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ISIN:
DE0001717049
WKN:
171704
Montag, 16. Juli 2012 | 08:01
Von Benjamin Krieger
Nach den fulminanten Kursgewinnen vom Freitag ist an Europas Börsen die Luft schon wieder raus. In der Mehrzahl geben die Kurse leicht nach. "Die Erholungs-Rally vom Freitag war lediglich der Tatsache geschuldet, dass die chinesischen Wachstumszahlen nicht ganz so schlecht waren wie befürchtet", sagt Cameron Peacock von IG Markets in London. Sie seien aber nicht gut genug gewesen, um die Märkte länger zu stützen.
Der DAX gibt um 5 Punkte auf 6.552 nach. Auch die Leitindizes der übrigen Börsenplätze pendeln um ihre Schlusskurse vom Freitag. "Die Anleger werden zunächst die weiteren Quartalsberichte abwarten", sagt ein Händler. Mit den Ergebnissen der Citigroup steht ein weiterer wichtiger Bericht an nach den Zahlen von J.P. Morgan vom Freitag. Zudem erstattet der US-Notenbankchef Ben Bernanke am Dienstag vor dem Bankenausschuss des Senats Bericht über die Geldpolitik der Fed. Hiervon erhoffen sich die Märkte Hinweise auf eine weitere Lockerung.
In China gaben die Kurse zum Wochenbeginn bereits wieder nach. Gewinnwarnungen einiger chinesischer Unternehmen beunruhigen die Anleger, zumal die politische Führung des Landes sich bislang nicht im Detail dazu geäußert hat, wie sie das Wirtschaftswachstum anzukurbeln gedenkt. An den anderen asiatischen Börsen bewegt sich wenig. In Schanghai fiel der Leitindex um 1,6 Prozent.
Euro bröckelt schon wieder
Die jüngsten Kursgewinne des Euro bröckeln sukzessive ab. Die Gemeinschaftswährung war am Freitag, den 13. von einem Zweijahrestief bei 1,2162 Dollar in der Spitze bis auf 1,2276 Dollar gesprungen. Von diesem Hoch hat der Euro jedoch wieder bis auf 1,2226 Dollar nachgegeben. Ralf Umlauf von der Helaba kann kaum weiteres Erholungspotenzial für den Euro ausmachen: "Die Schuldenkrise bleibt allen Beteiligten auch in dieser Woche im Bewusstsein."
Mit den Kursen von Anleihen aus der Kernzone der Eurozone geht es erneut aufwärts. Der Bund-Future, ein umsatzstarker Terminkontrakt auf Bundesanleihen, setzt den Ende Juni begonnenen starken Anstieg fort. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen ist auf 1,24 Prozent gefallen. Auch französische Staatsanleihen legen zu. "Der Run der Anleger auf Kernlandpapiere mit Renditeaufschlag hält an", sagt Benjamin Schröder von der Commerzbank.
Metro führen nach Hochstufung die Gewinner an
Aktien von Metro legen im DAX mit 2,1 Prozent am stärksten zu. Die Bank UBS hat die Aktie auf "Neutral" von "Verkaufen" hochgestuft. Nach dem starken Kursverfall der Aktie sei diese nun angemessen bewertet, argumentieren die Analysten. In den vergangenen vier Monaten haben Metro-Aktien rund ein Drittel ihres Wertes verloren.
Zu den Kursverlierern zählen die Automobilhersteller. BMW, Daimler und VW geben zwischen 0,6 und 1,2 Prozent nach. Angeblich müssen die Hersteller in China die Kaufanreize erhöhen, um ihre Automobile abzusetzen. Dies berichten Händler.
"Kein Land in Sicht", meinen Händler zur Nokia-Aktie, die um 3 Prozent fällt. Die Finnen haben den Preis für das Modell Lumia 900 auf dem schwierigen US-Markt halbiert. Statt 99 Dollar soll das Gerät nur noch 50 Dollar kosten. Der Schritt erfolgt nur drei Monate, nachdem das Spitzenmodell der Nokia-Smartphones in den Läden des US-Telekomkonzerns AT&T eingeführt worden ist.
DEVISEN zuletzt + - % 0.00 Uhr Fr, 18.00 Uhr
EUR USD 1,2229 -0,2% 1,2255 1,2232
EUR JPY 96,6372 -0,5% 97,1351 96,9056
EUR CHF 1,2011 +0,0% 1,2011 1,2009
USD JPY 79,0280 -0,3% 79,2450 79,2150
GBP USD 1,5548 -0,2% 1,5581 1,5548
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July 16, 2012 04:01 ET (08:01 GMT)
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