Das USD/CAD-Währungspaar gab am Mittwoch nach den relativ starken kanadischen Verbraucherinflationsdaten leicht nach. Es fiel auf ein Tief von 1,2727 und lag damit leicht unter dem Wochenhoch von 1,2900.

Inflationsdaten Kanadas

Die Inflation in Kanada ist im Februar weiter gestiegen, da die Energiekosten sprunghaft angestiegen sind. Nach Angaben von Statistics Canada stieg die Gesamtinflation von 0,9% im Januar auf 1% im Februar. Dieser Anstieg lag über der mittleren Schätzung von 0,9%.

Im Jahresvergleich stieg der VPI von 5,1% auf 5,7% und erreichte damit den höchsten Stand seit Jahrzehnten. Dies war auch eine höhere Wachstumsrate als die mittlere Schätzung von 5,5%.

Unterdessen stieg die Inflation ohne die volatilen Nahrungsmittel und Energieprodukte um 0,8% im Monatsvergleich und um 2,8% im Jahresvergleich.

Hauptverantwortlich für die Inflation im Land war der Energiesektor. In den letzten Monaten ist der Preis für Rohöl auf über 130 $ pro Barrel gestiegen. Auch Erdgas hat sich stark verteuert.

Diese Zahlen kamen einige Tage nach der Veröffentlichung guter Arbeitsmarktdaten aus Kanada. Nach Angaben von Statistics Canada sank die Arbeitslosenquote im Zuge der Wiedereröffnung des Landes von über 6% im Januar auf etwa 5,5% im Februar.

Es ist daher wahrscheinlich, dass die Bank of Canada in den kommenden Monaten an ihrer restriktiven Haltung festhalten wird. Sie hat den Zinssatz bereits um 25 Basispunkte angehoben.

Das USD/CAD-Währungspaar gab ebenfalls nach, nachdem in Europa Zeichen der Hoffnung aufgetaucht waren. Nach Angaben des russischen Außenministers haben die beiden Seiten Fortschritte gemacht und sind dabei, eine Einigung zu erzielen. Es ist unklar, wann dies geschehen wird.

Das Paar wird als nächstes auf die bevorstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank reagieren. Analysten erwarten, dass die Fed am Mittwoch ihre erste Zinserhöhung vornehmen wird.

USD/CAD-Prognose

USD/CAD

Auf dem 4-Stunden-Chart ist zu erkennen, dass das USD/CAD-Währungspaar nach den starken kanadischen Inflationsdaten leicht nachgegeben hat. Auf dem 4-Stunden-Chart hat es sich unter den wichtigen Widerstand bei 1,2900 bewegt.

Das Paar hat sich unter den 25- und 50-Tage gleitenden Durchschnitt bewegt. Gleichzeitig hat es den Anschein, dass es sowohl ein Kopf-Schulter-Muster als auch ein aufsteigendes Dreieck gebildet hat. Daher sind die Aussichten für dieses Paar neutral, da diese Muster tendenziell ein anderes Bild zeigen. Ein Aufwärtstrend wird sich bestätigen, wenn der Kurs über 1,2900 steigt.

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