Indian refiners boost US crude purchases as Russian oil pressure rises

Die Rohölpreise sanken am Mittwoch vor der Zinsentscheidung der Fed. Während der Markt zunehmend zuversichtlich von einer Zinssenkung um 25 Basispunkte ist, ist eine hawkische Orientierung oder zumindest eine nicht verbindliche Position sehr wahrscheinlich. Diese Erwartungen, zusammen mit den überwältigenden Sorgen wegen eines Überangebots in den kommenden Monaten, treiben den Verkaufsdruck an. Zum Zeitpunkt des Schreibens lag der Benchmark für das globale Öl auf einem Zwei-Wochen-Tief von 61,48 $ pro Barrel.

Was treibt den Rückgang des Rohölpreises an?

Der Rohölpreis befindet sich weiterhin in einem Abwärtstrend angesichts der überwältigenden Sorgen über ein Überangebot im Jahr 2026. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) wird erwartet, dass der Weltmarkt im kommenden Jahr einen Rekordüberschuss von über 4 Millionen Barrel pro Tag meldet, was etwa 4 % des weltweiten Ölverbrauchs entspricht. Auch wenn das Überangebot niedriger ausfallen könnte, preisen Analysten und Investoren bereits ein erhebliches Überangebot ein.

Basierend auf diesen Erwartungen wird es interessant sein zu sehen, wie die Produzenten versuchen, das Überangebot zu mildern. Absichtliche Bemühungen von OPEC+-Ländern und Nicht-OPEC-Produzenten wie den USA im Jahr 2026 könnten helfen, den Verkaufsdruck zu verringern. Außerdem würde ein aggressiver Kauf aus China die Lage auf der Nachfrageseite verbessern.

Unterdessen belastet das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bereits die Rohölpreise. Brent, der Referenzpunkt für die globalen Ölpreise, ist um fast 20 % bis heute gefallen; womit es auf Kurs ist, das schlechteste Jahr seit der COVID-19-Pandemie zu verzeichnen.

Gleichzeitig werfen Investoren ein Auge auf die Gespräche zwischen Russland und der Ukraine und die Zinsentscheidung der Fed. Was Letzteres betrifft, erwarten die Finanzmärkte, dass die US-Zentralbank die Zinssätze um 25 Basispunkte senkt. Bemerkenswert ist, dass diese Entscheidung angesichts unterschiedlicher Meinungen der politischen Entscheidungsträger und Lücken in den wichtigen Wirtschaftsdaten des Landes getroffen wird.

Wichtiger noch: Sowohl Investoren als auch Analysten werden auf den Ton der Fed in der FOMC-Erklärung achten. Eine unverbindliche oder falkenhafte Position wird wahrscheinlich die Rohölnachfrage belasten und gleichzeitig eine Erholung des US-Dollars ankurbeln.

Zum Zeitpunkt des Schreibens lag der Dollar-Index bei 99,13 US-Dollar, nachdem er nun seit einer Woche in einer engen Spanne gehandelt wurde. Obwohl sie weiterhin unter Verkaufsdruck steht, hält sie sich stabil über der 6-wöchigen Unterstützungszone von 98,60 $. Gleichzeitig verlängerten die Leitzinsen für 10-jährige Staatsanleihen die bisherigen Gewinne und handelten auf einem Dreimonatshoch; stärkt den US-Dollar weiter. Bemerkenswert ist, dass ein stärkerer Greenback Rohöl für Käufer mit Fremdwährung teurer macht.

Im Zusammenhang mit den Friedensgesprächen zwischen Russland und der Ukraine hofft der Markt, dass die beiden kriegführenden Länder bald eine Einigung erzielen könnten. Das würde wiederum die US-Sanktionen gegen Russland lockern, Ölvorräte vom drittgrößten Produzenten freigeben und die Überangebotsbedenken verstärken.

Technische Analyse des Brent-Rohölpreises

crude oil price

UKOIL-Preisdiagramm | Quelle: TradingView

Der Brent-Ölpreis fiel am Mittwoch leicht, was die dritte aufeinanderfolgende Sitzung in den roten Zahlen markierte und die in den letzten zwei Wochen erzielten Gewinne umkehrte. Zum Zeitpunkt des Schreibens lag er auf einem Zweiwochentief von 61,48 US-Dollar.

Ein Blick auf das Tagesdiagramm deutet auf die Fortsetzung des Abwärtstrends hin, da es weiterhin unter dem kurzfristigen 25-Tage-EMA und dem mittelfristigen 50-Tage-Durchschnitt handelt. Außerdem handelt er weiterhin im monatelangen bärischen Kanal.

Kurzfristig wird die Spanne zwischen dem 50-Tage-EMA bei 63,80 $ und der Unterstützung bei 61 $ beobachtenswert sein. Als Reaktion auf die FOMC-Erklärung könnten die Bären die Chance haben, den Brent-Ölpreis weiter auf ein 7-Monats-Tief von 60 US-Dollar zu senken. Auf der positiven Seite würde eine mögliche Erholung wahrscheinlich an der entscheidenden Widerstandszone von 64,50 $ eingedämmt werden.

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