Aktuell liefern zwei deutsche Schwergewichte aus dem DAX Zahlen, die die Chancen für eine Jahresendrally erhöhen. Namentlich sind dies die DHL Group (WKN: 555200) und Allianz (WKN: 840400). Beide Unternehmen steigern ihre operativen Ergebnisse, schütten Milliarden an ihre Aktionäre aus und verfügen über konkrete Stellschrauben für weiteres Gewinnwachstum.
Aber sind diese Qualitätsaktien für die letzten Monate des Jahres 2026 noch attraktiv bewertet? Schauen wir genauer hin.
DHL Group: Mehr Volumen trifft auf bessere Margen
Bei der DHL Group hat sich die operative Dynamik im laufenden Jahr 2026 deutlich verbessert. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 13 % auf 22,4 Mrd. Euro.
Das EBIT legte sogar um 30 % auf 1,9 Mrd. Euro zu, während sich die EBIT-Marge von 7,2 auf 8,3 % verbesserte. Nach der starken Entwicklung hob das Management die EBIT-Prognose für 2026 auf mehr als 6,5 Mrd. Euro an.
Besonders interessant ist der operative Hebel bei DHL Express. Ein höheres transportiertes Sendungsgewicht und die angespannte Kapazität im internationalen Luftfrachtmarkt unterstützten das Ergebnis. Gleichzeitig wirken Produktivitätssteigerungen und das Kostenprogramm „Fit for Growth“.
Für Anleger kommt es noch dicker: DHL hat sein Aktienrückkaufprogramm um 500 Mio. Euro auf bis zu 6,5 Mrd. Euro erhöht und bis Ende 2027 verlängert. Die für das Geschäftsjahr 2025 beschlossene Dividende beträgt 1,90 Euro je Aktie. Sie könnte für das laufende Geschäftsjahr ähnlich hoch ausfallen.
Gemessen am aktuellen Kurs könnte das einer Dividendenrendite von 3,3 % entsprechen. Das erwartete KGV liegt bei 16,4.
Sollte das Versandvolumen weiter steigen und die DHL Group ihre Margen halten oder sogar ausbauen können, würde ein größerer Teil des Umsatzwachstums im Ergebnis ankommen.
Das vierte Quartal ist traditionell das umsatzstärkste des gesamten Jahres. Hält die Dynamik also an, halte ich eine erneute Anhebung der Prognose und neue Allzeithochs für möglich.
Allianz-Aktie: Es läuft seit Jahren rund!
Auch bei der Allianz sind die operativen Zahlen bemerkenswert. Im ersten Halbjahr 2026 stieg das operative Ergebnis um 8,6 % auf einen Rekordwert von 9,39 Mrd. Euro – operativ läuft es also gut. Gleichzeitig erhöhte sich der bereinigte Periodenüberschuss der Anteilseigner um 15,5 % auf 6,4 Mrd. Euro.
Für das Gesamtjahr hält Allianz am Ziel eines operativen Ergebnisses von 17,4 Mrd. Euro plus oder minus der traditionellen Milliarde fest. Dies halte ich für konservativ.
Gleichzeitig lag die Solvency-II-Quote Ende Juni bei starken 225 %. Das schafft finanziellen Spielraum für Investitionen, Dividenden und Aktienrückkäufe. Von dem 2026 gestarteten Rückkaufprogramm über bis zu 2,5 Mrd. Euro waren nach dem ersten Halbjahr bereits 1,4 Mrd. Euro umgesetzt.
Operativ könnten weiteres Prämienwachstum, eine anhaltend hohe Profitabilität im Versicherungsgeschäft und ein höheres Zinsniveau den Gewinn stützen. Für Anleger entsteht damit eine Kombination aus laufenden Ausschüttungen und potenzieller Gewinnsteigerung.
Traditionell ist diese Wette nicht teuer. Das erwartete KGV liegt unter 14. Fast 4,5 % Dividendenrendite können Anleger im nächsten Jahr erwarten.
Der Artikel 10.000 Euro investieren: Diese 2 Dividendenaktien sind für die Jahresendrally 2026 interessant ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.