Was passiert, wenn du jeden Monat nur 20 Euro investierst und das Geld 40 Jahre lang für dich arbeiten lässt? Die Antwort dürfte viele Anleger überraschen: Bei einer durchschnittlichen Rendite von 8 % pro Jahr könnten aus insgesamt 9.600 Euro Einzahlungen rund 69.820 Euro werden.
Der Grund dafür ist ein Effekt, den Anleger auf lange Sicht nicht unterschätzen sollten: der Zinseszinseffekt. Dabei geht es nicht um einen Trick und schon gar nicht um eine Renditegarantie.
Die 8 % sind eine Modellannahme. Aber sie zeigen eindrucksvoll, welche Wirkung Zeit und kontinuierliches Investieren auf den Vermögensaufbau haben können.
20 Euro, 40 Jahre und der mächtige Zinseszinseffekt
Wer jeden Monat 20 Euro investiert, zahlt in 40 Jahren insgesamt 9.600 Euro ein. Ohne Rendite bliebe es bei diesem Betrag. Doch bei einer angenommenen durchschnittlichen Rendite von 8 % pro Jahr wächst das Kapital durch die Wiederanlage der Erträge auf rund 69.820 Euro.
Der entscheidende Punkt ist ein ganz anderer: Die Rendite wird im Laufe der Zeit selbst zum Ausgangspunkt für weitere Erträge. Anfangs wächst das Vermögen noch vergleichsweise langsam. Mit jedem weiteren Jahr wird der Effekt jedoch stärker. Nach vier Jahrzehnten macht der Unterschied zwischen eingezahltem Kapital und Depotwert schließlich mehr als 60.000 Euro aus.
Natürlich läuft die Börse nicht jedes Jahr mit exakt 8 % nach oben. Aktienkurse schwanken, einzelne Börsenjahre bringen auch mal deutliche Verluste.
Die historische Entwicklung breit gestreuter Aktienmärkte zeigt allerdings, dass langfristig hohe durchschnittliche Renditen möglich waren. Für den US-Aktienmarkt werden über sehr lange Zeiträume sogar durchschnittliche nominale Jahresrenditen von rund 10 % genannt. Vergangene Wertentwicklungen sind jedoch keine Garantie für die Zukunft. Das muss man verstehen.
Hinzu kommt, dass bei dieser Beispielrechnung weder Steuern noch Kosten und Inflation berücksichtigt werden. Die 69.820 Euro sind deshalb kein garantiertes Endvermögen, sondern das Ergebnis einer vereinfachten Zinseszinsrechnung.
Trotzdem macht das Beispiel eines deutlich: Beim langfristigen Investieren kann nicht nur die Höhe der Sparrate entscheidend sein. Zeit ist selbst ein Vermögensfaktor.
Auch aus kleinen Beträgen kann langfristig etwas Großes entstehen
20 Euro im Monat wirken zunächst unspektakulär. Über 40 Jahre können sie bei einer angenommenen Rendite von 8 Prozent jedoch zu einem Vermögen von rund 69.820 Euro anwachsen. Genau darin liegt die Kraft des Zinseszinseffekts: Nicht nur das eigene Geld arbeitet, sondern irgendwann auch die bereits erzielten Erträge.
Der Artikel 20 Euro im Monat: So können daraus nach 40 Jahren fast 70.000 Euro werden! ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.