Der USD/CAD-Kurs stieg am Montagmorgen, da die Anleger den Freedom Convoy und die aktuellen Trends beim Rohöl beobachteten. Er liegt bei 1,2738 und damit etwa 80 Basispunkte über dem Tiefststand der vergangenen Woche.

Freedom Convoy

Eine der größten Schlagzeilen der letzten Wochen war der so genannte Freedom Convoy in Kanada. Tausende von Lkw-Fahrern protestierten in Ottawa und anderen Städten, wo sie den Verkehr aufhielten.

Durch die Proteste wurden auch wichtige Grenzübergänge geschlossen, was zu großen Problemen in Kanada und den USA führte. Unternehmen wie Ford, General Motors und Honda kündigten Pläne zur Drosselung der Produktion an.

Es gibt Anzeichen dafür, dass sich der Freedom Convoy jetzt auflöst, da die kanadische Polizei begonnen hat, einige Teilnehmer zu verhaften und Fahrzeuge abzuschleppen. Nach Angaben des Polizeichefs von Windsor wurden etwa 30 Teilnehmer verhaftet.

Die Wiedereröffnung wird sich positiv auf die kanadische und amerikanische Wirtschaft auswirken, da sich die Geschäftstätigkeiten normalisieren dürften.

Der andere Katalysator, der den USD/CAD-Kurs antreibt, ist die Risk-Off-Stimmung, da die Anleger die Entwicklungen in Europa beobachten. In einer Erklärung vom Freitag erklärten die USA, dass Russland das für einen Angriff erforderliche militärische Personal und Material zusammengezogen habe. Daher neigen die Anleger in Zeiten hoher Risiken dazu, sich in die Sicherheit des US-Dollars zu flüchten.

Inzwischen reagiert das Paar auch auf die steigenden Rohölpreise. Die internationale Referenzsorte Brent ist auf 95 $ gestiegen, während die Sorte West Texas Intermediate (WTI) auf über 94 $ geklettert ist. Die Rohölpreise sind wichtig, da Kanada große Mengen an Öl produziert und exportiert.

USD/CAD-Prognose

usd/cad

Auf dem 4-Stunden-Chart ist zu erkennen, dass sich das USD/CAD-Währungspaar in den letzten Tagen wieder erholt hat. Das Paar hat bei 1,2650 eine starke Unterstützung gefunden, die es in der letzten Woche nur mit Mühe unterschreiten konnte. Es nähert sich nun dem wichtigen Widerstand, der in Rot dargestellt ist.

Das Paar hat sich auch leicht unter das 38,2%-Fibonacci-Retracement-Level bewegt. Es ist auch über die 25- und 50-Tage gleitenden Durchschnitte gestiegen, während der MACD über den neutralen Bereich gestiegen ist.

Deshalb besteht die Wahrscheinlichkeit, dass der Kurs weiter steigen wird, da die Haussiers den Schlüsselwiderstand bei 1,2800 anpeilen. Diese Prognose wird entkräftet, wenn der Kurs leicht unter 1,2700 sinkt.

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