Apple updates iOS in Japan to meet new competition rules

Apple führt gezielte Änderungen an seiner iPhone-Software in Japan ein, da das neue Wettbewerbsgesetz des Landes in Kraft tritt und einen weiteren Schritt in der Anpassung seines streng kontrollierten Ökosystems an lokale Regulierung markiert.

Die Updates sind darauf ausgelegt, den Mobile Software Competition Act zu entsprechen, einem Gesetz, das im vergangenen Jahr verabschiedet wurde, um mobilen Plattformen für Entwickler und Nutzer mehr Wahlmöglichkeiten zu ermöglichen.

Apple bestätigte am Mittwoch, dass die Änderungen nun in Japan über iOS 26.2 verfügbar sind, nachdem monatelange Koordination mit japanischen Regulierungsbehörden stattgefunden hat.

Obwohl auf einen Markt beschränkt, spiegelt dieser Schritt einen breiteren globalen Druck auf große Technologieunternehmen wider, die Arbeitsweise ihrer Plattformen anzupassen.

Erklärung des japanischen Wettbewerbsrechts

Der japanische Mobile Software Competition Act trat diese Woche in Kraft, mit dem Ziel, Hürden für App-Entwickler abzubauen und den Wettbewerb innerhalb mobiler Betriebssysteme zu fördern.

Nach dem Gesetz sind Plattformbetreiber wie Apple verpflichtet, die Kontrollen zu Zahlungen, App-Verteilung und Standard-Softwarewahl zu lockern.

Apples Compliance-Plan adressiert diese Bereiche direkt und gestaltet die Funktionsweise von iOS in Japan neu, ohne die bestehende App Store-Struktur vollständig abzubauen.

Das Unternehmen erklärte, bei der Gestaltung der Änderungen eng mit den Regulierungsbehörden zusammengearbeitet zu haben, die darauf abzielen, Alternativen zu ermöglichen, anstatt Apples eigene Dienste zu entfernen.

Die Anpassungen gelten nur für Japan und sind in der neuesten lokalen iOS-Version eingebettet.

Zahlungs- und App-Verteilungsschichten

Eine der bedeutendsten Änderungen betrifft, wie Entwickler Zahlungen für digitale Güter und Dienstleistungen abwickeln können.

Japanische Entwickler haben nun drei Möglichkeiten: weiterhin Apples In-App-Kaufsystem zu nutzen, einen alternativen Zahlungsdienstleister in ihre App zu integrieren oder Nutzer auf eine externe Website zu verweisen, um Transaktionen abzuschließen.

Die Regeln für die App-Verteilung wurden ebenfalls angepasst.

Entwickler gewinnen mehr Kontrolle darüber, wie sie Apps über alternative Marktplätze vertreiben, anstatt sich ausschließlich auf Apples App Store zu verlassen.

Apple kombiniert diese Änderungen mit neuen Geschäftsbedingungen, die unterschiedliche Provisionssätze und Gebühren einführen, je nachdem, welche Zahlungs- und Vertriebsoptionen die Entwickler wählen.

Nutzerwahl und Sicherheitsmaßnahmen

Für Nutzer erleichtern die Updates die Auswahl eines bevorzugten Browsers und einer Suchmaschine auf iOS-Geräten in Japan.

Diese Änderungen entsprechen dem Schwerpunkt des Gesetzes auf Verbraucherwahl, doch Apple hat potenzielle Kompromisse aufgegriffen.

Das Unternehmen hat gewarnt, dass die Öffnung der Plattform auf diese Weise die Exposition gegenüber Malware, Betrug und Betrügereien erhöhen könnte.

Um diese Risiken zu verringern, wendet Apple ein Notarisierungssystem für alle iOS-Apps in Japan an.

Dieser Prozess kombiniert automatisierte Überprüfungen mit menschlicher Überprüfung, um grundlegende Funktionen und Sicherheitsbedrohungen zu bewerten.

Apple hat festgestellt, dass diese Überprüfung weniger umfassend ist als die vollständige App Store-Bewertung und dass alternative Marktplätze möglicherweise eigene zusätzliche Standards auferlegen.

Das Unternehmen erklärte außerdem, mit den Aufsichtsbehörden an Schutzmaßnahmen für Kinder zusammenzuarbeiten, einschließlich Beschränkungen für externe Webseitenlinks für Nutzer unter 13 Jahren, nachdem es Bedenken geäußert hatte, dass einige Änderungen jüngere Nutzer höheren Risiken aussetzen könnten.

Globaler Kontext und zukünftige Updates

Japan ist nicht die einzige Region, die Apples Praktiken für mobile Plattformen genau prüft.

In der Europäischen Union hat der Digital Markets Act Apple bereits zu ähnlichen Anpassungen gezwungen, was zu Spannungen über Nutzersicherheit, Datenschutz und die Zukunft des App Store-Geschäfts führt, das jährlich Milliarden von Dollar generiert.

Apple hat erklärt, dass es nicht plant, die Japan-spezifischen Änderungen auf andere Länder auszuweiten, und argumentiert, dass die bestehenden Systeme starke Schutzmaßnahmen und Chancen für Entwickler bieten.

Das Unternehmen hat außerdem signalisiert, dass es Japans Regulierungsansatz als ausgewogener als den der EU betrachtet.

Die Japan-Updates erscheinen diese Woche zusammen mit der Beta-Version von iOS 26.3. Diese Version führt zusätzliche Funktionen ein, die an regulatorische Anforderungen gebunden sind, darunter Tools, die es erleichtern, Daten von einem iPhone auf ein Android-Gerät zu übertragen und Benachrichtigungen an Uhren von Drittanbietern weiterzuleiten.

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