Dividenden haben einen entscheidenden Vorteil: Sie fließen – unabhängig davon, ob eine Aktie auf einem Rekordhoch notiert oder der Markt schwächelt. Im Idealfall holt man mit der Dividende dabei fast schon die Hälfte der Marktrendite heraus. Mit etwas Glück kann durch ein starkes Kurswachstum sogar der Markt geschlagen werden.

Gelungen ist so etwas der Allianz-Aktie (WKN: 840400). Sie gehört seit Jahren zu den bekanntesten und besten Dividendenzahlern im DAX. Doch was wäre möglich, wenn die aktuelle Dividende zehn Jahre lang stabil bliebe – oder sogar Jahr für Jahr weiter steigen würde?

Die Rechnung hinter der Dividende

Mit einer zuletzt ausgeschütteten Dividende von 17,10 Euro je Aktie setzte die Allianz neue Akzente. Wer bei einem angenommenen Aktienkurs von aktuell rund 420 Euro insgesamt 10.000 Euro investiert, könnte rund 23 Aktien erwerben. Auf Basis der jüngsten Dividende entspräche das einer jährlichen Ausschüttung vor Steuern von etwa 393,30 Euro – vorausgesetzt, die Dividende bleibt unverändert.

Noch spannender wird der Blick auf den langfristigen Effekt. Würde die Dividende zehn Jahre lang konstant bei 17,10 Euro je Aktie bleiben, erhielte ein Anleger mit 23 Aktien insgesamt 3.933 Euro an Ausschüttungen. Das ist bereits ein beachtlicher Rückfluss des eingesetzten Kapitals – fast 40 %.

Noch größer wäre der Effekt, wenn die Dividende jedes Jahr um 9 % steigen würde. Rein rechnerisch läge die Ausschüttung dann nach zehn Jahren bei rund 40,47 Euro je Aktie. Ein Anleger mit 23 Aktien würde allein im zehnten Jahr bereits rund 930,81 Euro an Bruttodividende erhalten. Über den gesamten Zeitraum summierten sich die Ausschüttungen auf mehr als 5.964 Euro. Dieses Beispiel verdeutlicht eindrucksvoll, welche Kraft langfristiges Dividendenwachstum entfalten kann.

Natürlich handelt es sich dabei lediglich um Rechenbeispiele. Niemand kann garantieren, dass die Allianz ihre Dividende über zehn Jahre konstant hält oder sogar kontinuierlich erhöht. Ausschlaggebend sind die Gewinnentwicklung, die Kapitalausstattung und das wirtschaftliche Umfeld. Große Naturkatastrophen, Finanzmarktturbulenzen oder verschärfte regulatorische Anforderungen könnten die Ertragslage belasten und damit auch die Ausschüttung beeinflussen.

Auf der anderen Seite verfügt die Allianz über ein breit diversifiziertes Geschäftsmodell, eine starke Marktstellung und eine langjährige Dividendenhistorie. Gerade diese Kombination macht die Aktie für viele langfristig orientierte Einkommensinvestoren interessant.

Fazit: Nicht die heutige Dividende entscheidet – sondern die der nächsten zehn Jahre

Für langfristige Anleger zählt aber nicht allein die heutige Dividende oder die Dividendenhistorie. Entscheidend ist, ob ein Unternehmen seine Ausschüttung über viele Jahre stabil halten oder sogar regelmäßig erhöhen kann. Erst dadurch entsteht ein spürbarer Vermögenseffekt. 

Ob die Allianz diesen Weg auch künftig erfolgreich fortsetzen kann, wird die Zeit zeigen. Fest steht jedoch: Wer langfristig in Qualitätsunternehmen investiert, sollte nicht nur auf die aktuelle Dividende schauen, sondern vor allem auf deren Wachstumspotenzial.

Der Artikel 10.000 Euro in die Allianz-Aktie: Sind 6.000 Euro Dividende über 10 Jahre möglich? ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.