
Die US-Aktien steigen am 24. Dezember, nachdem das BIP-Wachstum des Landes im dritten Quartal bei 4,3 % lag , deutlich über den Erwartungen von nur 3,2 %.
Der Bericht verzögerte sich aufgrund des längeren Regierungsstillstands – doch die stärkeren als erwarteten Daten haben dennoch die Debatte über den nächsten Schritt der Fed neu entfacht.
Für die US-Zentralbank ist das Wirtschaftswachstum ein wichtiger Faktor bei der Festlegung der Zinssätze, und der neueste Bericht zeigt eine Widerstandsfähigkeit bei den Konsumausgaben und -dienstleistungen.
Doch da die Inflation abschwächt und der Arbeitsmarkt sich verlangsamt, überlegen Investoren, ob die Federal Reserve auf ihrer Januarsitzung eine weitere Zinssenkung vornehmen wird.
Warum die Fed im Januar die Zinsen noch senken könnte
Im luftleeren Raum hätte der stärker als erwartete BIP-Bericht es begünstigt, die Zinsen im Januar nicht weiter zu senken.
Der US-Arbeitsmarkt, der andere große Teil des Doppelmandats der Fed, zeigt jedoch Anzeichen von Schwäche.
Die Arbeitslosenquote stieg im November auf 4,6 % – der höchste Wert seit vier Jahren.
Experten zufolge kann die wirtschaftliche Stärke allein die Fed nicht dazu bringen, sich gegen eine Zinssenkung im Januar zu entscheiden, was betont, dass Arbeitsmarkttrends weiterhin zentral für politische Entscheidungen bleiben.
Wenn die Einstellungen weiter nachlassen und die Inflation eingedämmt bleibt, könnte die Zentralbank im nächsten Monat dennoch eine Lockerung rechtfertigen, um einen weiteren Verfall der Beschäftigung zu verhindern.
US-Aktien könnten selbst dann steigen, wenn die Fed im Januar hält
Interessanterweise ist es vernünftig anzunehmen, dass US-Aktien, wie sie durch den Leitindex SandP 500 repräsentiert werden, auch dann stark bleiben, wenn die Fed im Januar keine weiteren Zinssenkungen entscheidet.
Warum? Denn der Markt hat mehrere Rückenwinde für 2026, wie künstliche Intelligenz (KI) und die Widerstandsfähigkeit der Unternehmensgewinne, was ausreichen könnte, um das Momentum auch bei einer Pause der Fed aufrechtzuerhalten.
Außerdem wird die Zentralbank, selbst wenn sie im Januar eine Zinssenkung überspringen würde, wahrscheinlich dennoch eine für später im Jahr 2026 signalisieren – und allein diese Indikation könnte ausreichen, damit Anleger vorerst Vertrauen in US-Aktien bewahren.
Was Sie 2026 von der US-Wirtschaft und den Märkten erwarten können
Die US-Wirtschaft geht mit gemischten Signalen ins Jahr 2026: Das Wachstum bleibt stärker als erwartet, aber der Arbeitsmarkt schwächt sich ab.
Der Inflationsdruck hat nachgelassen, was der Federal Reserve Spielraum gibt, obwohl die Entscheidungsträger vorsichtig bleiben, nicht zu schnell zu handeln.
Angesichts dieser gemischten Daten glaubt Chris Rupkey, Chefökonom bei FWDBONDS, dass die Fed-Zinsen aufgrund politischer und institutioneller Belastungen “viel schneller auf neutral im Jahr 2026” fallen werden.
Andere, wie Michael Pearce von Oxford Economics, sehen die Zentralbank jedoch als “noch etwas länger im Abwarten-Modus”.
Dennoch könnte die Volatilität die Sitzungen der Federal Reserve weiterhin umgeben, doch die übergeordnete Erzählung deutet darauf hin, dass US-Aktien weiterhin von strukturellen Treibern profitieren könnten, wodurch das Wall-Street-Momentum auch ins neue Jahr erhalten bleibt.
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