
US-Aktien, repräsentiert durch den Leitindex SandP 500, sind auf dem besten Weg, das Jahr mit Grün abzuschließen.
Aber eine sogenannte “Weihnachtsmann-Kundgebung” könnte dieses Jahr nicht erscheinen – und das zeichnet kein besonders rosiges Bild von dem, was 2026 kommen wird, sagt Jonathan Krinsky, Chef-Markttechniker bei BTIG.
Der Benchmarkindex ist diese Woche über 2,0 % zurückgegangen, aber Krinsky warnt, dass die jüngste Schwäche im Vergleich zu dem, was die Investoren künftig erwarten wird, nur ein Bruchteil sein könnte.
Was genau ist eine Weihnachtsmann-Kundgebung?
Eine “Weihnachtsmann-Rallye” bezeichnet ein bekanntes saisonales Muster bei US-Aktien. Historisch gesehen steigen sie meist an den letzten fünf Handelstagen im Dezember und in den ersten beiden Januarsitzungen.
Im Durchschnitt legt der SandP 500 in diesem Zeitraum 1,2 % und im Dezember insgesamt 1,4 % zu, laut Daten des Stock Trader’s Almanac.
Markthistoriker und Händler verfolgen diesen Trend seit Jahrzehnten – und beobachten, dass diese Periode oft einen moderaten, aber zuverlässigen Schub für die wichtigsten Indizes bringt.
Die Theorien hinter dem Muster variieren. Einige führen dies auf geringere Handelsvolumina zurück, da die institutionellen Schreibtische für das Jahr auslaufen, während andere auf eine verbesserte Anlegerstimmung im Zusammenhang mit Feiertagen, Bonusflüssen oder Portfolio-Neuausgleich hinweisen.
Laut langjährigen Marktdaten hat dieser Zeitraum historisch gesehen meist positive Renditen gebracht – was es zu einem intensiv beobachteten Phänomen an der Wall Street macht.
Warum eine Weihnachtsmann-Kundgebung 2025 vielleicht nicht stattfindet
Laut Jonathan Krinsy sieht das technische Setup 2025 weniger vielversprechend aus.
In seiner Forschungsnotiz hob der Markttechniker hervor, dass der Benchmarkindex gefährlich nahe seinem 50-Tage-Durchschnitt schwebt, einem Niveau, das viele Trader als Maßstab für kurzfristiges Momentum ansehen.
Der SandP 500 fiel kürzlich intraday unter diese Schwelle, was Bedenken hinsichtlich abnehmender Stärke aufkommen lässt. “Es war vor etwa einem Monat, als SPX etwa sieben Monate lang nicht unter seinen 50 DMA gekommen war”, schrieb er.
Die jüngste Schwäche deutet jedoch darauf hin, dass sie in den kommenden Tagen wieder darunter schließen könnte – was das bärische Momentum kurzfristig beschleunigen könnte, fügte Krinsky hinzu.
Dieser Wandel, so sagte er, markiere “eine subtile, aber bemerkenswerte Veränderung des Charakters.”
Alles in allem ist der Benchmark in einem Monat gefallen, der typischerweise Gewinne bringt – was darauf hindeutet, dass die saisonalen Rückenwinde laut BTIGs Chef-Markttechniker möglicherweise nicht stark genug sind, um Marktmüdigkeit auszugleichen.
Was für ein fehlendes Weihnachtsmann-Rallye-Signal für 2026
Sollte der Markt seinen üblichen Aufschwung Ende Dezember nicht erreichen, könnten sich die Auswirkungen weit über die Feiertage hinaus erstrecken.
Historisch gesehen wurde das Fehlen einer Weihnachtsmannkundgebung als warnendes Signal für das kommende Jahr interpretiert.
Stock Trader’s Almanac merkt an, dass dieses saisonale Muster oft Phasen von Marktturbulenzen oder schwächeren als erwarteten Entwicklungen vorangegangen ist.
Obwohl kein einzelner Indikator zukünftige Ergebnisse garantiert, könnte ein enttäuschendes Ende von 2025 Bedenken hinsichtlich gedehnter Bewertungen, nachlassender Dynamik oder wechselnder makroökonomischer Bedingungen verstärken.
Für Anleger könnte das bedeuten, mit einer defensiveren Haltung ins Jahr 2026 zu gehen.
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