheitsplanung.

Für Deutschland spiegelt die Bereitschaft, fortschrittliche U-Boot-Technologie zu teilen, eine umfassendere Entwicklung seiner Verteidigungshaltung wider.

Seit Russlands Invasion der Ukraine hat Berlin die Verteidigungsproduktion beschleunigt und versucht, die Beziehungen zu Partnern außerhalb Europas, darunter Indien, zu stärken.

Umfassendere Kooperationsagenda

Die U-Boot-Gespräche sind Teil einer umfassenderen diplomatischen Initiative während Merz’ erstem Besuch in Indien als Kanzler.

Er soll Premierminister Narendra Modi in Gujarat treffen, bevor er nach Bengaluru reist, um mit deutschen Unternehmen in Indien in Kontakt zu treten.

Bloomberg erklärt, dass die Beamten angeben, dass beide Seiten voraussichtlich auch eine engere Zusammenarbeit im Pharmasektor prüfen werden.

Merz plant, den Besuch zu nutzen, um die Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und Indien über ein lang ausstehendes Freihandelsabkommen voranzutreiben.

Diese Reise wird seine erste Auslandsreise sein, begleitet von einer großen Delegation deutscher Regierungschefs, was die wirtschaftliche Dimension der Beziehung unterstreicht.

Ein separater, geschäftsorientierter Besuch in China ist ebenfalls geplant, obwohl die Termine noch nicht bestätigt sind.

Indiens Rüstungsproduktion

Indien hat jahrelang ausländische Rüstungslieferanten dazu gedrängt, lokal herzustellen und Fachwissen zu teilen.

Im Jahr 2020 beschränkte die Modi-Regierung die Importe mehrerer großer Verteidigungsplattformen, um die heimische Produktion zu fördern.

Trotz dieser Bemühungen merkt Bloomberg an, dass Indien laut Stockholm International Peace Research Institute weiterhin der zweitgrößte Importeur von militärischer Ausrüstung ist, wobei Russland weiterhin der Hauptlieferant ist.

Beamte sagen, dass das deutsche U-Boot-Abkommen Indiens Ziel unterstützen würde, die Abhängigkeit von russischer Ausrüstung zu verringern und gleichzeitig die einheimischen Rüstungskapazitäten zu stärken.

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