
Der Dow-Jones-Index hat sich zuletzt stabil gezeigt und blieb hinter dem S&P 500 und dem Nasdaq 100 zurück, die in diesem Jahr ein Rekordhoch verzeichneten. Er notierte bei $49,613, einige Punkte unter dem Allzeithoch von $50,616. Dieser Artikel beleuchtet einige der wichtigsten Nachrichten, die den Index diese Woche bewegen werden.
Dow-Jones-Index im Fokus vor dem Gipfel Trump–Xi
Präsident Donald Trump wird diese Woche im Rahmen seiner zweiten Amtszeit erstmals Peking besuchen, eine vielbeachtete Reise mit weitreichenden Implikationen.
Er wird von einigen Spitzenvertretern der im Dow Jones vertretenen Unternehmen begleitet, etwa Apples Tim Cook und NVIDIAs Jensen Huang.
Einige der wichtigsten Ankündigungen während dieser Reise könnten den Index nach oben oder unten treiben. So dürfte der NVIDIA-Aktienkurs auf ein mögliches Abkommen reagieren, das dem Unternehmen den Verkauf von H200-Chips in China erlauben würde.
Zudem dürfte die Boeing-Aktie auf eine mögliche Großbestellung chinesischer Fluggesellschaften reagieren. Gerüchte besagen, dass diese Gesellschaften bis zu 500 Flugzeuge von dem Konzern kaufen wollen könnten, ein Auftrag, von dem GE Aerospace profitieren würde.
Der Auftrag würde Boeing außerdem helfen, den Rückstand gegenüber Airbus, dem größten Akteur in der Branche, zu verkleinern. Zudem könnten Energieunternehmen wie Chevron und ExxonMobil eine Rolle bei der Versorgung Chinas mit US‑amerikanischem Öl und Gas spielen.
Daten zum US-Verbraucherpreisindex
Der Dow-Jones-Index zog am Freitag an, nachdem die USA starke Zahlen zu den Stellen außerhalb der Landwirtschaft (Non-Farm Payrolls) veröffentlicht hatten. Der Bericht zeigte, dass die Wirtschaft im April über 115k Stellen geschaffen hat. Das Bureau of Labor Statistics (BLS) hat zudem den Beschäftigungsbericht für März auf 185k nach oben revidiert.
Mit Blick nach vorn ist der nächste wichtige Termin der US-Verbraucherpreisindexbericht (CPI), der am Dienstag veröffentlicht wird. Dieser Bericht ist ein wichtiger Bestandteil des Doppelmandats der Federal Reserve.
Ökonomen erwarten, dass der Bericht zeigt, dass der headline CPI von 3.3% im März auf 3.6% im April gestiegen ist, den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr. Dieser Inflationsanstieg ist auf den andauernden US‑Iran‑Krieg zurückzuführen, der die Rohölpreise deutlich nach oben getrieben hat.
Ein stärker als erwarteter Inflationsbericht wäre für den Dow-Jones-bärisch, da er die Wahrscheinlichkeit einer restriktiveren Federal Reserve erhöhen würde. In einer aktuellen Notiz prognostizierten Analysten bei Goldman Sachs, dass die Notenbank die Zinsen im Dezember senken werde. JP Morgan hingegen erwartet, dass die Fed die Zinsen zunächst unverändert lässt und dann im dritten Quartal des nächsten Jahres anheben wird.
Mögliche Wiederaufnahme des US‑Iran‑Kriegs
Der Dow-Jones-Index wird auf eine mögliche Wiederaufnahme des US‑Iran‑Kriegs infolge der jüngsten Ereignisse reagieren. Am Sonntag sandte Iran den USA ein Gegenangebot, das eine Wiederöffnung der Straße von Hormus vorsieht. Kurz darauf bezeichnete Trump den Vorschlag in einer Erklärung als inakzeptabel.
Unterdessen sagte Benjamin Netanyahu in 60 Minutes , der Krieg sei noch nicht beendet. Das stand im direkten Widerspruch zu den jüngsten Aussagen der Trump-Administration gegenüber Gesetzgebern. In der Erklärung hatte die Administration gesagt, dass die »Epic Fury« aufgrund des Waffenstillstands beendet sei.
Daher besteht die Wahrscheinlichkeit, dass die USA einen Angriff starten, wie einige von Trumps engsten Verbündeten vorgeschlagen haben. Sie argumentieren, ein Angriff würde die Iraner an den Verhandlungstisch zwingen. Iran hat gewarnt, jeder Angriff würde zur größten Beschusswelle seit Beginn des Krieges führen. Eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen wäre extrem bärisch für den US-Aktienmarkt.
Wichtige Quartalszahlen
Die Berichtssaison für das erste Quartal neigt sich dem Ende zu, wobei 89% aller Unternehmen im S&P 500 ihre Zahlen veröffentlicht haben. Diese Unternehmen meldeten ein durchschnittliches Gewinnwachstum von 27.7%, mehr als doppelt so viel wie von Analysten erwartet.
Dennoch werden in den nächsten zwei Wochen noch einige bedeutende Unternehmen ihre Ergebnisse veröffentlichen. Für diese Woche sind besonders Cisco und Applied Materials zu beobachten.
Die wichtigsten Unternehmen, die nächste Woche ihre Ergebnisse vorlegen, sind NVIDIA, Walmart, Home Depot und Lowe’s.
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